Janet Frame
Dem neuen Sommer entgegen. Roman

Cover Gebunden mit Schutzumschlag, 287 Seiten, 13 x 20,9 cm, ISBN 978-3-406-60520-8. München: C. H. Beck Verlag 2010. € 19.95 / sFr 23.95 / sofort lieferbar In den Warenkorb
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Autobiografisch orientierter Roman, durchsetzt mit intensiven Kindheitserinnerungen. Geschrieben 1963, englische Originalveröffentlichung 2007. Mit einem Nachwort von Verena Auffermann und einer editorischen Notiz von Karen Nölle. Aus dem Englischen von Karen Nölle

Original-Verlagsinfo

Dem neuen Sommer entgegen", 1963 in London geschrieben, ist erst nach dem Tod Janet Frames veröffentlicht worden. Ihr erschien dieser Roman zu persönlich, um ihn zu Lebzeiten zu publizieren. Grace Cleave verbringt ein Wochenende außerhalb Londons. Die junge Schriftstellerin aus Neuseeland wird von einem Kritiker, der es gut mit ihr meint, zu sich in den Norden Englands eingeladen. Aber gerade die schlichte Herzlichkeit und das Verständnis ihrer Gastgeber stellen Grace auf eine schwere Probe. Sie fühlt sich wie ein Zugvogel, auch, weil das Heimweh nach Neuseeland an ihr zehrt und ihr ganzes Leben im Ausland als flüchtig und vorübergehend erscheinen lässt. Alles Menschliche ist ihr irgendwie fremd, sie sucht nach ihrem Platz in der Welt – und muss ihn erst in ihrer eigenen Haut finden, ob gefiedert oder nicht. Wunderschön geschrieben, mit einer fast überwachen Genauigkeit, anrührend und auch komisch, ist dieser Roman aus dem Nachlass von Janet Frame ein weiteres Zeugnis dafür, dass diese Autorin zu den bedeutendsten der Literatur des 20. Jahrhunderts gehört. Vielen Lesern und Cineasten ist Janet Frame im Gedächtnis geblieben durch ihre Autobiographie "Ein Engel an meiner Tafel" und deren Verfilmung durch Jane Campion.

Über die Autorin

Janet Frame wurde 1924 als drittes von fünf Kindern eines Eisenbahnarbeiters in Dunedin, Neuseeland, geboren, wo sie 2004 auch starb. Frame ist Autorin von zwölf Romanen, darunter »Wenn Eulen schrein«, »Auf dem Maniototo« und »Gesichter im Wasser«. Sie gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellern Neuseelands. Die Familienverhältnisse waren zum Teil tragisch, sie selbst wurde "zu Unrecht" als Schizophrene über Jahre in Nervenheilanstalten behandelt, u. a. mit Elektroschocks. Ihre Autobiographie "Ein Engel an meiner Tafel", die von Jane Campion verfilmt wurde, gehört zu den bedeutendsten Beispielen für dieses Genre im 20. Jahrhundert. Janet Frame zählte zu den Anwärterinnen für den Literaturnobelpreis.

Weitere Bücher von Janet Frame im Antipsychiatrieversand: Wenn Eulen schrein