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Thomas Bock
Eigensinn und Psychose – "Noncompliance" als Chance

CoverKartoniert, 192 Seiten, 12,5 x 19,5 cm, ISBN 978-3-96605-177-4. Köln: Psychiatrieverlag 2021. € 18. / Preis in sFr / lieferbar innerhalb von 3 bis 5 TagenIn den Warenkorb  [oder Bestellung mit Formular – Best.Nr. 605]
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Geschichten von eigensinnigen Patienten und kreativen psychiatrischen Wegen des Zugangs zu jungen "Ersterkrankten" und zu langfristig "Psychoseerfahrenen". Und mit einem Gespräch mit Dorothea Buck über den eigenen Sinn von Psychosen und einem Beitrag von Michaela Amering ("Hoffnung Macht Sinn. Recovery-Konzepte in der Psychiatrie") zu den ihrer Meinung nach subjektiven Voraussetzungen von Genesung. Neuausgabe mit mit weiteren Beispielen und neuen Texten. Originalausgabe 2006

Original-Verlagsinfo

Psychoseerfahrene sind in vielfacher Weise eigensinnig: Ihre Sinne gehen eigene Wege. Sie sind auf der Suche nach Eigenheit (eigenen Grenzen) und nach Sinn (Bedeutung für andere). Damit verpflichten sie nebenbei Psychotherapie und Sozialpsychiatrie zur Zusammenarbeit. Und: Viele von ihnen sind eigensinnig im Umgang mit Hilfe. Sie entwickeln ein eigensinniges Krankheitskonzept, fragen nach Sinn und Bedeutung ihrer Erfahrungen und prüfen ihr (familiäes der professionelles) Gegenüber sehr genau, wie ernst ein Beziehungsangebot gemeint ist.

Die Psychiatrie antwortet oft immer noch mit unzulänglichen Strukturen und simplen Krankheitskonzepten: Wie zwei Monster bewachen "Krankheitseinsicht" und "Compliance" das Tor zu den modernen Hilfen. "Noncompliance", die vermeintliche Verweigerung der Zusammenarbeit, erscheint als Krankheitsmerkmal, das die Prognose verschlechtert, und nicht als Ausdruck misslungener Kooperation, für die beide Seiten verantwortlich sind.

Thomas Bock erzählt in diesem Buch Geschichten von eigensinnigen Patienten – er berichtet von kreativen Wegen des Zugangs zu jungen Ersterkrankten und zu langfristig Psychoseerfahrenen. Sein Credo: Gerade von eigensinnigen Patienten können wir viel lernen über die Bedeutung von Psychosen, die notwendigen strukturellen Veränderungen der Psychiatrie, über angemessene Beziehungskultur.

Seine Schilderungen werden ergänzt durch ein Gespräch mit Dorothea Buck über den "eigenen Sinn von Psychosen" und durch eine wissenschaftliche Analyse von Prof. Michaela Amering aus Wien zu den subjektiven Voraussetzungen von Genesung: "Hoffnung macht Sinn".

Über den Autor

Prof. Dr. phil. Thomas Bock ist Professor für Klinische Psychologie und Sozialpsychiatrie, Psychologischer Psychotherapeut, seit 40 Jahren am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Autor von Fach- und Kinderbüchern. Er hat mit Dorothea Buck die Psychoseseminare und weitere trialogische Projekte gegründet und Auszeichnungen für Versorgung, Lehre und Forschung bekommen.

Weitere Publikationen von Thomas Bock und Publikationen mit Beiträgen von ihm im Antipsychiatrieversand: Vom Erfahrenen zum Experten – Peerarbeit in der Psychiatrie · EX-IN Kulturlandschaften – 12 Gespräche zur Frage: Wie gelingt Inklusion? · Sinnsuche und Genesung – Erfahrungen und Forschungen zum subjektiven Sinn von Psychosen