Sabine Richebächer Gebunden
mit Schutzumschlag, 400 Seiten, zahlreiche schwarz-weiße Abbildungen, 14,5
x 22 cm, ISBN 978-3-908777-14-4. Zürich: Dörlemann Verlag 2005.
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Über die Autorin | Pressestimmen | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht | home Biographie der von den Nazis ermordeten russischen psychiatriebetroffenen Psychoanalytikerin, deren Psychoseverständnis weit über die eingeschränkten Theorien Freuds und seiner Kollegen hinausging Original-Verlagsinfo Am Abend des 17. August 1904 wird eine junge Russin mit allen Anzeichen einer Hysterie ins Burghölzli, die Zürcher Irrenheilanstalt, eingeliefert. Für C.G. Jung bietet sich die Gelegenheit, an Sabina Spielrein zum ersten Mal Freuds Methode auszuprobieren. Die Therapie schlägt an, und noch aus dem Burghölzli heraus nimmt die wissensdurstige Patientin ein Medizinstudium auf. Als Jung und sie ein leidenschaftliches Liebesverhältnis beginnen, hat die Psychoanalyse ihren ersten Skandal. Diese große Biographie Sabina Spielreins erzählt, wie aus dem jüdischen Mädchen aus Rostow am Don eine eigenständige Wissenschaftlerin ersten Ranges wird, eine Pionierin in der Erforschung der kindlichen Seele. Ein unruhiges, mutiges und bewegendes Leben, das unter Hitlers Mordkommandos ein frühes und tragisches Ende nimmt. Die Geschichte von Sabina Spielrein und Jung ist in Italien unter dem Titel Prendimi l’anima verfilmt worden, und der berühmte englische Dramatiker Christopher Hampton hat darüber ein Theaterstück mit dem Titel The Talking Cure, deutsch Die Methode, geschrieben. Über das Leben von Sabina Spielrein drehte Elisabeth Martón einen Dokumentarfilm: Ich hiess Sabina Spielrein. Sabine Richebächer, geboren in Düsseldorf, betreute viele Jahre die Rubrik »Psychologische Neuerscheinungen« der Neuen Zürcher Zeitung. Sie hielt außerdem zahlreiche Vorträge über Außenseiter der Psychoanalyse wie Wilhelm Reich, Otto Fenichel und Otto Gross. 1999 wurde sie für einen Vortrag über Sabina Spielrein angefragt. Das Thema erwies sich als so ergiebig, daß gleich mehrere Vorträge daraus entstanden, ein Artikel über Spielrein in der NZZ, ein längerer Beitrag über die Pionierin der Psychoanalyse im Band Das Unbewusste in Zürich, der auch ins Englische übersetzt wurde. Da bei diesem Beitrag viele Fragen zum Leben Spielreins zwangsläufig offenbleiben mußten, vertiefte sich Sabine Richebächer in weitere Forschungen, deren Ergebnis die vorliegende Biographie ist. Sabine Richebächer lebt als Autorin und Psychoanalytikerin in Zürich. »Das ist die Biographie, auf die man seit Jahren gewartet hat!« Gunhild Kübler, Literaturclub »Pionierin der Kinderpsychologie – Sabina Spielrein wird endlich aus der Skandalecke der Psychoanalyse herausgeholt.« Sabina Meier, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag »Sabine Richebächer zeichnet Leben und Werk Spielreins behutsam nach, dabei entsteht en passent ein Zeitporträt, das auch außerhalb psychoanalytischer Kreise auf Interesse stoßen dürfte.« Guido Kalberer, Tages-Anzeiger »Hochverdienstlich bei Richebächer neben der ausführlichen Einbeziehung der zeitgeschichtlichen Kontexte - etwa des Frauenstudiums in Zürich - die Betonung der Rolle Spielreins als Pionierin der Kinderanalyse lange vor Anna Freud und Melanie Klein und einer kognitions- und sprachwissenschaftlich kundigen Psychoanalyse.« Ludger Lütkehaus, NZZ »Sabine Richebächer hat nun eine sehr gut lesbare Biographie geschrieben, die den historischen Kontexten der frühen psychoanalytischen Bewegung auf der Spur ist und jenseits der Psychoanalytikerin Spielrein deren kompliziertes Hin und Her zwischen Orten und Menschen ebenso wie ihr schreckliches Ende beschreibt.« Jutta Person, Literaturen »Packend erzählt Sabine Richebächer das Leben einer außergewöhnlichen, hoch intelligenten Frau in einer schwierigen, unberechenbaren Welt. Sie zeigt, wie sich Sabina Spielrein in ihrem Wissensdrang niemals an ihre wechselnde Lebensrealität angepasst hat. Mit der Erweckung von Spielreins Schicksal, das stellvertretend für eine ganze Generation von frühen, emanzipierten Wissenschafterinnen stehen kann, zeigt sie der Leserschaft ein eindrückliches, manchmal auch schmerzhaftes Bild unserer Geschichte.« Brigitta Schmid, St. Galler Tagblatt »In emphatischem Ton, jedoch nie die nötige Distanz verlierend, gelingen Richbächer lebensvolle, berührende Bilder. So liest sich diese Biographie einer schillernden Persönlichkeit und hoch begabten Wissenschafterin wie ein packender Roman.« Barbara Peter, FACTS »Ich habe die Biographie Sabina Spielreins, in der sie endlich nicht mehr nur im Schlagschatten C. G. Jungs steht, mit großer Spannung und Bewegung gelesen.« Urs Widmer |