Barbara Simonsohn
Hyperaktivität – Warum Ritalin keine Lösung ist. Gesunde Strategien, die wirklich helfen

CoverTaschenbuch, 288 Seiten, 12,5 x 18 cm, ISBN 978-3-442-14204-0. München: Goldmann Verlag 2001. € 8.50 / sFr 12.75 / sofort lieferbar In den Warenkorb
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Über hilfreiche gesunde Strategien

Original-Verlagsinfo

Eine knappe Million Kinder in Deutschland, darunter rund 80 Prozent Jungen, haben »ADS«, Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität. Viele von ihnen bekommen Ritalin, ein Stimulanz, mit zum Teil fatalen Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Depressionen, Tics und auf Dauer eine Behinderung des Körper- und Gehirnwachstums aufgrund der Hemmung von Prolaktin, einem Wachstumshormon. Die Autorin Barbara Simonsohn beschreibt in ihrem spannend geschriebenen Buch, welche Nebenwirkungen Ritalin hat, und dass es sich um keine Ursachentherapie, sondern eine Zudeckmethode handelt: nach Absetzen von Ritalin, das wegen seines Suchtpotentials unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und in Drogenkreisen als »Speed« gehandelt wird, sind die Probleme des Kindes meist noch schlimmer. Der Grund: der körpereigene Speicher von Neurotransmitter ist durch die dauernde Aktivierung erschöpft, und: Medikamente sind Vitalstoffräuber. Kinder sind in der Regel noch nervöser, aggressiver und unaufmerksamer.

Die Autorin lässt es nicht bei Kritik an der Verschreibung von gefährlichen Psychopharmaka bewenden, sondern zeigt ursachenorientierte und gesunde Alternativen auf. Neben einer Vollwerternährung möglichst aus Bio-Anbau hat sich als einzelnes Nahrungsmittel zum Ausgleich von Vitalstoffdefiziten im kindlichen Gehirn besonders die wildwachsende AFA-Alge bewährt. In unseren Lebensmitteln ist nicht mehr das an Nährstoffen drin, was drin sein sollte, und am meisten leidet darunter das Gehirn von Heranwachsenden. Barbara Simonsohn bezieht sich nicht nur auf kanadische und amerikanische Studien, sondern hat auch selbst eine Studie mit 44 Familien durchgeführt, die über einen Zeitraum von zehn Wochen kostenlos die AFA-Alge zur Verfügung gestellt bekamen. Über die sehr ermutigenden Ergebnisse berichtet sie in ihrem neuen Buch. Daneben zeigt sie, was Eltern zu Hause und Lehrer in der Schule tun können, um betroffene Kinder zusätzlich wirksam zu unterstützen. Dazu gehören Entspannungsübungen, schadstofffreies Trinkwasser, allergiefreie Ernährung, mehr Rücksichtnahme auf die Besonderheiten von Jungen, ein positives Bild von Kindern, mehr sportliche Betätigung und mehr »quality time« mit den Kindern. Der Autorin ist ein spannendes Handbuch mit vielen praktischen Tipps gelungen, das nicht nur ADS-Kindern hilft, sondern auch das Familienleben und den Schulalltag verbessert, wovon alle Beteiligten profitieren können.

Die Autorin

Barbara Simonsohn, geboren 1954 in Hamburg, studierte Sozialwissenschaften und erwarb ein Diplom in Politologie. Sie gab Umweltkurse an der Hamburger Volkshochschule, lernte biologischen Land- und Gartenbau und beschäftigte sich intensiv mit dem Thema Ernährung. Zu ihren Veröffentlichungen gehören: »Papaya – Heilen mit der Wunderfrucht«, »Gerstengras«, »Stevia« und »Die Heilkraft der Afa-Alge«.

Informationen über die aktuellen Projekte mit Barbara Simonsohn, die aktuellen Veranstaltungen mit ihr und ihre neuesten Artikel finden Sie auch im Internet WWW.BARBARA-SIMONSOHN.DE.

Inhaltsverzeichnis

Einführung
Von den Kindern
Einleitung

Meine persönlichen Erfahrungen mit einem Kind mit Aufmerksamkeitsstörungen
Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen – Situation und Ursachen
Das ADS-Syndrom – Situation und Zahlen
ADS/ADHD: ein Mythos?
Indigo-Kinder: die Kinder von morgen sind unter uns!
Jungen – warum sie mehr von ADS betroffen sind, und wie sie behandelt werden sollten
Der Zusammenhang zwischen Umweltgiften und Hyperaktivität, Lern- und Verhaltensstörungen bei Kindern
Unser Trinkwasser kann gefährlich für Kindern sein und zu ADS-Symptomen wie Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität führen. Situation und Auswege.
Allergien – fast alle Kinder mit Verhaltens- und Lernproblemen sind betroffen
Phosphat-Überempfindlichkeit – eine Ursache von Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität bei Kindern?
ADS – Wo liegt die Ursache, wo die Wirkung?

Ritalin – eine bittere Pille
Ritalin – die Situation
Wie wirkt Ritalin?
»Ich mag die blöden Pillen nicht.« Wie Kinder Ritalin finden
Die Nebenwirkungen von Ritalin
Kurzfristige Nebenwirkungen von Ritalin auf der körperlichen Ebene
Langfristige Nebenwirkungen von Ritalin auf der körperlichen Ebene
Kurzfristige und langfristige Nebenwirkungen von Ritalin auf der seelischen Ebene
Die Behandlung von Ritalin aus spiritueller Sicht
Macht Ritalin süchtig?
Erhöht Ritalin die Gewaltbereitschaft von Kindern?
Persönliche Erfahrungen einer Erwachsenen mit Ritalin
Der Fall Casey Jesson
Judy Garland (1922-1969), ein Ritalin-Opfer
Ciba-Geigy: wie die Pharma-Industrie Ritalin puscht
Kinderärzte und Kinderneurologen – seien Sie als Eltern wachsam!
Das Drama der Hochbegabten: oft unerkannt und mit Ritalin ruhiggestellt!
Eine Zusammenfassung von »Talking Back to Ritalin« von Dr. Breggin
Leserbrief an »Bild am Sonntag«
Brief an das Landeskriminalamt Hamburg
Flugblatt: »Psychiatrie: Hände weg von unseren Kindern!« (KVPM)

Wie die richtige Ernährung Kindern – und Eltern – helfen kann
Die Rolle der Ernährung bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität
Warum die Afa-Alge eine große Hilfe für ADS-Kinder sein kann
Internationale Studien belegen: Die Afa-Alge hilft Kindern mit ADS
Meine eigene Afa-Algen-Studie
Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen
Welche Probleme hatten die betroffenen Kinder? Und wie konnte ihnen die Afa-Alge helfen? Einige Fallbeispiele
Verhalten zu Hause
Verhalten im Kindergarten und Schule
Welche Unterschiede hat der Elternteil erlebt, der die Afa-Alge zusammen mit seinem Kind nahm?
Welche Inhaltsstoffe sind für diese positiven Auswirkungen verantwortlich?
Wie die Afa-Alge bei Kindern mit ADS auf der spirituellen Ebene wirkt
Erfahrungsbericht einer betroffenen Mutter
Das richtige Frühstück und Ernährungstipps für hyperaktive Kinder
Warum Gerstengrassaft für Kinder mit ADS so wichtig ist

Weitere Strategien, die bei ADS helfen
Bauen Sie das Selbstwertgefühl Ihres Kindes auf!
Helfen Sie Ihrem Kind, soziale Kompetenz zu entwickeln
Warum Familientherapie manchmal eine gute Idee ist
Halten Sie Familientreffen ab!
Kinder brauchen Grenzen
Erwägen Sie, die Schule zu wechseln
Wie die Klassische Homöopathie Kindern mit ADS-Symptomen helfen kann
Bachblüten: sanfte Hilfe für Kinderseelen
»Lebensquell Schüsslersalze« – die 12 bewährten Selbstheilungsmittel für hyperaktive Kinder
Berührung, wichtig für Beruhigung und Harmonie
Warum Meditation, das authentische Reiki und bestimmte Musik für ADS-Kinder so hilfreich sind
Sport und körperliche Bewegung – für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen ein »Muss«!
Die Fünf »Tibeter« für Kinder – warum besonders Kinder mit ADS davon profitieren
Beschränkung von Fernsehen und Computerspielen
Warum der Zugang zu einem Computer für hyperaktive Kinder gut ist
»Eyelights« aus den USA zur Harmonisierung der Gehirnfunktionen
In Räumen mit Vollspektrumlicht sind Kinder aufmerksamer, ausgeglichener, klüger und gesünder
Salzkristalllampen – für Kinder mit ADS eine Wohltat!

Schlussteil
Plädoyer für eine neue Familienpolitik, welche diesen Namen verdient
Bücher, die weiterhelfen
Firmenporträts von Afa-Algen-Anbietern, die sich an der Afa-Algen-Studie beteiligten
Zur Person: Barbara Simonsohn
Literaturliste

Leseprobe

ersönliche Erfahrungen Mein Sohn Michael, jetzt zwölf, brachte es in der Grundschule fertig, ohne Schultasche zum Unterricht zu erscheinen. Beim Aufräumen seines Zimmers half ihm seine dreijährige Schwester, die ihr Zimmer locker in fünfzehn Minuten aufgeräumt hatte. Michael war dazu nicht in der Lage, weil er sich immer wieder »verspielte«. Irgendein Spielzeug reichte, um ihn vergessen zu lassen, dass er eigentlich dabei war, sein Zimmer aufzuräumen. Michael ist nicht dumm, sondern mit einem Intelligenzquotienten von 122 sogar überdurchschnittlich intelligent. Scherzhaft nannten wir ihn »zerstreuter Professor«, und manchmal sagte ich im Spaß zu ihm: »Vergiss nur nicht mal dich selbst!« Wenn er Schularbeiten machte, dauerten sie oft Stunden, und er war ständig dabei, auf seinem Stuhl zu kippen oder Radiergummis in der Hand zu zerbröseln. Von seinen Lehrern wurde Michael als »Tagträumer« und »Klassenclown« erlebt. Er bereicherte den Unterricht zwar oft durch witzige Ideen und phantasievolle Beiträge, folgte ihm aber häufig auch nicht, meistens aus Langeweile. Vielfach hieß es in seinem Zeugnis: »Michael könnte wesentlich mehr leisten, wenn er sich besser konzentrierte und kontinuierlicher mitarbeitete.« Vielleicht kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor, wenn Sie selbst ein hyperaktives oder ein Kind mit Aufmerksamkeitsstörungen haben. Auf dem Gymnasium hatte Michael Probleme mit einem Lehrer sowie mit dem Lerntempo, in dem der Unterricht ablief, und er versuchte, als Klassenclown die Aufmerksamkeit zu erregen, die andere Kinder aufgrund guter schulischer Leistungen bekamen. Wenn es eine Raufereigab oder irgendein Schuldiger für eine Missetat gesucht wurde, verdächtigte man erst einmal Michael. Mein Sohn hatte dann irgendwann nicht mehr die Kraft, sich gegen oft ungerechte Vorwürfe zu wehren, sondern versuchte, die negativen Erwartungen zu erfüllen, die man in ihn setzte. Er war das »schwarze Schaf« der Klasse. Michaels Schulleistungen und Verhalten verbesserten sich dramatisch innerhalb von etwa zehn Tagen, als er anfing, täglich 2Gramm Afa-Algen zu nehmen. Es gibt jetzt ganze Tage, an denen er sich nicht mehr mit seiner kleinen Schwester streitet. Früher waren »Kabbeleien«, etwa auf längeren Autofahrten, an der Tagesordnung. Nach einem Wechsel auf eine Privatschule hat er endlich Lehrer, die willens sind, ihn zu motivieren, und er zählt jetzt auf dem Gymnasium zu den besten Schülern. Noch immer ist Michael ein manchmal frecher Junge und nicht gerade »pflegeleicht«, aber wer problemlose Kinder will, sollte sich lieber Puppen anschaffen. Gerade heute musste er zum Beispiel nachsitzen, weil er gestern mit Papierkügelchen im Unterricht geworfen hatte. Michaels Energie und Kreativität sind jetzt meistens in konstruktiven Bahnen kanalisiert. Er verwendet viel Zeit für das Zeichnen origineller Bilder und sein Training in verschiedenen Sportarten. Er ist stolz darauf, sich mit einem Bettler angefreundet zu haben, und schmust und spielt hingebungsvoll mit seinem kleinen Kater. Wenn es nach einem bekannten Hamburger Kinderneurologen gegangen wäre, würde Michael jetzt schon ein Jahr lang Ritalin nehmen. Seit über einem Jahr bekommen wir alle zwei Monate ein neues Rezept, und nicht einmal wollte der Arzt mich sprechen oder meinen Sohn sehen, um zu beurteilen, wie Ritalin bei ihm wirkt oder ob er es überhaupt noch braucht. Von einer weiteren Maßnahme war sowieso nie die Rede, weil alle anderen Therapien, einschließlich Ernährung, angeblich nichts brächten. Ritalin sei »harmlos wie Aspirin«. Es macht mich sprachlos, dass Kinder dieses Medikament von einigen Ärzten so leichtfertigverschrieben bekommen und dass so lange ständig Rezepte nachgeliefert werden, obwohl in Psychiatrie-Lehrbüchern ausdrücklich vor einer Dauerbehandlung und einer Suchtgefahr gewarnt wird.