Andreas Knuf Kartoniert,
141 Seiten, 12,5 x 19,5 cm, ISBN 3978-3-88414-409-1. Bonn: Psychiatrieverlag,
2. Auflage 2009. € 14.90 / sFr 17.90 / sofort lieferbar
Über den Autor | Rezension | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht | home Was psychiatrisch Tätige tun (und nicht tun) könnten, um Betroffenen zu einem selbstbestimmteren Leben zu verhelfen. Ein nützliches Buch für psychiatrisch Tätige. Original 2006 Original-Verlagsinfo Andreas Knuf zeigt anhand von zahlreichen Beispielen aus der die Praxis, wie Empowerment in der psychiatrischen Arbeit umgesetzt werden kann - auch bei Klienten, die zunächst einmal keinen oder kaum einen Wunsch nach Selbstbestimmung zeigen. Selbstbestimmungsfähigkeiten erwerben Menschen vor allem durch Lernerfahrungen. Profis können Psychiatrie-Erfahrenen in vielfältigen Bereichen Lernchancen eröffnen, sofern sie bereit sind zu riskieren, dass ein Versuch auch negativ verläuft, wenn z.B. dass Absetzen der Medikamente misslingt oder die angestrebte Ausbildung scheitert. Die Eigenaktivität und Motivation der Klienten zu fördern heißt unter Umständen nämlich, aus fachlicher oder persönlicher Sicht "falsche" Entscheidungen zu akzeptieren und mitzutragen. Diese neue Haltung, weg von der Fürsorge hin zu einem beruflichen Selbstverständnis, das den Profi eher als Anwalt der Klienten versteht, ist die Voraussetzung von Empowermentarbeit. Andreas Knuf, Jg. 1966, Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Angehöriger, arbeitet in der psychiatrischen Tagesanstalt des Bezirkskrankenhauses Memmingen/Allgäu. Weitere Bücher von Andreas Knuf im Antipsychiatrieversand: Bevor die Stimmen wiederkommen. Vorsorge und Selbsthilfe bei psychotischen Krisen · Borderline: Das Selbsthilfebuch · Gesundung ist möglich! Borderline-Betroffene berichten "Der Autor, Psychologe und Therapeut, bringt konzentriert, übersichtlich und durchaus selbstkritisch auf den Punkt, was psychiatrisch Tätige tun (und nicht tun) können, um Betroffenen zu einem selbstbestimmteren Leben zu verhelfen. Ressourcenorientierter Arbeit, Betroffenen-Mitbestimmung, Selbsthilfe- und Recovery-Förderung steht in der Praxis vieles entgegen: Stigmatisierung, institutionelle Hierarchien, Wunsch nach Compliance, Zwang, Psychopharmaka und nicht zuletzt die Tradition defizitorientierter 'Fürsorge'. Ein nützliches Buch für psychiatrisch Tätige. Kritische Betroffene dürfte es stören, dass die Frage der Psychopharmaka allzu grob abgehandelt wird, das Psychiatrische Testament keine Erwähnung findet, Selbsthilfe nur zu "Störungsbildern" vorgestellt wird und die Internetadressen oft fehlerhaft sind." (Kerstin Kempker, FAPI-Nachrichten) |