Werner Tschan
Missbrauchtes Vertrauen – Sexuelle Grenzverletzungen in professionellen Beziehungen. Ursachen und Folgen

CoverKartoniert, XXII + 336 Seiten, 19 Abbildungen, 17 x 24 cm, ISBN 978-3-8055-7804-2. Basel usw.: Karger Verlag, 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2005. € 82.39 / Preis in sFr / lieferbar innerhalb von 7-14 Tagen In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Übersichtliche, nüchterne und knappe Führung durch historische, juristische, psychologische und traumatologische Aspekte von sexuellem Missbrauch in professionellen Abhängigkeitsverhältnissen durch W. Tschan, Schweizer Psychiater und Psychotherapeut – verfasst aus der Perspektive der Opfer und mit eingehender Widmung der Täter, denn "Täterbehandlung ist Opferschutz". Originalausgabe 2001

Original-Verlagsinfo

Dass Helfer selbst zu Tätern werden, scheint unfassbar. Tatsache ist es dennoch. Psychotherapeuten, Psychiater, Psychologen, Seelsorger, Lehrer und Trainer sind nur einige der Berufsgruppen, die eine strukturelle Machtposition gegenüber ihrer Klientel innehaben. Diese Position macht manche Fachleute anfällig für Fehlverhalten und Machtmissbrauch, indem sie das Vertrauensverhältnis zur Befriedigung eigener sexueller Bedürfnisse ausnützen.

In diesem Buch werden Ablauf und Folgen von Grenzverletzungen aus unterschiedlichen Perspektiven aufgezeigt und Grundkenntnisse aus der Forensik, Traumatologie, angewandten Ethik, Sexualmedizin, Präventivmedizin und den Rechtswissenschaften vermittelt. Für die Praxis werden das 5-Schritte-Programm zur Opferhilfe, das Boundary-Training als Rehabilitationsmodell für Täter-Fachleute sowie Lösungsansätze für Institutionen und Behörden vorgestellt.

Das Thema "Grenzverletzungen" richtet sich nicht nur an Psychotherapeuten, Psychiater, Psychologen, Beratungsstellen und Behörden, sondern ist durch die transdisziplinäre Darstellung von grossem Interesse für Juristen, Gerichtsbehörden, Lehrer und in der Erwachsenenbildung Tätige, Seelsorger und Kirchenbehörden, Pflegepersonal und Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie für die interessierte Öffentlichkeit

Rezension

Übersichtlich, nüchtern und knapp, aber keineswegs oberflächlich oder unparteiisch, führt der Autor - Schweizer Psychiater und Psychotherapeut – durch historische, juristische, psychologische und traumatologische Aspekte von "PSM", sexuellem Missbrauch in professionellen Abhängigkeitsverhältnissen. Ob im Krankenhaus, der Kirche, dem Militär, in der Therapie, dem Kinderheim oder dem Sportverein, im weiten Feld zwischen Belästigung und Vergewaltigung, wo die Grenzen gerne verwischt werden, helfen Klarheit und Differenzierung. Aus der Perspektive der Opfer schreibt der Autor und widmet sich dabei ebenso eingehend den Tätern, denn "Täterbehandlung ist Opferschutz". (Kerstin Kempker, FAPI-Nachrichten)