Gilles Deleuze Leinengebunden,
384 Seiten, 12,5 x 20 cm, ISBN 978-3-518-58431-6. Frankfurt am Main: Suhrkamp
Verlag 2005. € 32. / sFr 38.40 / sofort lieferbar
Über den Autor | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht Aufsätze, Interviews und Beiträge zur Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts, zum zeitgenössischen Kino, zur Filmtheorie, zur Psychoanalyse und zur Literatur. Herausgegeben von David Lapoujade. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer Original-Verlagsinfo Mitunter ist es mehr als nur eine aufregende Leseerfahrung, wenn man feststellt, daß ein Band mit Texten, deren Erstpublikation viele Jahre zurückliegt, von verblüffender Aktualität ist: Es ist vielmehr die intellektuelle Erfahrung einer verstörenden und beunruhigenden Präsenz, die den eigenen Blick auf die Gegenwart durchkreuzt. Dies wird jedem so ergehen, der in diesen Band mit Aufsätzen, Interviews und kleineren Beiträgen von Gilles Deleuze eintaucht. So zeigt sich etwa die Nähe seiner kritischen Stimme zu aktuellen politischen Debatten, wie sie von Slavoj Zizek oder Noam Chomsky bis hin zu Michael Hardt und Toni Negri geführt werden. Auch seine Überlegungen zur Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts, zum zeitgenössischen Kino und zur Filmtheorie, zur Psychoanalyse oder zur Literatur haben ihr Korrelat in der Gegenwart. Krieg, Pazifismus, Toleranz, Revolution, Drogen, Befreiung und Kritik - das sind Deleuze' Stichworte zur Erkundung des Heute, die nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben. An Deleuze' Texten "verblüffte", wie Michael Meyer in der Frankfurter Rundschau schrieb, "die Weite seines Denkens, seine Kühnheit, scheinbar gänzlich Disparates, durch Gattungsgrenzen Gesondertes zusammenzuspannen, um daraus den Funken genuin philosophischer Erkenntnis zu schlagen". Seine Texte zu lesen ist nicht zuletzt eine der anregendsten Arten, den eigenen Blick neu zu justieren. Gilles Deleuze wurde 1925 in Paris geboren. Bereits vor seiner Professur an der Sorbonne zeichnete sich Deleuze durch philosophiegeschichtliche Studien über Spinoza, Bergson, Hume, Kant und Nietzsche aus. 1995 beging Deleuze nach langer und schwerer Krankheit Selbstmord. Weitere Bücher von Deleuze im Antipsychiatrieversand: Anti-Ödipus Kapitalismus und Schizophrenie |