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| Zuletzt am 14. Juni 2010 überarbeitetes
Manuskript, original in: Karin Roth (Hg.): »Antipsychiatrie
Sinnerzeugung durch Entfesselung der Vielstimmigkeit«
(Zeitschrift für systemische Therapie, 19. Jg., Nr. 4),
Dortmund: verlag modernes lernen Borgmann 2001, S. 264-270 |
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Peter
Lehmann
Alte, veraltete und humanistische Antipsychiatrie
Zusammenfassung: Die Antipsychiatrie entwickelte sich
seit den 60er Jahren von einer eher akademisch orientierten Disziplin
zu einer neuen, im wesentlichen von Psychiatriebetroffenen getragenen
Bewegung. In deren Mittelpunkt steht die Forderung nach nutzergetragenen
bzw. nutzerkontrollierten Alternativen zur Psychiatrie und nach
Verzicht auf toxische Substanzen. Die Sozialpsychiatrie machte
sich die Psychiatriekritik lediglich zunutze, um unter Ausblendung
der Behandlungsschäden ein umfassendes, Rechtsverstöße
und Langzeitschäden begünstigendes System der Gemeindepsychiatrie
aufzubauen. Die auf der Stelle tretende alte Antipsychiatrie läuft
angesichts vorhandener alternativer Konzepte Gefahr, trotz radikaler
Positionen zum Bremsklotz zu werden auf dem Weg zur Durchsetzung
von Menschenrechten Psychiatriebetroffener und humanistisch orientierten
Hilfen für Menschen in psychischen Notlagen.
Summary:
Since the 60s antipsychiatry has evolved from a more academically orientated discipline
towards a new movement, mainly led by (ex-)users and survivors of psychiatry.
Its key issue is the demand for user-run and user-controlled alternatives to psychiatry
and for rejection of toxic drugs. Ignoring treatment damages social-psychiatry
only used the criticism of psychiatry to built a comprehensive system of community
psychiatry, which is favouring juridical assault and long-time damages. In spite
of radical positions the old antipsychiatry that makes no headway runs the risk
of becoming an obstacle to progress in view of present alternative concepts. Alte
Antipsychiatrie
Die Antipsychiatrie der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wird
im Wesentlichen Psychiatern wie zum Beispiel Ronald D. Laing und
David Cooper zugeschrieben. Diese machten deutlich, dass es für
psychiatrische Diagnosen keine objektiven klinischen Kriterien
gibt und sogenannte Schizophrenien lediglich Versuche sind, unter
unerträglichen Familienbedingungen und kapitalistischen Ausbeutungsverhältnissen
psychisch zu überleben. Wenn auch dem patriarchalischen Denken
verhaftet, schufen sie doch die Grundlagen der neueren Entwicklung
der Psychiatriekritik. Der konservative US-amerikanische Psychiater
Thomas Szasz leitete die historische Entwicklung der Psychiatrie
aus der Hexenverfolgung ab und legte die moderne psychiatrische
Praxis als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bloß sowie
die psychiatrische Lehre als größten wissenschaftlichen
Betrug dieses Jahrhunderts.
Seit der Studentenbewegung der
68er Jahre des letzten Jahrhunderts treten weltweit noch andere
akademisch orientierte Kritiker auf, die sich aufgrund ihrer eher
theoretischen und meist männlichen, in Ausnahmefällen
aber auch feministsichen Orientierung als eher unfähig zu
einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Psychiatriebetroffenen
erweisen in Deutschland mit Ausnahme der Sozialistischen
Selbsthilfe e.V. Köln, einem in den 70er aktiven Wohn- und
Arbeitskollektiv mit ehemals schlagkräftigen Aktionen gegen
psychiatrische Menschenrechtsverletzungen. So
manche akademisch orientierte und sich links gebende Gruppe gefällt
sich allerdings darin, Psychiatriebetroffene, die für ihr
Selbstbestimmungsrecht und für Alternativen zur Psychiatrie
eintreten, in besserwisserischer und herablassender Weise als
doofe Vor-sich-hin-Werkler abzutun, sollten diese sich anmaßen,
eigene psychiatriepolitische Schwerpunkte zu setzen und linkspopulistische
Sprachhülsen außen vor zu lassen (Beispiel,
pdf, 52 KB).
Den Schwung der
Psychiatriekritik nutzten sozialpsychiatrische ReformerInnen (»Auflösung
der Großkliniken«), die von der sogenannten demokratischen Psychiatrie
des Italieners Franco Basaglia inspiriert wurden, um das System der Psychiatrie
zu verdoppeln: Die Anstalten wurden verkleinert und baulich renoviert, psychiatrische
Abteilungen an Krankenhäusern sowie ein umfassendes System der Gemeindepsychiatrie
mit unterschiedlichsten Einrichtungen neu geschaffen. Den Betroffenen gelingt
kaum noch der Ausstieg aus diesem Komplettsystem, das auf der Verabreichung von
psychiatrischen Medikamenten mit mehrwöchiger Halbwertzeit basiert,
den Depotneuroleptika.
Besonders diese neurotoxischen Psychodrogen können katastrophale
Schäden verursachen. In einer Studie von 1991 über eine
Stichprobe gemeindepsychiatrisch behandelter und zum Teil in betreutem
Einzelwohnen oder therapeutischen Wohngemeinschaften
lebender BerlinerInnen sprach eine Autorengruppe von einem durchschnittlichen
Vorkommen von 59% tardiven Dyskinesien. Dies sind veitstanzartige
und von anhaltenden und schmerzhaften Krämpfen begleitete
Muskel- und Bewegungsstörungen, die im Laufe der Behandlung,
beim Absetzen oder danach im Gesicht, am Rumpf oder an den Extremitäten
auftreten, nicht behandelbar sind, sozial stigmatisieren und mit
einer Verkürzung der Lebenserwartung einhergehen (Lehmann
1996b, S. 208 ff.). Sogenannte atypische Neuroleptika, die angeblich
weniger tardive Dyskinesien auslösen, werden von den Befürwortern
der Psychiatrie oft ins Feld geführt, um Kritik an Neuroleptikaschäden
abzuschwächen, dabei bergen diese neueren Neuroleptika erhebliche
Risiken für das vegetative und Organ-System und tragen mit
zur um durchschnittlich zwei bis Jahrzehnte verminderten Lebenserwartung
psychiatrischer "Patienten" bei.
Aufgrund der neuroleptika- und antidepressivabedingten Langzeitschäden
kommt auch der im italienischen Faschismus von Schweineschlachthäusern
abgeguckte Elektroschock wieder verstärkt in Gebrauch. Mit
ihm werden in den Gehirnen der Behandelten zu 80% Frauen
epileptische Anfälle ausgelöst, was irreversible
massive Nervenzellausfälle bewirkt (Lehmann 1996a, S. 20ff.;
Frank 1996). Reaktion auch der fortschrittlichen Reformpsychiater:
Schweigen (Lehmann 2001). Ein ebenso lautes Schweigen schwappt
einem entgegen, wenn man sie um ihre Meinung zu der vom Europarat
verabschiedeten Ethikerklärung zu den Rechten Zwangspsychiatrisierter
befragt, die unter anderem eine gewaltsame Neuroleptikaverabreichung
inner- und außerhalb von Anstalten sowie Elektroschocks
ohne informierte Zustimmung und Zwangsunterbringung auch ohne
richterlichen Beschluss rechtfertigen soll (Arbeitskreis des Steering
Committee on Bioethics des Europarates 2000).
Mit einer Vielzahl von gut bezahlten Arbeitsplätzen
und Teilhabe an der Machtausübung korrumpiert das psychiatrische System die
MitarbeiterInnen. Obwohl die Langzeitschäden von Elektroschocks oder Neuroleptika
himmelschreiend sind, bleiben die psychiatrisch Tätigen in aller Regel stumm,
die politisch Verantwortlichen in den Parteien und den Gesundheitsbürokratien
tatenlos und die Betroffenen verloren, sofern sie sich nicht zusammenschließen.
Neue, humanistische Antipsychiatrie
Ein Vierteljahrhundert, nachdem dissidente Psychiater ihre Wissenschaft
als Antipsychiatrie neu erfanden, artikuliert sich seit den frühen
achtziger Jahren zunehmend eine radikale Kritik, die als neue
oder auch humanistische Antipsychiatrie bezeichnet werden kann.
Sie wird nicht von Professionellen getragen, die für und
über psychisch Kranke reden wollen, sondern von
Psychiatriebetroffenen, die sich auf allgemeine Menschenrechtserklärungen
berufen und die wissen, dass es Geisteskrankheiten (im Gegensatz
zu Hirnkrankheiten) als medizinische Komplexe mit kategorisierbaren
Ursachen, Verläufen und Prognosen nicht gibt. Sie wollen
die Psychiatrie nicht reformieren, sondern ein System mitmenschlicher
Hilfeleistung für Menschen in psychischen Notlagen sozialer
Natur entwickeln, neue mehr oder weniger institutionelle
Formen des Lebens mit Verrücktheit und Andersartigkeit.
Dabei wird Antipsychiatrie als humanistische Bewegung verstanden.
"Anti" kommt aus dem Griechischen und heißt mehr als nur
einfach "gegen". Es gibt auch die Übersetzung "alternativ", "gegenüber"
(z.B. Paros Antiparos, Libanon Anti-Libanon, Arktis
Ant arktis) oder "unabhängig".
Antipsychiatrische Psychiatriebetroffene setzen sich zudem ein für
deren rechtliche Gleichstellung mit gesunden sowie kranken Normalen (d.h. straffreie
Behandlung nur nach informierter Zustimmung auf Grundlage des allgemeingültigen
und von der Haltung zur Psychiatrie unabhängigen Menschenrechts auf körperliche
Unversehrtheit), für ihre Organisierung und die Zusammenarbeit mit anderen
Menschenrechts- oder Selbsthilfegruppen, für die Unterstützung beim
Entzug von psychiatrischen Psychopharmaka, für die Ächtung von Elektroschocks
sowie den Schutz vor ambulanter Zwangsbehandlung, die durch den Ausbau der Gemeindepsychiatrie
begünstigt wird.
Ein prominenter Vertreter der humanistischen Antipsychiatrie
ist der Däne Karl Bach Jensen, ehemaliger Vorsitzender des
Europäischen Netzwerks von Psychiatriebetroffenen. Er brachte
1998 die Position der humanistischen Antipsychiatrie auf den Punkt:
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»Das überkommene Konzept der psychischen Krankheit
und des Bedarfs an synthetischen Psychopharmaka abzulehnen,
speziell wenn sie über lange Zeit oder gar lebenslänglich
verordnet werden, kann natürlich nicht heißen,
die Augen zuzumachen vor den realen Problemen, die viele
Menschen haben. Ich will keineswegs darauf hinaus, dass
wir uns um andere, wenn sie verrückt werden, etwa gar
nicht kümmern sollten, dass die Leute eingesperrt und
allein gelassen werden sollten.
Ein wesentliches Charakteristikum alternativer psychosozialer
Dienste würde darin bestehen, Menschen bei der Bewältigung
ihrer Probleme zu helfen unter anderem durch gegenseitige
Lernprozesse, Rechtsbeistand, alternative Medizin, gesunde
Ernährung, natürliche Heilverfahren und spirituelle
Übungen. Die alternative Arzneimittelkunde hat beispielsweise
ein großes Wissen über die Wirkung von Kräutern
und Homöopathika, die dem Körper und der Psyche
helfen können, Entspannung zu finden und das innere
Gleichgewicht wiederherzustellen. Mit solchen Dingen kann
man möglicherweise nicht so viel Geld verdienen, doch
sie sind es, die Zukunft haben.
In diesem Feld können Psychiatriebetroffene eine wichtige
Rolle als MitarbeiterInnen und RatgeberInnen spielen, denn
sie haben das Wissen darüber, was ihnen geholfen hat.
Solche mit einer positiven Subkultur-Identität und
Würde verbundenen Dienste können von der Allgemeinheit
zur Verfügung gestellt werden oder, mit öffentlicher
finanzieller Unterstützung, von der Betroffenenbewegung
selbst, wobei Menschen einfach ein Ort gegeben würde,
sich zu treffen und ihr eigenes Leben zu gestalten. Falls
Menschen eingesperrt werden müssen, um ihnen das Leben
zu retten oder um sie davon abzuhalten, anderen ernsthaften
Schaden zuzufügen, sollte niemand das Recht haben,
ihnen irgendeine Art von Behandlung aufzuzwingen. Zum Schutz
vor Zwangsbehandlung sollten Psychiatrische Testamente oder
andere Vorausverfügungen (in denen steht, welche Form
der Behandlung eine Person wünscht oder nicht wünscht,
falls es zu einer Zwangseinweisung kommt) in allen Staaten
und Ländern rechtskräftig werden.
Alternative Systeme und dezentrale Dienste müssten
sich um die Bedürfnisse von Menschen mit psychosozialen
Problemen in einer Weise kümmern, dass der Gebrauch
von synthetischen und giftigen psychiatrischen Psychopharmaka
minimiert und auf lange Sicht überflüssig wird.
Einen integrierten Teil eines zukünftigen, ökologisch
und humanistisch ausgerichteten Gesellschaftssystems stellt
der Verzicht auf toxische Stoffe in der Natur, im Wohnbereich,
in der Ernährung und in der Medizin dar. Der Verzicht
auf den Einsatz chemischer Gifte im psychosozialen Bereich
könnte unter folgenden Gesichtspunkten entwickelt werden:
-
In der Öffentlichkeit, bei Professionellen wie
bei Betroffenen ist ein Bewusstsein über das inhumane,
gefährliche und schädliche Kosten-Nutzen-Verhältnis
chronischer Einnahme psychiatrischer Psychopharmaka
zu schaffen.
-
Internationale Empfehlungen und nationale Gesetze,
die psychiatrische Zwangsbehandlung und speziell juristisch
verfügte Auflagen zur Dauereinnahme im ambulanten
Bereich ermöglichen, müssen bekämpft
und verhindert werden.
-
Es ist wichtig, Wissen über Entzugsprobleme und
darüber, wie diese gelöst werden können,
zu sammeln und zu verbreiten.
-
Spezielle Hilfsprogramme und Einrichtungen für
Menschen mit Abhängigkeitsproblemen müssen
entwickelt werden.
-
Die Aufklärung über schädliche Wirkungen
und Abhängigkeitsrisiken ist bereits vor der Erstverabreichung
psychiatrischer Psychopharmaka sicherzustellen.
-
Die Verursacher psychopharmakabedingter Schmerzen,
Leiden und Behinderungen sind zur Zahlung von Schmerzensgeld
zu verpflichten.
- Es müssen Methoden, Systeme, Dienste und Institutionen
einer kurz-, mittel- und langfristigen Hilfe und Unterstützung
entwickelt werden, die in keiner Weise auf der Verabreichung
von synthetischen Psychopharmaka aufbauen.« (Bach
2002, S. 334-336)
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Die neue Antipsychiatrie in Deutschland wurde im wesentlichen
von der Berliner Selbsthilfeorganisation Irren-Offensive e.V.
entwickelt. Schon kurz nach ihrer Gründung 1980 hatten ihre
Mitglieder, AkademikerInnen wie NichtakademikerInnen, Frauen wie
Männer, den entwertenden Krankheitsbegriff über Bord
geworfen. All die Schritte der alten Irren-Offensive,
nachzulesen in Tina Stöckles Buch »Die Irren-Offensive
Möglichkeiten und Grenzen antipsychiatrischer Selbsthilfe«
(Stöckle 1983, 2000), sind inzwischen auch von einigen neugegründeten
Gruppen in anderen Städten nachvollzogen worden oder werden
zumindest teilweise angestrebt:
(Nichtangeleitete) Selbsthilfe zur Lösung psychischer Probleme
und Verarbeitung verrückter (psychotischer) Erfahrungen
unter Verneinung der Zuständigkeit von MedizinerInnen und unter Abwehr sexistischer
Verhaltens- und Denkweisen Organisierung eigener Räume und
Beratung von Betroffenen für Betroffene, insbesondere beim Absetzen psychiatrischer
Psychopharmaka Rechtsberatung und Entwicklung eines Rechtsschutzes
gegen psychiatrische Übergriffe unter dem Motto »Recht auf psychopharmakafreie
Hilfe« Aufbau einer eigenen nationalen Organisation und Zusammenarbeit
mit anderen politischen und Menschenrechtsorganisationen Aufbau
eines eigenen, nichtzensierbaren Kommunikationssystems Umwidmung
psychiatrischer Gelder zugunsten nutzerkontrollierter Alternativprojekte statt
eines weiteren Ausbaus der Gemeindepsychiatrie.
Veraltete und humanistische Antipsychiatrie im Konflikt
Letztlich spiegelt sich in der Entwicklung der Irren-Offensive
in den letzten zwölf Jahren der Konflikt zwischen alter und
humanistischer Antipsychiatrie. Nahezu alle ehemals antipsychiatrisch
aktiven Mitglieder dieser Gruppe wechselten Anfang der 90er Jahre
zum Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. und seinem
Weglaufhausprojekt über, nachdem eine Reihe der damaligen
Mitglieder zum Schritt von reiner Selbsthilfe hin zum Aufbau einer
nutzerkontrollierten Alternative zur Psychiatrie ansetzten (Lehmann
1998). Während das 1996 in Berlin eröffnete Alternativprojekt
durch seine Praxis Positionsklärungen ermöglichte bzw.
erzwang, blieben die bei reiner Psychiatriekritik stehengebliebenen
Mitglieder der neuen Irren-Offensive letztlich auf dem Szasz'schen
Entwicklungsstand verhaftet: mit der Abschaffung der Psychiatrie
würden die Probleme psychiatrisierter Menschen verschwinden.
Spiegelbildlich findet sich diese primitive Einstellung bei den
Vertretern der biologischen Psychiatrie, die davon ausgehen, dass
mit der Verabreichung von Psychopharmaka und Elektroschocks die
Probleme psychiatrisch diagnostizierter Menschen verschwinden.
Wenig verwunderlich, dass auch diese nicht in der Lage oder willens
sind, sich mit den Positionen der nutzergetragenen humanistisch
orientierten neuen Antipsychiatrie auseinanderzusetzen. So endet
das Kapitel »Antipsychiatrie« in dem 2006 erschienenen
Buch »Geschichte der Psychiatrie« beispielsweise mit
revolutionären, antipsychiatrisch eingestellten
Studenten, die in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in
psychiatrische Anstalten gekommen seien, ».. um angesichts
der damaligen Personalnöte bei der Betreuung der Patienten
zu helfen (und zugleich die Verhältnisse kritisch zu studieren).«
(Schott / Tölle 2006, S. 212)
Nicht zufällig war es die Person von Thomas
Szasz, an der sich am 1. Mai 1998 der Konflikt zwischen veralteter
und humanistischer Antipsychiatrie konkretisierte. Im Jahr zuvor
hatte der erzkonservative und mit den Scientologen eng verquickte
Psychiater in Berlin sein Buch »Grausames Mitleid« präsentiert.
Darin stellte er Psychiatriebetroffene auf eine Stufe mit Verbrechern
und Landstreichern und forderte den Verzicht auf jegliche sozialstaatliche
Tätigkeit, das Wahlrecht nur für Steuerzahler, dafür
das Recht auf Armut, auf Obdachlosigkeit, Sucht und Drogentod
für alle übrigen. Er formulierte unter anderem:
»Ein Individuum, das nicht produktiv
werden kann oder will, muss ein Abhängiger oder ein Räuber werden oder
zugrunde gehen. (...) Einfach ausgedrückt, jemand, der Diabetes oder Bluthochdruck
hat, ist nicht notwendigerweise unproduktiv oder kriminell, während Personen,
bei denen Schizophrenie oder antisoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert
wurde, typischerweise unproduktiv sind und sich häufig in einer Weise verhalten,
die als gesellschaftsfeindlich oder kriminell bezeichnet wird. (...) Die simple
Wahrheit ist, dass manche Menschen es vorziehen, ihr Geld nicht für eine
Behausung aufzuwenden (sondern vielleicht lieber für den Kauf von Drogen),
dass sie es ablehnen, bei Familienmitgliedern zu wohnen, die bereit wären
sie aufzunehmen, und ein Leben in psychischer Krankheit, Verbrechen und Landstreicherei
bevorzugen.« (Szsaz 1997, S. 213, 211, 140)
In seiner Presseerklärung zur Einladung zum »Foucault-Tribunal«,
einem von der neuen Irren-Offensive 1998 in Berlin
veranstalteten Tribunal gegen die Psychiatrie, schrieb der Verein
zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V.:
»Sehr geehrte Damen und Herren von den Medien,
wir möchten unseren Unmut ausdrücken darüber,
dass beim Foucault-Tribunal ausgerechnet Thomas
Szasz als Vertreter der antipsychiatrischen Anklage auftreten
soll bzw. sollte. Wir halten dies für einen Affront
gegenüber Psychiatriebetroffenen, die Strategien entwickeln,
um die psychiatrische Bedrohung abzuwehren und Möglichkeiten
echter Unterstützung für Menschen in psychischen
Notlagen sozialer Natur zu schaffen, die sich für den
politischen Zusammenschluss mit anderen Menschenrechts-
oder Selbsthilfegruppen einsetzen sowie für neue Formen
des Lebens mit Verrücktheit, für Verrückten-
und Weglaufhäuser.
Dabei sind die historischen Verdienste von Thomas
Szasz um die Kritik der Psychiatrie unbenommen. Allerdings
hat er in letzter Zeit, speziell in seinem Buch Grausames
Mitleid, eine immer drastischere Wendung unternommen
in Richtung Primitivstkapitalismus (sinngemäß
Rechte nur für diejenigen, die Geld machen),
wobei er zuletzt diejenigen, die am Ende der sozialen Hierarchie
stehen, nämlich Psychiatriebetroffene und insbesondere
wohnungslose Psychiatriebetroffene, als tendenziell kriminelle
Sozialschmarotzer diffamiert und für die Abschaffung
des Sozialstaats eintritt.
Am 1. Januar 1996 nahm das Weglaufhaus in Berlin-Reinickendorf
seinen Betrieb auf. 13 obdachlose Psychiatriebetroffene,
die das psychiatrische Netz verlassen haben und ihr Leben
wieder in die eigene Hand nehmen wollen, finden für
maximal ein halbes Jahr Unterkunft und Unterstützung
bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme.
Im Team arbeiten zehn Teilzeitkräfte (unter anderem
SozialarbeiterInnen, ehemalige Psychiatriebetroffene, PsychologInnen).
Die MitarbeiterInnen und BewohnerInnen finden es absurd,
Thomas Szasz als antipsychiatrisches Zugpferd einzuladen
und ihm publizistische Gelegenheit zu geben, weiter Wasser
auf die Mühlen derer zu kippen, die derzeit den Sozialstaat
demontieren. Szasz steht mit seinen Aussagen diametral entgegengesetzt
zu den existentiellen Bedürfnissen vieler Psychiatriebetroffener
nach sozialer Unterstützung. Insbesondere im Weglaufhaus,
in dem weggelaufene wohnungslose Psychiatriebetroffene Unterstützung
suchen, finanziert nach § 72 BSHG (Hilfe in besonderen
sozialen Schwierigkeiten), findet die Einladung von
Thomas Szasz keinerlei Verständnis. Unklar bleibt auch,
wie Angehörige der Freien Universität Berlin,
die gegen Mittelstreichung im Bildungswesen eintreten, hinter
der Einladung eines Mannes stehen, der offenbar in den USA
eine solche Mittelstreichung publizistisch unterstützt
und anscheinend letztlich den gesamten Staat privatisieren
möchte mit Ausnahme vielleicht von Gefängnissen,
in die er am liebsten Psychiatriebetroffene gesteckt haben
möchte (...).
Wir werden nicht sprachlos zusehen, wie das
auch von uns mühevoll aufgebaute positive Image
der neuen Antipsychiatrie zerstört wird von einigen
Besserverdienenden, die möglicherweise gerne einfach
im Rampenlicht stehen möchten und sich nicht um mögliche
Konsequenzen ihres Tuns für die sozial Schwächsten
kümmern. Deshalb sehen wir uns gezwungen, mit unserer
Kritik an die Öffentlichkeit zu gehen. (...) Übrigens
beschimpft Thomas Szasz nicht nur (Psychiater und) Psychiatriebetroffene
als tendenzielle Feinde der Freiheit, sondern auch Kommunisten,
Psychoanalytiker, Feministinnen und Laingianer.« (Verein
zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. 1998)
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Die humanistische Antipsychiatrie in der Praxis
Wie die Ablehnung der psychiatrischen Ideologie den Blick auf
die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit psychosozialen
Problemen geradezu erzwingt Empathie und Interesse für
diese Menschen vorausgesetzt , geht aus einem 2000 von Thilo
von Trotha verfassten Diskussionspapier des Weglaufhausteams hervor.
Mit seiner Reflexion reagierten die MitarbeiterInnen auf spezifische
Fragen, die ihnen häufig vor allem von Professionellen aus
anderen Einrichtungen gestellt werden, wenn diese mit dem Weglaufhaus
konfrontiert werden. Das Papier setzt daher schon gewisse allgemeine
Kenntnisse über das Projekt voraus und gibt, für sich
allein genommen, kein vollständiges und angemessenes Bild
der Arbeit des Weglaufhauses, sondern beleuchtet nur einen sehr
spezifischen Ausschnitt:
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»Antipsychiatrie bedeutet für unsere tägliche
Praxis, dass im Weglaufhaus der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung,
Entwicklung und Stärkung der Selbstbestimmung von psychiatrieerfahrenen
Menschen liegt. Maßgeblich für die Unterstützung,
die die BewohnerInnen des Weglaufhauses erfahren, sind die
jeweils eigenen Vorstellungen der BewohnerInnen darüber,
welche Formen der Beratung, der Hilfe und des Schutzes ihnen
wünschenswert erscheinen.
Der psychiatrische Krankheitsbegriff und die entsprechenden
Diagnosen spielen für die Arbeit mit den BewohnrInnen
keine Rolle und werden von den MitarbeiterInnen als Arbeitsgrundlage
prinzipiell abgelehnt. Die BewohnerInnen gelten weder als
krank, noch als fremdbestimmt, sondern bleiben für
ihr Leben, für ihre Handlungen und Äußerungen
selbst verantwortlich. Einer der zentralen antipsychiatrischen
Positionen besteht in der Überzeugung, dass es psychische
Krankheit als medizinische Kategorie nicht gibt und dass
mit der Diagnostizierung einer solchen Krankheit
neue Probleme erst geschaffen werden, statt bei der Lösung
der bestehenden zu helfen.
Diese Position leugnet jedoch nicht wie häufig
fälschlich behauptet den großen Bedarf
an Unterstützung, Zuwendung und Beistand, den Menschen
mit Erfahrungen von Verrücktheit, in Lebenskrisen und
in den damit einhergehenden sozialen Existenznöten
haben, im Gegenteil: Die Ablehnung der psychiatrischen Raster
ermöglicht überhaupt erst einen unvoreingenommenen
Blick auf die besonderen Schwierigkeiten der Einzelnen und
führt zu einer radikalen individuellen Anpassung der
jeweiligen Formen der Unterstützung an die spezifische
Situation der Betroffenen. Eine zentrale Aufgabe der MitarbeiterInnen
des Weglaufhauses besteht unter diesen Voraussetzungen darin,
die Balance zwischen der Hilfebedürftigkeit und der
Selbstverantwortung der BewohnerInnen immer wieder neu auszutarieren
und Umgangsweisen zu finden, die beiden Aspekten so weit
als irgend möglich gerecht werden, ohne dabei auf allgemeine
Richtlinien oder Patentrezepte zurückgreifen zu können.
(...)
Der Trägerverein hat die Konzeption des Weglaufhauses
als praxisbezogene und um die Erfahrungen der Selbsthilfebewegung
bereicherte Umsetzung antipsychiatrischer Positionen der
siebziger und achtziger Jahre entwickelt. Das Weglaufhaus
konnte sich so zu einem beschützten Ort entwickeln,
an dem die Betroffenen meistens zum ersten Mal die Gelegenheit
haben, zwischen Alternativen zu wählen und konkrete
psychiatriefreie Lebensentwürfe auch praktisch zu erproben.
Ohne die antipsychiatrische Grundhaltung des Projekts und
die daraus resultierende bewusste konzeptionelle Abgrenzung
von psychiatrischen Diskursen und Praktiken würde sich
das Weglaufhaus in einer psychosozialen Landschaft, die
in aller Regel eng mit der Psychiatrie zusammenarbeitet,
nach kurzer Zeit in wesentlichen Aspekten nicht mehr von
Einrichtungen des sozialpsychiatrischen Versorgungsangebots
unterscheiden und damit als Alternative entfallen.
In den Alltag des Weglaufhauses fließen antipsychiatrische
Positionen unter anderem in folgende konkrete Verhaltens-
und Arbeitsweisen ein:
-
Es gilt das Prinzip vollständiger Transparenz
bei der Einsicht von Berichten und Stellungnahmen für
Behörden oder andere Einrichtungen und bei Aufzeichnungen
der MitarbeiterInnen, die sich auf die BewohnerInnen
beziehen. Darüber hinaus gibt es für die BewohnerInnen
die Möglichkeit, diese aktiv mitzugestalten. Die
BewohnerInnen haben immer das Recht zur Teilnahme an
Teamsitzungen oder auswärtigen Terminen, bei denen
über sie gesprochen wird. Mit Dritten sprechen
die MitarbeiterInnen über die BewohnerInnen nur
mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung.
-
Die BewohnerInnen werden in alle wichtigen Entscheidungen,
die das Zusammenleben im Haus betreffen, einbezogen,
zum Beispiel bei der Einstellung neuer MitarbeiterInnen
und PraktikantInnen, bei der Aufnahme von neuen BewohnerInnen,
der Gestaltung des Hauses und des Gartens oder Änderungen
der Hausordnung.
-
Mindestens die Hälfte der MitarbeiterInnen haben
selbst Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht. Bei
Neueinstellungen wird darauf geachtet, dass diese Quote
erfüllt bleibt. Für alle Entscheidungen des
Trägervereins gilt ein Vetorecht der Mehrheit der
betroffenen Mitglieder.
-
Innerhalb des Teams selbst gibt es keine Hierarchien,
Entscheidungen werden gemeinsam getroffen.
-
Im Weglaufhaus besteht die Möglichkeit, mit Hilfe
der MitarbeiterInnen ein Psychiatrisches Testament zu
verfassen, in dem die Betroffenen mit größtmöglicher
juristischer Absicherung festgelegen können, wie
sie in der Psychiatrie (nicht) behandelt werden wollen.
Aus der antipsychiatrischen Kritik folgt keine eindeutige
und detaillierte Handlungsanweisung für die Realisierung
eines alternativen Ortes zur Bewältigung tiefgreifender
sozialer und psychischer Krisen. Eine Institution, die lediglich
Theorie und Praxis der Psychiatrie mit umgekehrten Vorzeichen
zu ihrer eigenen machte, brächte sich um die Chance,
etwas ganz Anderes und Neues in ihre Praxis zu integrieren.
Deshalb ist das Weglaufhaus ein auf der Grundlage dieser Kritik
konzipierter geschützter Ort, an dem die jeweiligen BewohnerInnen
gemeinsam mit den MitarbeiterInnen und den Mitgliedern des
Vereins zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt die Praxis einer
antipsychiatrischen Institution überhaupt erst hervorbringen,
entwickeln und immer wieder revidieren.« (Weglaufhaus
»Villa Stöckle« 2000) |
Resümee
Vieles
an Angeboten haben die wenigen antipsychiatrisch ausgerichteten Gruppen verständlicherweise
nicht zu bieten. Sie haben notorisch zu wenig Geld und zu wenig MitarbeiterInnen.
Psychiatriekritische Gruppen werden in aller Regel von staatlicher Förderung
ausgeschlossen. Propsychiatrische Einrichtungen werden dagegen vom Staat und der
Pharmaindustrie mit Milliardenbeträgen bedacht. Anliegen aller psychiatriekritischer
Gruppen ist es deshalb, mit Spenden oder aktivem Engagement unterstützt zu
werden. Das mindeste ist, ihr humanistisches Anliegen zu respektieren: Menschen
in psychischen Nöten sozialer Natur nicht weiter den Anspruch auf Unterstützung
und Hilfe zu verwehren, nicht weiter stumm zuzuschauen, wie diese Menschen elektrogeschockt
oder mit synthetischen Psychopharmaka ruhiggestellt und als psychisch krank und
damit als gemeingefährlich und behandlungsbedürftig, letztlich nicht
mehr ernst zu nehmen, verunglimpft werden. Nur wenn Psychiatriebetroffene
in ihrem Streben nach Menschenrechten, rechtlicher Gleichstellung mit gesunden
und kranken Normalen und nach finanzieller Absicherung und Unterstützung
solidarisch unterstützt werden, kann sich an der jetzigen miserablen Situation
etwas ändern. Ein klarer Blick auf die bestehenden Probleme soll dabei helfen.
Angesichts der fortschreitenden Organisierung von Psychiatriebetroffenen
und der Konkretisierung der von ihnen entwickelten alternativen
Konzepte gerät eine auf der Stelle tretende alte Antipsychiatrie
in die Gefahr, sich trotz radikaler Positionen zum Bremsklotz
zu entwickeln. Die bloße Kritik an psychiatrischen Menschenrechtsverletzungen,
und mögen diese noch so drastisch sein, wird den Interessen
und Problemen vieler Betroffener, die in ihren Nöten mangels
Alternativen in der Psychiatrie Hilfe suchen, nicht mehr gerecht,
wenn Alternativkonzepte und Organisationsformen der humanistischen
Antipsychiatrie ignoriert werden.
Quellen
-
Arbeitskreis des Steering Committee on Bioethics des Europarates:
»White
Paper über den Schutz der Menschenrechte und der
Würde von Menschen, die an einer Geistes-Störung
leiden, insbesondere jener, welche als unfreiwillige Patienten
in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht sind«,
Diskussionspapier, Straßburg, 3. Januar 2000; siehe
www.bpe-online.de/infopool/recht/initiativen/white_paper/text.htm
-
Bach Jensen, Karl: »Entgiftung im großen
wie im kleinen. Für eine Kultur des Respekts«, in:
Peter Lehmann (Hg): Psychopharmaka
absetzen Erfolgreiches Absetzen von Neuroleptika,
Antidepressiva, Lithium, Carbamazepin und Tranquilizern,
Berlin: Antipsychiatrieverlag, 2., aktualisierte Auflage 2002,
S. 329-336
-
Frank, Leonard Roy: »Elektroschock«, in: Peter
Lehmann: Schöne neue Psychiatrie«, Band 1:
»Wie Chemie und Strom auf Geist und Psyche wirken, Berlin:
Antipsychiatrieverlag 1996, S. 287-319
-
Lehmann, Peter: Blinde
Flecken in der sozialpsychiatrischen Wahrnehmung,
in: Soziale Psychiatrie, 25. Jg. (2001), Nr. 1, S. 10-14
-
Lehmann, Peter: Schöne neue Psychiatrie,
Band 1: Wie
Chemie und Strom auf Geist und Psyche wirken, Berlin:
Antipsychiatrieverlag 1996a
-
Lehmann, Peter: Schöne neue Psychiatrie,
Band 2: Wie Psychopharmaka den Körper verändern«, Berlin:
Antipsychiatrieverlag 1996b
-
Lehmann, Peter: Zum
Davonlaufen Wie die Weglaufhausgruppe entstand,
in: Kerstin Kempker (Hg.): Flucht
in die Wirklichkeit Das Berliner Weglaufhaus,
Berlin: Antipsychiatrieverlag 1998, S. 30-37
-
Schott, Heinz / Rainer Tölle: »Geschichte der Psychiatrie.
Krankheitslehren, Irrwege, Behandlungsformen«, München:
C. H. Beck Verlag 2006
-
Stöckle,
Tina: Die Irren-Offensive Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation
von Psychiatrieopfern, Frankfurt a.M.: Extrabuchverlag
1983 (Wiederveröffentlichung Berlin: Antipsychiatrieverlag
2000 / 2005)
-
Szsaz, Thomas S.: Grausames
Mitleid Uuml;ber die Aussonderung unerwünschter
Menschen, Frankfurt a.M.: Fischer Taschenbuch Verlag
1997
-
Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. (Berlin): Presseerklärung
zum »Foucault-Tribunal« vom 1. Mai 1998
-
Weglaufhaus
»Villa Stöckle«: »Die Auswirkungen
der antipsychiatrischen Konzeption auf die Arbeit im Weglaufhaus«,
unveröffentlichtes Manuskript, Berlin 2000
Copyright 2001 / 2008 / 2010 by Peter Lehmann
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