Hans L. Siemen Kartoniert,
248 Seiten, 14,5 x 20,5 cm, ISBN 978-3-925499-27-2. Frankfurt am Main: Mabuse
Verlag, 2. Auflage 2011. € 24.90 / sFr 29.90 / sofort lieferbar
Aus dem Inhalt | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht Durch präzise Quellen gestützte Abrechnung mit der Psychiatrie als ideologischer und praktischer Wegbereiterin von Massenmord während des Faschismus sowie von moderner Wehrertüchtigung (Eliminierung von Panikpersonen). Originalausgabe 1982 Original-Verlagsinfo Dem Werdegang der Psychiatrie in diesem Jahrhundert sind unzählige Menschen zum Opfer gefallen. Sei es, dass sie als 'Erbkranke' durch Zwangssterilisation verstümmelt, als Psychopathen in die nationalsozialistischen Konzentrationslager überwiesen oder als 'Lebensunwerte' ermordet wurden. Und eben diese oft grausamen Kapitel ihrer Vergangenheit will die heutige offizielle Psychiatrie nicht wahrhaben, nicht als Teil ihrer Geschichte begreifen, sie sind vergessen, werden verleugnet. Die Mauer des Schweigens gegenüber dem Leiden und Sterben vieler Menschen scheint ausgesprochen stabil. Unsere politische und moralische Pflicht gegenüber den Opfern der Psychiatrie ist es, dieses Schweigen zu durchbrechen. Soll das Leiden so vieler Menschen nicht völlig sinnlos gewesen sein, so muss es für uns zur Verpflichtung werden, die Geschichte der Psychiatrie zu begreifen, zu klären, welche Strukturen, welche Praxis und welche Theorie das Grauen möglich machten. Nur so werden wir in der Lage sein zu sehen, was sich heute entwickelt, fähig sein, unsere Position in und gegen diese Wissenschaft zu bestimmen. Denn schon wieder werden in Gestalt der "Wehrpsychiatrie" neuerliche Grauen vorprogrammiert.
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