Thomas Ratajczak / Christoph M. Stegers
Medizin-Haftpflichtschäden – Ausgewählte Entscheidungen und Hinweise für die praktische Fallbearbeitung

CoverGebunden mit Schutzumschlag, im Schuber, XXVII + 940 Seiten, 14,6 x 21 cm, ISBN 978-3-8114-0289-8. Heidelberg: C. F. Müller Juristischer Verlag 1989. € 126.80 / sFr 152.20 / Lieferfrist · lieferbar innerhalb von ca. 3 Tagen In den Warenkorb
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BRD. Einführung in die Techniken der Bearbeitung eines Medizinhaftpflichtfalles und Vermittlung der Grundlagenkenntnisse, mit vielen Hinweisen zu Einzelfragen

Original-Verlagsinfo

Arzthaftpflichtsachen stellen den Praktiker zumeist vor die Aufgabe, den medizinischen Sachverhalt aufzubereiten und die einschlägigen Judikate zu erschließen. Das vorliegende Hand- und Fallbuch erleichtert ihm diese Arbeitsschritte um ein Wesentliches und bietet Hilfestellung in mehrfacher Hinsicht: So führt der Allgemeine Teil in die Techniken der Bearbeitung eines Medizinhaftpflichtfalles ein und vermittelt dem Benutzer die nötigen übergreifenden Grundlagenkenntnisse, gibt aber zugleich viele wertvolle Hinweise zu Einzelfragen. Ein Mandantenstamm- und Ermittlungsbogen sichern die Erfassung des häufig komplexen Sachverhalts und dessen anschließende Reduzierung auf alle voraussichtlich relevanten Rechtstatsachen. Nahezu 120 Entscheidungen informieren über die spezifischen materiell-rechtlichen und prozessualen Gesichtspunkte.

Der Besondere Teil versammelt in 23 Kapiteln mehr als 400 Judikate, die medizinisches und juristisches Spezialwissen, z. B. Fragen der Anamnese, Diagnose, Indikationsstellung, Komplikationen, also zur Behandlungs-, Aufklärungs- und Organisationsrüge vermitteln. Die systematische Gliederung der Entscheidungen erfolgt nach medizinischen Aspekten anlehnend an die neue MusterWeiterbildungsordnung für Ärzte. Zusätzliche Kapitel befassen sich gebietsübergreifend mit invasiver Diagnostik, Nervenverletzungen und Pflegeversäumnissen.

Umfangreiche Register ermöglichen das schnelle Auffinden der einschlägigen Entscheidungen. Diese wurden in den Gründen durchgängig - in engster Anlehnung an den originalen Wortlaut - komprimiert und im Sachverhalt grundsätzlich gekürzt, stets aber ergänzt, wo es zum besseren Verständnis erforderlich ist. Systematische Querverweise schaffen den Bezug zwischen zahlreichen Urteilen des Allgemeinen Teils und jenen des Besonderen Teils. Es ist so ein speziell auf die Bedürfnisse von Anwälten, Haftpflichtjuristen und Richtern zugeschnittenes Werk entstanden, das ein gleichermaßen repräsentatives wie detailliertes Gesamtbild der deutschen Rechtsprechung von 1952 bis 1988 zum Medizinhaftpflichtrecht vermittelt, vor allem aber die Arbeit am konkreten Fall effizienter zu gestalten ermöglicht. Die Autoren nehmen als Rechtsanwälte seit Jahren vorwiegend medizinrechtliche Mandate wahr.

Kommentar

Das Buch macht einen ausgesprochen kompetenten Eindruck, wie eine Stichprobe zum Thema Akteneinsicht ergab, das – was die Einsicht in die eigenen Psychiatrieakten betrifft – eine präzise Darstellung des Problems liefert.

Peter Lehmann

Zum Recht auf Einsicht in die eigenen Psychiatrieakten

Die Darstellung der Seiten 12-14 und 152-158 erfolgt mit freundlicher Genehmigung des C. F. Müller Juristischer Verlag Heidelberg.