Brigitte Schwaiger
Fallen lassen

CoverGebunden mit Schutzumschlag, 115 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, ISBN 978-3-7076-0082-7. Wien: Czernin Verlag 2006. € 19.80 / sFr 23.80 / sofort lieferbar In den Warenkorb
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Präzise und schonungslose biographische Beschreibung einer 30 Jahre währenden psychiatrischen Leidensgeschichte der Autorin des bekannten Romans "Wie kommt das Salz ins Meer". Ein Leben mit Borderline, Stimmenhören, Depression, Suizidalität zwischen "Ich bin eine öffentliche Person" und "Ich verdiene es nicht zu atmen"

Original-Verlagsinfo

"Nach vielen Romanen und Erzählungen auch nach ihrem Sensationsbestseller 'Wie kommt das Salz ins Meer' und nach mehreren Theaterstücken hat Brigitte Schwaiger zum Erstaunen der literarischen Welt vor ungefähr einem Jahr begonnen, zum Teil im Spectrum der Presse veröffentlichte Texte über sich selbst und zwar als Patientin der Psychiatrie auf der 'Baumgartner Höhe' zu schreiben. Es geht dabei nicht nur um ihre eigene Befindlichkeit, ihre Depressionen und Süchte, ihren persönlichen 'Zustand' also, sondern auch um den Zustand der (österreichischen) Psychiatrie. Der Schreibimpuls ist dabei kein pathologisch-exhibitionistischer, sondern ein humanitärer und idealistischer. Was sie in ihren Aufsätzen berichtet, ist nicht nur deshalb von Belang, weil es eine ausgewiesene und erfolgreiche, jetzt aber in Bedrängnis gekommene Prominente schreibt. Es besticht durch seine 'Authentizität', einen selbst auferlegten Verzicht von Stilisierung und Literarisierung, auch (falschen) Rationalisierungen, durch Schonungslosigkeit sich selbst gegenüber, frei von Attitüden, aber auch von Selbstmitleid und macht aufs Äußerste betroffen. Schwaiger enttabuisiert nicht nur das Leiden, sondern auch die Kunst." (Alois Brandstetter, Klagenfurt)

Rezension

"Mit ihrem Roman "Wie kommt das Salz ins Meer" war die Autorin vor 30 Jahren in aller Munde. Ebenso lange ist sie in psychiatrischer Behandlung. Präzise und schonungslos gegen sich und alle beschreibt sie das Leben in der Psychiatrie (Wien, Baumgartner Höhe, bis 2005) und in der Krankheit (sie nennt es Borderline, Stimmenhören, Depression). Wer "den Suizid intus" hat, hat nichts zu verlieren und keinen Grund mehr zu Rücksicht oder Vorsicht. Wer erfahren will, wie schwer es sich lebt zwischen "Ich bin eine öffentliche Person" und "Ich verdiene es nicht zu atmen", entweder psychiatrisch gedemütigt und zusammengepfercht mit anderen, Feinsinnigen und Grobianen, missglückten Suiziden und Gewalttätigen, oder aber allein mit der Angst und Erinnerung in der eigenen Wohnung, sollte dies Buch lesen. Ein verzweifelter und gleichzeitig hellwacher Text." (Kerstin Kempker, FAPI-Nachrichten)