Joergen Mattenklotz Kartoniert,
81 Seiten, Abbildungen & Faksimiles, 13,5 x 20,5 cm, ISBN 978-3-89514-612-1.
Aachen: Karin Fischer Verlag 2006. € 11.50 / sFr 17.25
Über den Autor | Inhaltsverzeichnis | Einleitung | Rezension | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht | home | zurück zur letzten Seite Buch über Zwangssterilisationen in der psychiatrischen Anstalt Eickelborn und die Beteiligung der Psychiater und Wärter an den psychiatrischen Massenmordaktionen ("Euthanasie") sowie den Widerstand dagegen, insbesondere geistlicher Ordensschwestern, und deren Schicksale. Originalausgabe Original-Verlagsinfo Es gibt nur wenig Literatur, die sich mit dem Umfeld und den Betroffenen in einer der großen psychiatrischen Kliniken Deutschlands zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Noch heute stehen im westfälischen Eickelborn Gebäude oder Gebäudeteile, in denen Verbrechen gegen die Menschheit durchgeführt wurden. Der Autor Joergen Mattenklotz geht der Frage nach, inwieweit das Pflegepersonal aktiv an Verbrechen gegen die "Pfleglinge" beteiligt war, ihn interessiert die Meinung von Zeitzeugen, die Frage, wie diese jene schreckliche Zeit der Euthanasie und Zwangssterilisation erlebten. Befragt werden ein damaliger Krankenpfleger und ein ehemaliger Pflegling; beide schildern aus ihrer Sicht die damaligen Zustände und Geschehnisse. Mattenklotz’ Untersuchung ist gerade für die jüngere Generation des Autors von großer Wichtigkeit - auf dass nie vergessen werde, was geschah! Joergen Mattenklotz, geb. am 9. Februar 1971 in Lippetal-Hovestadt, seit 1989 in der Psychiatrie (Westfälische Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Lippstadt-Eickelborn) tätig, z. Zt. als Fachkrankenpfleger in der Tagesklinik der Einrichtung, 1999/2000 Fachweiterbildung im Bereich Psychiatrie, seit 2000 Autor zahlreicher Fachbeiträge zur Psychiatrie, insbesondere zur Psychoedukation, sowie Beschäftigung mit dem Themenkomplex "Psychiatrie und Nationalsozialismus".
Über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland gibt es zahlreiche Literatur, aber kaum eine Beschreibung, die sich mit dem Umfeld und den Betroffenen in einer psychiatrischen Klinik auseinandersetzt. Im Rahmen dieser Abschlussarbeit, ergibt sich jetzt die Möglichkeit, dies für die Klinik in Eickelborn zu tun. Noch heute, bald 60 Jahre später, stehen hier Gebäude oder Gebäudeteile, in denen Verbrechen gegen die Menschlichkeit durchgeführt wurden. Besonders interessiert mich, inwieweit das Pflegepersonal aktiv an Verbrechen gegen die "Pfleglinge" beteiligt war. Diese Arbeit umfasst fünf große Themenbereiche:
Dem folgt ein Abschnitt über den Widerstand in der psychiatrischen Klinik am Beispiel Eickelborns. Den Abschluss bildet ein Resümee und ein Anhang, welcher noch interessantes Material zum Thema beinhaltet. Buch über Zwangssterilisationen in der psychiatrischen Anstalt Eickelborn und die Beteiligung der Psychiater und Wärter an den psychiatrischen Massenmordaktionen ("Euthanasie") sowie den Widerstand dagegen, insbesondere geistlicher Ordensschwestern, und deren Schicksale. Mit den Befragungsergebnissen eines überlebenden Betroffenen und eines Wärters, der von der problemlosen Weiterbeschäftigung an den Verbrechen beteiligter Psychiater nach 1945 berichtet. Ob die damals in nachgeordneter Stellung Beteiligten den Zweck der jeweils geplanten "Euthanasiemaßnahmen" erkennen konnten, ist für den Autor, einen Psychiatriepfleger, fraglich, insbesondere da die Schwestern und Pfleger damals nicht gewohnt gewesen seien, ärztliche Anordnungen zu hinterfragen. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten) |