Sylvia Plath
Die Glasglocke

CoverTaschenbuch, 272 Seiten, 10,8 x 17,7 cm, ISBN 978-3-518-45676-7. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Neuausgabe 2005. € 8.50 / sFr 10.20 / sofort lieferbar In den Warenkorb
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Stark autobiographisch gefärbter Roman der amerikanischen Dichterin, in dem sie eine Kunstwelt und gleichzeitig einen Schlüssel zum Verständnis ihres eigenen Lebens und Sterbens schafft. Amerikanische Originalausgabe 1963; deutsche Erstveröffentlichung 1997

Original-Verlagsinfo

Sylvia Plath (1932-1963), gebürtige Amerikanerin, veröffentlichte ihren einzigen, stark autobiographisch gefärbten Roman im Jahr ihres Selbstmords in London. Darin beschreibt sie, wie die erfolgsgewohnte 20jährige Esther Greenwood im »schwarzen Sommer« von 1953 einen Fehlschlag nach dem anderen erleidet, hin- und hergerissen zwischen den Angeboten etablierter weiblicher Lebensformen und ihrer illusionslosen Verwerfung, in den »Granitcanyons« von New York.

Der einzige Roman der großen Lyrikerin: Was macht eine hochbegabte Studentin aus ihrem Leben, wenn sie nach New York kommt, wo es auch noch andere Verlockungen gibt als gute Zensuren?

»Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte.« Esther Greenwood läßt das muffige Leben einer amerikanischen Kleinstadt und die College-Erlebnisse hinter sich und verbringt mit anderen preisgekrönten Studentinnen einen Monat als Volontärin einer New Yorker Modezeitschrift.

Hin- und hergerissen zwischen widersprüchlichen Empfindungen und Träumen – der Sehnsucht nach erotischen Erfahrungen und der Angst vor Schwangerschaft, dem Wunsch, eine erfolgreiche Autorin zu werden, und dem Rückzug auf die passive Rolle der Beobachterin – gerät sie in eine tiefe Krise: Als man bei ihr einen Nervenzusammenbruch diagnostiziert und sie zum Psychiater schickt, fühlt sie sich »unter einer Glasglocke«, auf sich selbst wartend.

»Masken sind heutzutage an der Tagesordnung, und das mindeste, was ich tun kann, ist die Illusion zu pflegen, daß ich fröhlich, ausgeglichen und nicht ängstlich bin.« Sylvia Plath

»Die Abgründe, auch die eigenen, in die sich dieses ununterbrochen hocherregte Sprechen vorwagt«, schrieb Gisela von Wysocki in der Zeit, »sind in diesem Roman so allgegenwärtig wie das Atmen. Die Sprache lässt sich keine Zeit für Überbrückungen, voll von Geniestreichen, die ein krasser Humor zutage fördert«. Es ist eine Sprache, die mit analytischer Schärfe die alltäglichen Verletzungen registriert und dabei doch jeden Augenblick den Absturz probt. In einem Brief an den Bruder harte Sylvia Plath bemerkt.» Ich glaube, ich werde eine ziemlich gute Romanschriftstellerin, sehr komisch – ich muss über mein Zeug pausenlos lachen, und wenn ich jetzt lachen kann, muss es wirklich höllisch komisch sein...«

Die Neuübersetzung von Reinhard Kaiser ermöglicht die Wieder- und Neuentdeckung einer außerordentlichen Erzählerin und eines der aufregendsten Bücher über amerikanische Bewusstseinszustände.

Über die Autorom

Sylvia Plath, 1932 in Boston geboren, wurde bekannt als Lyrikerin und durch ihre Tagebücher. Sie verzweifelte an den Anforderungen ihrer Doppelrolle als Mutter und Schriftstellerin und nahm sich 1963 das Leben. Die Frauenbewegung erhob sie zur »Kultfigur«.