Luitgard Franke Kartoniert,
454 Seiten, 21 Abbildungen, 16,5 x 24 cm, ISBN 978-3-938304-49-5. Frankfurt
am Main: Mabuse-Verlag 2006. € 39.90 / sFr 59.90 / lieferbar innerhalb
von ca. 3 Tagen ![]() Über die Autorin | Inhalt | Rezensionen | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht | home | zurück zur letzten Seite Dissertation zu den Fragen: Wie verträgt sich das fragile Gebilde einer bürgerlichen Ehe mit der Demenz einer Ehehälfte? Was passiert in der Ehe, wenn ein Partner dement wird? Kann eine Ehe eine solche Verschiebung der Balance überhaupt verkraften? Was passiert mit der pflegenden Ehehälfte, was macht ihr die durch den Verlust der personenbezogenen Stabilität entstandene neue innere Heimatlosigkeit erträglich? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Pflege- und Beratungspraxis? Originalausgabe Original-Verlagsinfo Pflegende Ehepartner von demenziell erkrankten Menschen gelten als stark belastet und gleichzeitig als besonders zurückhaltend gegenüber Unterstützungsangeboten. Wie kommt dieser Widerspruch zustande? Die vorliegende Arbeit liefert dazu eine Fülle an Material. Erstmalig für den deutschsprachigen Raum gibt Luitgard Franke einen umfassenden Überblick über die internationale Forschungslage zur Situation pflegender Partner von Demenzkranken. Mit ihrer Feldstudie vermittelt sie anhand von Fallanalysen Einblick in typische Problemstellungen der Partnerpflege und in die Praxis der Angehörigenberatung. Indem die Untersuchungsergebnisse zu Theorien und Befunden über Paare und Paarentwicklung aus der Sozialpsychologie, Psychoanalyse und Soziologie in Bezug gesetzt werden, entfaltet sich das Hauptergebnis der Studie: Die Demenz bewirkt eine tief greifende Paarkrise und führt zu einer verwirrenden, häufig dilemmatischen Gleichzeitigkeit von Ehe- und Pflegebeziehung. Die Erkrankung führt zur Erosion von Gefährtenschaft und Intimität, bringt Loyalitäts- und Vertrauenskonflikte hervor, betrifft Fragen der Souveränität, Gleichberechtigung, Macht und Alltagsorganisation sowie die Balance von Gerechtigkeit und Liebe. Abschließend diskutiert die Autorin Konsequenzen für die Praxis und eröffnet Perspektiven für die theoretische Weiterentwicklung der Angehörigenberatung. Luitgard Franke, geb. 1959, Dr. phil., Diplom-Sozialgerontologin, Diplom-Sozialarbeiterin, arbeitete seit 1982 als Sozialarbeiterin in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen. 1994 bis 1998 berufsbegleitendes Studium der Sozialen Gerontologie an der Universität Kassel. Seit 1994 ist sie im Geronto-psychiatrischen Zentrum des Alexianer Krankenhauses Münster tätig. Arbeitsschwerpunkte: psychosoziale Beratung für PatientInnen, Angehörige und soziales Umfeld; Beratung für Institutionen der Altenhilfe und des Gesundheitswesens; freiberufliche Lehr- und Fortbildungstätigkeit. 2005 Promotion bei Professorin Katharina Gröning an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld. Die vorliegende Arbeit ist zugleich ihre Dissertation. "Das Buch bringt einen entscheidenden Aspekt für die Beratung von Eheleuten auf den Tisch und eröffnet Perspektiven für die theoretische Weiterentwicklung der Angehörigenberatung." (Krankenpflege /CH) "Wie verträgt sich das fragile Gebilde einer bürgerlichen Ehe mit der Demenz einer Ehehälfte? Was passiert in der Ehe, wenn ein Partner dement wird? Kann eine Ehe eine solche Verschiebung der Balance überhaupt verkraften? Wenn sich eine Ehe durch die Demenz der einen Ehehälfte in etwas anderes verwandelt, was ist dann dieses neue andere? Und was passiert mit der pflegenden Ehehälfte, was macht ihr die durch den Verlust der personenbezogenen Stabilität entstandene neue innere Heimatlosigkeit erträglich? Luitgard Franke ging in ihrer Dissertation an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld in beeindruckend umfassender Weise diesen überfälligen Fragen nach, zeigt Konsequenzen für die Pflegepraxis auf und eröffnet Perspektiven für die theoretische Weiterentwicklung der psychosozialen Angehörigenberatung." (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten) |