Andreas Knuf / Anke Gartelmann (Hg.)
Bevor die Stimmen wiederkommen – Vorsorge und Selbsthilfe bei psychotischen Krisen

CoverKartoniert, 240 Seiten, 14 x 21,5 cm, ISBN 978-3-86739-043-9. Köln: Balance Buch und Medien Verlag, 9., korrigierte Auflage 2014. € 15.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Durchweg gute Beiträge Psychiatriebetroffener, die ihre durchdachten Vorstellungen zu einem selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Verrücktwerden zu Papier brachten (u.a. Pirmin von Reichenstein, Wolfgang Voelzke, Regina Bellion, AG Selbst-Checker, Dorothea Buck), plus Artikel von gemeindepsychiatrisch orientierten Professionellen wie Ulrich Seibert und Karl-Ernst Brill. Erstauflage 1997, Neuausgabe 2009

Original-Verlagsinfo

Wirksame Vorsorge und Selbsthilfe bei Psychosen. Der Ratgeber "Bevor die Stimmen wiederkommen" von den Diplom-Psychologen Andreas Knuf und Anke Gartelmann gibt Menschen, die eine akute Psychose erlebt haben, Tipps und Hilfen, um einen Rückfall in einen psychotischen Zustand zu verhindern und wirksam zu begegnen.

Knuf und Gartelmann beschreiben die oft kleinen, jedoch eindeutigen Frühwarnzeichen einer beginnenden Psychose und geben eine Fülle von Tipps zur wirksamen persönlichen Vorsorge und Selbsthilfe:

  • Verhaltensempfehlungen
  • Informationen
  • Vorsorgebogen zur persönlichen Nutzung

Sobald die von einer Psychose Betroffenen – Erkrankte und ihre Mitmenschen – gelernt haben, die Symptome einer psychotischen Krise rechtzeitig wahrzunehmen, erleben sie sich nicht mehr als hilflos und ohnmächtig. Sie können dann selbst den Beginn, den Verlauf und die Folgen einer psychotischen Krise entscheidend beeinflussen.

Über die Herausgeberin und den Herausgeber

Anke Gartelmann, Jahrgang 1964, Diplom-Psychologin, langjährige Tätigkeit in Beratungsstellen und stationären Einrichtungen, arbeitet jetzt als niedergelassene Psychotherapeutin in Kreuzlingen in der Schweiz.

Andreas Knuf (Jahrgang 1966) hat nach dem Psychologie-Studium zunächst für einen Kriseninterventionsdienst in München gearbeitet, später in einer psychiatrischen Tagesklinik im Allgäu. Seit 2001 ist er für die Schweizer Stiftung Pro Mente Sana in Zürich tätig. Im Jahr 2007 hat er eine Privatpraxis für Psychotherapie in Konstanz eröffnet. Er hat Psychotherapieausbildungen in Verhaltenstherapie und Körperpsychotherapie abgeschlossen und ist als Psychologischer Psychotherapeut approbiert.

Weitere Bücher mit Beiträgen der in diesem Band enthaltenen Autoren und Autorinnen im Antipsychiatrieversand:

Stimmen zum Buch (1. Auflage)

Manuela Ziskoven in Psychosoziale Umschau: "Insgesamt zeichnen sich die Beiträge durch Anschaulichkeit , ein hohes Maß an Sachlichkeit und Bescheidenheit aus. Es geht den Betroffenen darum, auch mit Einschränkungen und Begrenzungen, die eine Psychose mit sich bringt, leben zu lernen. (...) der Anspruch der Verfasser, dieses Buch möge praxisnah, lebendig und positiv sein, ist aus meiner Sicht erfüllt. Wie wird es von Profis aufgenommen werden? Der Inhalt zielt auf die Entwicklung einer Behandlungspartnerschaft ab."

Ingeborg Faulkner in Suchtreport: "Mir sagt der praxisorientierte Ansatz des Buches sehr zu. Ohne auf einen differenziert-theoretischen Hintergrund zu verzichten, geht es hier letztlich darum, Psychose-Erfahrene zu hören und sie an den Entscheidungen, die ihr Leben bestimmen, gleichberechtigt zu beteiligen."

Lothar Schmidt in Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis: "Dieses einfühlsame und eigenwillige Buch empfehle ich allen professionellen Helfern, da es die menschliche und höchst persönliche Seite hinter jeder Diagnose und Standardtherapie verdeutlicht. Einzelnen betroffenen Menschen, Selbsthilfegruppen, Psychose-Seminaren und anderen über Psychosen diskutierende Gruppen kann das Buch ebenso empfohlen werden, weil es Hoffnung machen kann, in dem es die Wege anderer Menschen mit und aus der Psychose aufzeigt."

"... »Stimmenhören« ist in, deshalb haben die Herausgeber sich für einen entsprechenden Titel entschieden, auch wenn die Buchbeiträge nahezu nichts mit Stimmenhören zu tun haben. Durchweg gute Beiträge Psychiatriebetroffener, die ihre durchdachten Vorstellungen zu einem selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Verrücktwerden zu Papier brachten, werden missbraucht, um Stimmung für ein gemeindepsychiatrisches Szenarium zu machen: für den in der Regel verständnisvollen niedergelassenen Psychiater und sein richtiges Medikament in der richtigen Dosis sowie den hilfreichen und vertrauenswürdigen Sozialpsychiatrischen Dienst. Dass die Wirklichkeit so nicht aussieht und sich viele Psychiatriebetroffene längst an die Beantwortung der Frage gemacht haben, was ihnen im Falle des Falles – statt Psychiatrie – hilft, blenden die Herausgeber aus, womit sie ihre heile gemeindepsychiatrische Welt retten wollen. Auch die Beiträge der Psychiatriebetroffenen, die etwa ein Drittel des Buches ausmachen, werden von den Herausgebern mit einer ideologischen Brille betrachtet. Egal ob etwa der psychiatriekritische Pirmin von Reichenstein resümiert, alle wahre Hilfe sei Hilfe zur Selbsthilfe, ob Wolfgang Voelzke klarstellt, dass es die Betroffenen selbst sein müssen, die über die Frage der Psychopharmakaeinnahme entscheiden, oder ob die Selbst-CheckerInnen ihre Probleme teilweise gerade nicht als Krankheit verstehen und sich so unbefangen und ohne diagnostische Scheuklappen mit ihnen auseinandersetzen können: Die Herausgeber, zwei Diplompsychologen, psychoedukativ ausgebildet, wissen alles besser. »Pillen. Wir stehen ihnen äußerst zwiespältig gegenüber, was aber bedeutet, dass wir sie in vielen Fällen für unverzichtbar halten müssen.« Müssen? ... »Häufig werden die negativen Wirkungen der Neuroleptika, Lithiumpräparate und Antidepressiva auch überbewertet und mit der Eigendynamik der Erkrankung verwechselt.« Häufig wird einfach nur Mist (nach-)erzählt ..." (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)