Kai Spiegelhalder / Jutta Backhaus / Dieter Riemann
Schlafstörungen

CoverKartoniert, VI + 82 Seiten, mit 2 Einsteckkarten, 16,5 x 24 cm, ISBN 978-3-8017-2345-3. Göttingen: Hogrefe Verlag, 2., überarbeitete Auflage 2011. € 19.95 / sFr 23.95 / sofort lieferbar In den Warenkorb
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Beschreibung der verschiedenen Formen von Schlafstörungen. Mit sogenannten evidenzbasierten Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie, insbesondere kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden und progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Originalausgabe 1999

Original-Verlagsinfo

Die Neubearbeitung des Buches liefert evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen und berücksichtigt dabei aktuelle Forschungsergebnisse.

Zahlreiche Menschen leiden unter Insomnien wie Ein- und Durchschlafstörungen oder einem nicht erholsamen Schlaf und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit oder Tagesbefindlichkeit. Der Band liefert evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Schlafstörungen.

Der Band stellt verschiedene Formen von Schlafstörungen vor, präsentiert allgemeine Erkentnisse zum Thema Schlaf und geht auf Theorien zur Entstehung von Insomnien ein. Das diagnostische Vorgehen bei Schlafstörungen mit Hilfe von Fragebögen und technischen Untersuchungen wird erläutert, bevor verschiedene therapeutische Maßnahmen zur Insomniebehandlung detailliert beschrieben werden. Die Interventionen umfassen Psychoedukation, Entspannungsverfahren, verhaltenstherapeutische Techniken, wie z.B. die Stimuluskontrolle oder die Schlafrestriktion, sowie kognitive Methoden wie Gedankenstopp.

Abschließend werden Ergebnisse zur Wirksamkeit der vorgestellten therapeutischen Techniken sowie zur weit verbreiteten medikamentösen Behandlung von Insomnien verglichen. Dabei wird deutlich, dass psychotherapeutische Verfahren kurzfristig ähnlich effektiv sind wie medikamentöse Therapien. Langfristig zeigt sich sogar eine Über - legenheit der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Techniken. Die Neubearbeitung des Bandes berücksichtigt die zahlreichen neuen Forschungsergebnisse.

Über die Autorin und Autoren

Dr. phil. Dr. rned. Kai Spiegelholder, geb. 1977. 1998-2004 Studium der Psychologie und 2001-2008 Studium der Humanmedizin in Freiburg. 2008 Promotionen im Bereich Schlafforschung. Seit 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt im Schlaflabor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg.

Prof. Dr. Jutta Backhaus leitet die Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und Biopsychologie am Institut für Psychologie der Universität Bonn.

Prof. Dr. Dipl. Psych. Dieter Riemann ist Professor für klinische Psychologie und Psychophysiologie sowie Sektionsleiter an der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik Freiburg. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte umfassen die Thematik von Schlaf und Lernen sowie Gedächtnis, insbesondere bei verschiedenen Formen von Schlafstörungen.

Weitere Bücher von Dieter Riemann im Antipsychiatrieversand: Ratgeber Schlafstörungen – Informationen für Betroffene und Angehörige

Rezension

"Da Schlafstörungen schon so manchen in den Wahnsinn oder die Psychiaterpraxis getrieben haben, sind Bücher zur Linderung und zum Verständnis von Schlafstörungen für Psychiatriebetroffene extrem wichtig. Das vorliegende, für Profis geschriebene Buch beschreibt die vielen unterschiedlichen Formen und Ursachen von Schlafstörungen, wozu auch "Neben"-Wirkungen diverser Psychopharmakagruppen zählen. Aus unerfindlichen Gründen werden Neuroleptika als Verursacher von Schlafstörungen nicht erwähnt, obwohl diese laut "Rote Liste" bei vielen Vertretern dieser Substanzgruppe auftreten können. Es folgen Erläuterungen zur Physiologie des Schlafes, dann wendet sich die Autorengruppe den Behandlungsmöglichkeiten zu, sowohl synthetischen als auch naturheilkundlichen Psychopharmaka. Dabei wird vor einer sich möglicherweise entwickelnden Abhängigkeit von Benzodiazepinen gewarnt, eine mögliche Abhängigkeit von Antidepressiva allerdings in Abrede gestellt. Nichtsdestotrotz favorisiert die Autorengruppe kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden (Stimuluskontrolle, Schlafrestriktion, Gedankenstopp, Schlafhygiene usw.) sowie progressive Muskelentspannung und weitere Entspannungstechniken. Im anschließenden Vergleich weist die Autorengruppe nach, dass therapeutischer Verfahren langfristig wirksamer sind als das Einwerfen von Pillen. Eine Anleitung zur progressiven Muskelentspannung, der Pittsburgher Schlafqualitätsindex, womit man seine Schlafqualität ermitteln kann, samt Auswertungsbogen sowie eine Vorlage für ein Abend- und Morgenprotokoll schließen das Buch ab." (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)