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Informationsseite vom 17. Januar 2023. Letzte Aktualisierung am 25. Mai 2026 Jeder und jede leidet für sich allein Berichte über das chronische Entzugssyndrom bei Antidepressiva
Bericht vom 17.1.2023Ich bin völlig verzweifelt und suche bereits seit zehn Monaten nach einem Ausweg, um der Entzugshölle zu entkommen oder die Symptome wenigstens lindern zu können. Ich habe von 2004 bis zum Januar 2022 Escitalopram in wechselnden Dosierungen verschrieben bekommen und das Präparat innerhalb von fünf Wochen schrittweise reduziert und dann vollständig abgesetzt. Seitdem erlebe ich unerträgliche Zustände, welche ich zuvor niemals in diesem Ausmaß hatte. Die starken Nebenwirkungen der Escitalopram-Einnahme zwangen mich zum Absetzen, was ich zuvor schon einmal versucht hatte, jedoch dann die Tabletten erneut wieder einnahm, da ich es nicht aushielt. Spätestens da hätten bei mir und meinem Arzt die Alarmglocken schrillen müssen, aber ich habe jahrelang einfach nur teilnahmslos geschluckt und geschluckt! Anfangs hatte ich nach dem Absetzen starke grippeähnliche Symptome, starke monatelange Übelkeit, stromschlagähnliche Empfindungen im Kopf und an anderen Körperteilen, Bewegungsstörungen, Sehstörungen, Muskelkrämpfe. Das alles hat inzwischen nachgelassen, nach nunmehr zehn Monaten Absetzzeitraum. Doch zeitverzögert hat sich eine permanente körperliche Schwäche entwickelt, vor allem in den Armen spürbar, dazu kamen unerträgliche Angstzustände, chronische Appetitlosigkeit, starker Schwindel, Verwirrtheit, Brain Fog (1) ein Gefühl der totalen Empfindungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Freudlosigkeit, es gibt keinerlei spontanen Emotionen mehr, ich kann mich für nichts mehr entscheiden, auch für die simpelsten Dinge nicht, ich überlege ewig hin und her, dazu ein starker Tinnitus, schwere Depressionen, Selbstmordgedanken, ich lebe nur noch in der Vergangenheit, habe eine starke Sehnsucht nach früheren Zeiten. Ich erlebe schon beim Aufwachen morgens immer dieses schreckliche unbeschreibliche Gefühl, das meinen Alltag so massiv einschränkt, ich bin schon das ganze Jahr überwiegend krankgeschrieben und habe auch große Angst um meine Existenz, große Zukunftsangst. Ich weiß nicht, wie lange ich diesen Zustand noch aushalten kann, ich versuche ja seit Monaten, eine Linderung zu erreichen, indem ich verschiedene Nahrungsergänzungsmittel und Phytopharmaka, also nur pflanzliche Mittel, einnehme und habe dadurch schon viel Geld ausgegeben, vergeblich. Meine Krankenkasse übernimmt ja leider keine Kosten für orthomolekulare und ganzheitliche Medizin, nur diese teuren Antidepressiva, die wurden jahrelang bezahlt! Anmerkung
(1) Beim Brain Fog (Gehirnnebel)
handelt es sich um Phänomene, die einem jegliche Konzentration
rauben und den Blick aufs Wesentliche "vernebeln". Man kann
nicht mehr klar denken und wird vergesslich. (P.L.)
Bericht vom 20.4.2023Ich hatte von 2011 bis zum September 2022 Antidepressiva eingenommen aufgrund einer schweren Depression im Jahr 2011 und von begleitenden Zwangsstörungen. Ich hatte mehrere Jahre Fluoxetin eingenommen (je nachdem zwischen 20 und 40 mg) und für einige Monate vor ungefähr 3 Jahren auch mal Paroxetin, war danach aber wieder auf Fluoxetin gewechselt. Ich habe die Einnahme letztes Jahr im September aufgrund von diversen Symptomen wie Müdigkeit, mangelhafte Regenerationsfähigkeit, Fettleibigkeit (trotz regelmäßigen Sports) Impotenz usw. beendet, da ich diese Symptome ich nach einigen Recherchen auf die Antidepressiva-Einnahme zurückführte. Das Absetzen erfolgte leider kalt, also ohne stufenweises Ausschleichen, wie es eigentlich empfohlen wird, was mir aber bis dato als Laie unbekannt war. Ich wurde von meinem Psychiater, leider niemals über die Langzeitfolgen und andere wichtige Faktoren, wie stufenweises Ausschleichen, aufgeklärt. Mittlerweile bin ich also ungefähr 7 Monate "clean" und kämpfe dennoch immer noch mit sehr schwerwiegenden Symptomen, die mein Leben erschweren und die dazu geführt haben, dass ich meinen aktuellen Beruf nur noch wenige Stunden in der Woche ausführen kann. Zu den Symptomen zählen:
Meine Frage an Sie: Können Sie mir irgendein "Hilfsmittel" nennen, was Ihrer Erfahrung nach dabei hilft, diese schlimme Phase zu überstehen? Eine erneute Einnahme dieses Nervengifts kommt für mich nicht mehr in Frage. Gibt es aus der Wissenschaft irgendwelche Erkenntnisse, was einem dabei helfen kann? Ich hatte von anderen Betroffenen gehört, dass diese es mit CBD-Öl, 5 HTP Griffonia oder L-Tryptophan versuchen. Für mich, wie für viele andere Betroffene auch, mit denen ich mich schon in diversen Foren dazu ausgetauscht habe, hat sich die Langzeiteinnahme und das Absetzen von Antidepressiva als realer Alptraum erwiesen. Aus diesem Grund wäre ich Ihnen für Tipps, Ratschläge und Erfahrungswerte jeglicher Art sehr dankbar, und wenn es auch nur der Verweis auf einen hilfreichen Kontakt oder eine nützliche Publikation ist. Bericht vom 15.6.2024Mein Name ist Christian M., bin mittlerweile 34 Jahre alt und wohne in der Nähe von Marburg in Hessen. Ich bin mit 26 in eine leichte Angststörung geraten. Dann nach 10 Monaten mit meinem psychischen Leiden wurde mit SRI angefangen: Citalopram 20 mg. Die ersten 8 Wochen der Einnahme konnte ich vor lauter unerwünschter Wirkungen wie beispielsweise Schwindel, Brainfog, Gedächnisstörungen, Körpertemperaturschwankungen, Muskelzittern, Erbrechen und vielem mehr einfach nur da liegen und alles über mich ergehen lassen. Die Symptome würden nur anfangs auftreten, bekam ich gesagt. Also ertrug ich diesen Wahnsinn. Irgendwie wurde mein Zustand auch langsam besser. Ich konnte meine Arbeit wieder aufnehmen und wurde die nächsten 3 Jahre bis Citalopram 40 mg weiter damit behandelt. Ich habe einige Änderungen in meinem Leben vorgenommen und mir ging es einfach wieder gut. Nach knapp 3 Jahren wurde es schleichend schlimmer. Anders schlimmer. Ich bekam völlig unbegründete Ängste und eine Unruhe und war sehr aggressiv. Also erfolgte meine erste stationäre Behandlung. Erstmals war ich arbeitsfähig für knapp 4 Monate. Schließlich bin ich von 40 mg Citalopram auf 20 mg Escitalopram umgestellt worden. Knapp 3 Monate ging es damit wirklich gut. Dann wieder deutlich schlechter. Mir wurde endlich bewusst warum. Es waren die Wirkungen der Antidepressiva. Kurz vor meinem 30. Geburtstag setze ich diese Substanzen auf Anraten meines Psychiaters einfach ab. Wieder ging es mir 3 Monate deutlich besser. Danach kam ein Zusammenbruch, den ich aus den ersten 8 Wochen kannte. Ich fing an, mich zu informieren, und wusste, dann ich wohl habe einen Kaltentzug gemacht. Ich nahm die Antidepressiva noch einmal, aber sie wirkten nicht mehr. Also dachte ich mir, ich kämpfe mich da durch. In Kontakt mit Peter Ansari, der mir versicherte, es dauere keine 12 Monate, war mein Entschluss gefasst. Nach knapp 11 Monaten ohne Antidepressiva brach noch mal alles richtig zusammen. Ich entschloss mich, in eine Klinik zu gehen, auch weil sich meine Familie sorgte. Ich wollte wieder leben! Stationär bin ich für 8 Wochen in der Klinik Hohe Mark gewesen. Diese hatte eigentlich einen guten Ruf. Entzug wurde da natürlich geleugnet. Dort bekam ich sogar Pro Antidepressiva Bilderbücher. Verfasser? Pharmakonzerne. Aufgrund meiner Verzweiflung hörte ich auf das Team und ließ mich nochmals auf Escitalopram und Mirtazapin für genau 6 Wochen in geringer Dosis ein. Ich wäre in der Klinik wegen der unerwünschten Wirkungen gefühlt fast gestorben beispielsweise Kreislaufzusammenbrüche, Panikattacken, Schwindel, Ohnmachtsanfälle, Körpertemperaturschwankungen, Kopfschmerzen, Muskelsteifheit, Muskelzittern und vieles mehr. Ernst genommen hat das natürlich keiner. Auf die Geschlossene Station sollte ich! Ich setze alle Psychopharmaka sofort ab und habe mich selber entlassen. Knapp 14 Tage später folgte in der Ameos Klinik in Bremen die nächste stationäre Behandlung. Allerdings ging es mir dort wie erwartet relativ gut. Es gab auch ein Gespräch mit Herrn Gonther, er war der erste, der mich ernst nahm. Er meinte aber, der Entzugsprozess könne sogar 24 Monate dauern. Ab dem Punkt war für mich klar: Ich kämpfe! Diese Psychopharmaka haben mir so viel Leid gebracht und mich erst arbeitsunfähig gemacht. Nie wieder wollte ich davon was wissen!!! Diagnosen habe ich durch den Kaltentzug mehr als genug erhalten, sei es von den Kliniken oder meinem Psychiater. Das hat nicht annähernd etwas mit dem zu tun, weswegen man mir diesen Dreck mal gegeben hat. Die Entlassung aus der Ameos Klinik ist nun 39 Monate her. Seit über 4 Jahren bin ich arbeitsunfähig und bekomme Erwerbsunfähigkeitsrente. Mit den vielen Diagnosen bin ich arbeitsunfähig geschrieben, und das nur wegen der Antidepressiva!!! Ich habe in den 39 Monaten wirklich alles erlebt, ein ständiges Auf und Ab. Mittlerweile spüre ich teilweise mich selbst wieder. Aber genauso leide ich auch noch unter ausgesprochen starken Symptomen, insbesondere unbegründeten Angstzuständen, Brainfog, Depersonalisation und Derealisation, Lustlosigkeit, die Liste ist lang. Dieser Kampf ist wirklich einfach eine äußerst grenzwertige Erfahrung. Und leider noch nicht vorbei. Aber die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben. Nicht eine Tablette, nicht mal eine des Schmerzmittels Ibuprofen habe ich seither genommen. Das Vertrauen zu Ärzten und Psychiatern ist weg. Mittlerweile stehe ich hauptsächlich über Social Media zu vielen Menschen in Kontakt, die die gleichen Probleme haben. Außer denen nimmt einen niemand wirklich ernst, egal ob Ärzte abgesehen von Herrn Gonther oder das persönliche Umfeld. Selbst ein Drogenentzug dauert nicht so lange. Der von Antidepressiva aber doch. Es kann und will einem niemand helfen, das ist wirklich zum Verzweifeln!!! Ich habe Ihren Link in einer Facebook-Gruppe gefunden und habe die Hoffnung, dass Sie mir evtl. weiterhelfen können. Seit 3 Jahren nun stecke ich in einem protrahierten Entzug von Escitalopram. Vorher habe ich einige Jahre Venlafaxin genommen und zweimal durch Schwangerschaften kalt abgesetzt. Versuchsweise wurde mir zwischenzeitlich auch Sertralin verabreicht. Ich habe eine sehr schlimme Akathisie, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Ängste, Depressionen, Panik, das Gefühl, verrückt zu werden, Gedächtnisprobleme und Übelkeit. Ich wiege bei 170 cm 43 kg und habe im letzten Jahr viele Unverträglichkeiten bekommen. Die Empfehlung der jetzigen Psychiater war eine Einweisung in eine psychosomatische Klinik, Therapie für Essstörung (die ich nicht habe) und Wiedereindosierung von Venlafaxin. Ich werde leider nicht ernst genommen. Mein Nervensystem ist aktuell so überreizt, dass ich seit Monaten nur im Haus bin. Ich wäre auch nicht in der Lage, in eine Klinik zu gehen. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum der Entzug so lange verläuft und sich verschlechtert? Gibt es evtl. einen Psychiater in meinem Umkreis, der anders arbeitet? Ich finde leider keinen Arzt, der den Entzug anerkennt, das würde mir zumindest bei der Rentenversicherung weiterhelfen. Aus deren Sicht bin ich Therapieverweigerer, und dementsprechend wird mir vermutlich keine Erwerbsminderungsrente zustehen. Ich danke Ihnen von Herzen! E.-M. G., Braunschweig Ich leide jetzt seit vier Jahren unter starken Entzugssymptomen, die sämtliche psychiatrischen Symptome inkludieren, welche ich vor der Einnahme nie hatte und jetzt in ein MCAS und CFS gemündet sind. Mittlerweile bin ich komplett ans Haus gebunden. Ich wiege bei 170 cm leider nur noch 43 kg. Aber alles, was die Ärzte mir anbieten, ist eine Ernährungsklinik oder die stationäre Aufnahme in einer Psychiatrie, weil sie an Anorexie und / oder eine Somatisierungsstörung denken. Es wäre für mich schon eine große Erleichterung, einen Arzt zu finden, der mir diesen Entzug irgendwie bescheinigen/diagnostizieren könnte. Denn so ist es eine große emotionale Belastung, und ich bekomme leider auch finanziell gar keine Unterstützung. Leider schaffe ich es aber nur ganz schwer raus, vielleicht kennen Sie ja jemanden der auch Videosprechstunden anbietet!? Zur Information: "MCAS, kurz für Mastzellaktivierungssyndrom, ist eine Erkrankung, bei der Mastzellen im Körper übermäßig und unangemessen Botenstoffe freisetzen. Diese Botenstoffe können dann eine Vielzahl von Symptomen auslösen, die verschiedene Organsysteme betreffen können." (KI) "Die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue Syndrom ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad körperlicher Behinderung führt." (Wikipedia)
Mein Name ist Mareike Hahn. Ich bin 42 Jahre alt. Ich habe 19 Jahre lang das Antidepressivum Amitriptylin in der Dosierung 125 bis 175 mg eingenommen. Überwiegend aber 175 mg. Verschrieben wurde es mir wegen Depressionen und leichten Angstzuständen. Ein wirklich völlig anderer Zustand als der jetzige. Durch die starke anticholinerge Wirkung entwickelte sich über Jahrzehnte ein Outlet-Obstipations-Syndrom, das heißt Verstopfung durch Störung am Darmausgang. Das Problem wurde nach 17einhalb Jahren extrem schlimm. Ich war kurz vor einem Darmverschluss und musste viele proktologische Untersuchungen über mich ergehen lassen. Meine Psychiaterin stellte mich innerhalb von einer Woche um von 125 mg Amitriptylin auf 45 mg Mirtazapin. Wegen anhaltender starker Darmbeschwerden wollte ich es absetzen und ich schlich es mit der Psychiaterin unter sehr schweren Entzugssymptomen innerhalb von sechs Wochen aus. Meine Psychiaterin kannte kein Mikro-Tapering. Ich hatte unter anderem Juckreiz am ganzen Körper und Hautausschlag. Meine Psychiaterin meinte, das wären ja nur Absetzsymptome. Ich genoss das Leben, bis vier Wochen später langsam alle Symptome dreimal so schlimm wiederkamen. So schwere Muskelschmerzen, dass man mich nicht auch nur leicht berühren durfte. Sie hielten sechs Monate an. Ich ging zu einer Privatärztin. Sie fand einen massiven Progesteron- Absturz, das heißt einen starken Abfall des Gelbkörperhormons, trotz regelmäßigem Zyklus und zuvor noch nie dagewesenen Wechseljahrbeschwerden. Drei Wochen, nachdem die Hormonersatztherapie wirkte, ich nach über fünf Monaten wieder schlafen konnte und meine Depression weg war, wachte ich mit Kreislaufproblemen und Schwindel auf und hatte dann für acht Stunden einen doppelt so hohen Puls wie normal. Der Schmerz zog in den Hals und den linken Arm und hörte nur mit Betablockern auf. Es brauchte fünf Wochen, bis die Herzstiche und eine leichte Depression weggingen. Acht Monate nach dem Absetzen fing es an mit starkem Blutdruckabfall. Dann kam eine so schwere Fatigue (Erschöpfung), sodass ich meinen Kopf nicht mehr heben konnte und bettlägerig war. Eine Woche später folgte zusätzlich eine schwere Depression, die wie eine Wolke innerhalb von ein bis zwei Tagen über mich kam. Dazu Insomnie (Schlaflosigkeit). Die Depression blieb länger, alles andere ging nach fünf Wochen weg. In den Monaten darauf litt ich unter Erschöpfung. Ende Dezember 2025 setzte ich die Hormone viel zu schnell ab; ich dachte, mein Körper schafft es von alleine wieder. In der folgenden Zeit wurde ich immer erschöpfter, bis es zehn Wochen später zum Crash kam: schwere Schlaflosigkeit, Gehirn-Nebel, Fatigue. Ich bin bis zu achtmal die Nacht wachgeworden und bekam daraufhin direkt Todesangst, Herzrasen, Tinnitus, Schwitzen, Zittern. Auch am Tag, wenn ich mich hinlegte. Ich nahm rasant an Gewicht ab, mein Blutdruck stieg auf 180. Ich nahm wieder Progesteron. Estradiol, ein anderes Hormonmedikament zur Regulierung der Menstruation, konnte ich nicht mehr einführen. Es verschlimmerte meine Symptome, weil es auf das Zentrale Nervensystem anregend wirkt. Durch das Progesteron ging die extrem starke Übererregung weg. 17 Monate nach dem Absetzen, seit über drei Monaten, bin ich arbeitsunfähig: wegen Gehirn-Nebel, Benommenheit, Gefühlsverflachung, extrem gestörtem Schlaf, Belastungsintoleranz, Kopfschmerzen, Schwindel und Erschöpfung. Ich habe keinerlei ärztlichen Rückhalt. Mein Outlet-Obstipations-Syndrom wird mir wohl ein Leben lang erhalten bleiben. Das Amitriptylin hat meinen Enddarm zerstört. Außerdem hat das Antidepressivum meinen Testosteronspiegel um den dreifachen Faktor steigen lassen und ich habe dadurch Bartwuchs bekommen. Nach dem Absetzen habe ich zweimal meinen Testosteronspiegel testen lassen. Er ist innerhalb von 16 Monaten auf den Normalwert gesunken. Meine Fußnägel waren unter Amitriptylin immer verdickt und verfärbt. Ich hatte sie auf den Verdacht auf Nagelpilz testen lassen, der Test fiel allerdings negativ aus, vermutlich lag ein Nährstoffmangel zugrunde. Sie wachsen jetzt gesund nach. Das Allerschlimmste neben meinen massiven gesundheitlichen Schäden ist die Reaktion und Behandlung durch das Fachpersonal, mit eingeschlossen mein ehemaliger Psychologe und mein Umfeld. Und die Aussage meiner Psychiaterin, die Schäden hätten nichts mit ihrer Behandlung mit Amitriptylin zu tun, setzte allem die Krone auf. Das war die Kurzgeschichte. Ich könnte noch wesentlich ausführlicher berichten. |