Gloria M. Davenport Kartoniert,
260 Seiten, 17,5 x 24 cm, ISBN 978-3-456-84706-1. Bern: Hans Huber Verlag
2009. € 34.95 / sFr 41.95 / sofort lieferbar
Autorin | Inhaltsverzeichnis | Pressestimmen | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht Praxishandbuch für Altenpflegekräfte, um schwierige alte Menschen zu erkennen, zu verstehen und professionell korrekt mit ihnen umzugehen (anstatt sie mit Antidepressiva zu neutralisieren). Aber auch für alle, die verhindern wollen, dass sie selbst zu »giftigen« Alten werden, die andere verbal und emotional missbrauchen und ihnen so die wertvolle Zeit und Energie für die Betreuung rauben. Mit einem Interview mit der Autorin anlässlich des Erscheinens der deutschen Übersetzung zehn Jahre nach der US-amerikanischen Originalveröffentlichung. Original-Verlagsinfo »Giftige« Alte Das Praxishandbuch, um schwierige alte Menschen zu erkennen, zu verstehen und professionell mit ihnen umzugehen. Das »Antidot« für »giftige« Alte. In der weichgespülten Diskussion um das »Altern in unserer Gesellschaft« kommen »giftige«, schwierige alte Menschen, die ihre Umgebung atmosphärisch vergiften nicht vor. Insofern spricht das Buch ein Tabu an, hütet sich aber, Vorurteile über das Alter zu schüren, indem es sachlich analysiert und beschreibt, wie schwierige Verhaltensweisen alter Menschen erkannt, verstanden und bewältigt werden können. Pflegende Angehörige, Pflegende und andere Gesundheitsberufe sind immer wieder mit alten Menschen konfrontiert, die ihre Umgebung atmosphärisch vergiften und es anderen schwer machen, mit ihnen umzugehen, obwohl sie hilfebedürftig sind. Die erfahrene Autorin Gloria Davenport bezeichnet bezeichnet das Verhalten dieser Menschen als »toxisch«. »Toxische« Persönlichkeiten fühlen sich als Opfer und verbreiten eine negative Stimmung und ungute Energie. Sie verhalten sich zwanghaft und kontrollieren (un)bewusst ihr Umgebung. In ihrem Fachbuch
Widmung
Danksagung
Geleitwort
Vorwort
Teil I
Toxisch? Was meinen Sie damit?
1 Einführung, Definitionen, Beschreibungen
1.1 Weshalb "toxische" alte Menschen?
1.2 Was unterscheidet toxisches Altern von erfolgreichem Altern?
1.3 Definitionen
1.3.1 Einige Erklärungen
1.4 Wer sind diese toxischen alten Menschen?
1.5 Was verursacht Toxizität?
1.6 Sind Extroversion oder Introversion entscheidende Faktoren?
1.7 Was ist toxisches Verhalten?
1.8 Ist Toxizität verbaler Missbrauch?
1.9 Ist Toxizität emotionale Erpressung?
1.10 Ist Toxizität eine psychische Störung?
1.11 Toxizität und Multimorbidität
1.12 Toxizität und Körperbehinderung
1.13 Tritt Toxizität auch in anderen ethnischen Gruppen und Kulturen auf?
1.14 Wie werden toxische Menschen wahrgenommen?
1.15 Zusammenfassung
2 Warum beschäftigen wir uns mit toxischen alten Menschen?
2.1 Bewusstsein wecken
2.2. Den Tatsachen ins Auge blicken
2.3 Demographische Situation
2.3.1 Bevölkerungsprognosen
2.3.2 Prognosen für bestimmte ethnische Gruppen
2.3.3. Zahlen einzelner Bundesstaaten
2.3.4 Geschlechterverhältnis
2.3.5 Veränderung der Haushalte
2.4 Toxizität frühzeitig erkennen
2.5 Schattenarbeit
2.5.1 Fehlgeleitete Bedürfnismuster
2.5.2 Karen Horneys Konfliktstrategien
2.5.3 Mehr über Horneys Neurosenlehre
2.6 Liebevolle Zuwendung vs. Toxizität
2.7 Merkmale selbst-induzierter Toxizität
2.7.1 Toxische alte Menschen lechzen nach Zuwendung
2.7.2 Sie leiden an "Versageritis"
2.7.3 Sie leiden an "Erkläreritis"
2.7.4 Sie können nicht schenken
2.7.5 Sie können schlecht etwas annehmen
2.7.6 Sie flößen Schuldgefühle ein
2.7.7 Sie sind gierig und unersättlich
2.7.8 Sie sind unsicher und ängstlich
2.7.9 Sie leiden an "Kontrollitis"
2.7.10 Sie leiden unter emotionaler Obstipation
2.7.11 Sie fühlen sich als Opfer
2.7.12 Sie können tyrannisch und bedrückend sein
2.7.13 Sie können nicht gut kommunizieren
2.7.14 Sie fühlen sich nur wohl, wenn sie sich nicht wohlfühlen
2.8 Überlegungen
2.9 Zusammenfassung
2.9.1 Was tun?
3 Woran erkennen wir "giftige Alte"?
3.1 Verhaltensmerkmale
3.2 Etikettieren
3.3. Professionelles Assessment
3.4 Nonverbale Signale
3.5 Checkliste zur Ermittlung von Toxizität
3.5.1 Persönlichkeitsmerkmale
3.5.2 Verhalten in der Öffentlichkeit
3.6 Bin ich womöglich selber toxisch?
3.7 Toxizitätsindikator zum Selbstassessment
3.7.1 Scoringsystem
3.7.2 Scoring
3.8 Warnhinweise
3.9 Zusammenfassung
4 Gibt es überall toxische Menschen?
4.1 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
4.2 Gemeindezentren
4.3 Altenheime und Seniorenzentren
4.3.1 In einem multi-ethnischen Seniorenzentrum
4.3.2 In einem hispano-amerikanischen Seniorenzentrum
4.3.3 In einem vietnamesischen Seniorenzentrum
4.3.4 Ein Programm für die alte indianische Bevölkerung
4.3.5 Im jüdischen Seniorenzentrum
4.4 Zusammenfassung
Teil II
Wer leidet unter toxischen alten Menschen, und wie?
5 Die Auswirkungen von Toxizität auf Fachkräfte in der Altenarbeit
5.1 Wo sind toxische alte Menschen zu finden?
5.1.1 Allgemeiner Eindruck
5.2 Das ist die Realität
5.3 Typische Reaktionen
5.4 Und wie reagieren Sie?
5.4.1 Neulinge im Case Management
5.4.2 Seniorenzentren
5.4.3 Öffentliche Einrichtungen
5.4.4 Private Betreuung
5.4.5 Spezielle Unterstützungsangebote
5.4.6 Mehrfachbelastung und Differentialdiagnosen
5.4.7 Unterstützung für betreuende Angehörige und professionelle Pflegekräfte
5.4.8 Pflege- und Altersheime
5.4.9 Seniorenwohnanlagen
5.5 Toxizität hinterlässt tiefe Spuren
5.6. Zusammenfassung
6 Potenzielle Co-Opfer?
6.1 Wie kommt es zur Co-Viktimisierung?
6.1.1 Schwierig oder toxisch?
6.1.2 Typische Anzeichen
6.1.3 Weshalb stehen Co-Opfer im Fokus?
6.2 Beeinträchtigt Alterstoxizität auch andere, und wie?
6.2.1 Ein College wird beeinträchtigt
6.2.2 Auswirkungen auf betreuende Töchter und Söhne
6.2.3 Auswirkungen auf Ehefrauen und Ehemänner, Partner und Partnerinnen
6.2.4 Auch der Freundeskreis und die Nachbarschaft sind betroffen
6.2.5 Auswirkungen auf die Enkelkinder
6.3 Zusammenfassung
Teil III
Wie entsteht Toxizität?
7 Kann die Forschung Toxizität erklären?
7.1 Empirische Toxizitätsindikatoren
7.2 Gloria A. Davenports Theorien und Hypothesen
7.2.1 Analogie
7.2.2 Szenarium
7.3 Gerontologische Theorien
7.3.1 Die Kontinuitätstheorie
7.3.2 Die Diskontinuitätstheorie
7.4 Zusammenfassung
8 Sind es die Gene?
8.1 Definitionen
8.2 Persönlichkeitstheorien
8.2.1 Theorien des Alter(n)s
8.2.2 Das Enneagramm
8.2.3 Die Jung'sche Persönlichkeitstheorie
8.2.4 Ist Toxizität eine Dissoziative Identitätsstörung?
8.2.5 Gibt es eine neurobiologische Erklärung?
8.3 Zusammenfassung
9 Ist es die Erziehung?
9.1 Konditionierung
9.1.1 Der Goldene Schatten
9.1.2 Umwelteinflüsse
9.2 Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erikson
9.3 Die Feil-Methode und die Theorie der Lebensaufgaben
9.3.1 Die Folgen
9.4 Die Heilung des inneren Kindes
9.4.1 Indoktrinierung
9.5.2 Elterliche Ignoranz?
9.5 Die innere Umgebung
9.6 Zusammenfassung
10 Angeboren UND anerzogen?
10.1 Transaktionsanalyse
10.1.1 Rollenbücher des Lebens
10.1.2. Streicheln und berühren
10.1.3 Ich-Zustände
10.1.4 Psychologische Spiele
10.2 Abwehrmechanismen
10.3 Kontrolltheorie
10.4 Kybernetik und Psychokybernetik
10.5 Die innere Umgebung
10.6 Zusammenfassung
Teil IV
Was tun? Können wir intervenieren und negative Überzeugungen aufdecken?
11 Was Fachleute raten
11.1 Behandlung
11.2 Ausbildung
11.3 Grundregeln
11.3.1 Selbsterkenntnis
11.3.2 Sachkenntnis
11.3.3 Kenntnis geeigneter Interventionsstrategien
11.4 Zusammenfassung
12 Strategien und Techniken
12.1 Strukturierte Interventionen
12.2 Workshops
12.2.1 Struktur
12.2.2 Ablauf
12.2.3 Inhalte
12.2.4 Nachsorge
12.2.5 Feedback
12.2.6 Warnung
12.2.7 Literatur
12.3 Eine schwierige Aufgabe
12.4 Techniken
12.4.1 Die Sichtweise verändern
12.4.2 Einen Abschiedsbrief schreiben
12.4.3 Transaktionsanalyse
12.4.4. Selbstbehauptungstraining, Responsible Assertion Training (RAT)
12.5 Ein Übungsszenarium für Fachkräfte
12.5.1 Rollenspiel
12.6 Zusammenfassung
Teil V
Ist Prävention möglich? Ist Heilung möglich?
13 Selbsthilfe und Prävention
13.1 Selbsthilfe: Wer braucht sie?
13.2 Selbsthilfe: Wie geht das?
13.3 Selbststärkung und positives Streicheln
13.3.1 Affirmationen
13.3.2 Weiter Möglichkeiten, sich das Gefühl von Wärme und Geborgenheit zu verschaffen
13.3.3 Individualisiertes Streicheln
13.4 Stressmanagement
13.4.1 Der subjektive Belastungslevel (SBL)
13.4.2 Meditation
13.4.3 Die Entspannungsreaktion
13.4.4 Selbstgespräch
13.4.5 Protokoll führen
13.5 Stressreduktion
13.5.1 Tief durchatmen
13.5.2 Selbstbehauptungstechniken
13.5.3 Spiele stoppen
13.6 Netzwerke und Selbsthilfegruppen
13.7 Spezialprogramme
13.7.1 "The Work"
13.8 Zusammenfassung
14 Der Weg zur Heilung
14.1 Fallstudie
14.1.1 Fallanalyse
14.1.2 Fallbesprechung
14.2 Den Übergang schaffen
14.3. Wellness und ganzheitliche Gesundheit
14.4 Die Reise geht weiter
14.5 Die Rolle des Enneagramms
14.6 Heilung - am Ziel der Reise
14.7 Zusammenfassung
Nachwort
Anhang
Literaturverzeichnis (engl.)
Literaturverzeichnis (dt.)
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Über die Autorin
Glossar
Sachwortverzeichnis Gloria M. Davenport. BA, MA Social Science, PhD, Prof. em. für angewandte Psychologie, Persönlichkeitsbildung, berufliche Weiterbildung und -entwicklung am St. Anna College. Sie ist Mitglied bei folgenden Organisationen: American Society of Aging, California Council of Gerontology and Geriatrics, The Association for Gerontology in Higher Education, Orange County Behavioural Health Care - Older Adult Services Committee, Orange County Roundtable Aging Network. Gloria M. Davenport ist zudem Mitglied der International Enneagramm Association sowie der Association of Psychological Type und war über viele Jahre hinweg Mitglied der International Transactional Analysis Association. «Wissenschaftlich fundiert, verständlich und praxisnah erläutert die Autorin, wie diese Verhaltensweisen entstehen und wie Betroffene damit umgehen können. Besonders für Angehörige, Pflegende und andere Gesundheitsberufe bietet das Buch viele Tipps, Techniken und Anregungen für den alltäglichen Umgang mit ’giftigen’ Alten.» (Lehrerbibliothek.de) «Die Autorin, eine US-amerikanische Professorin für angewandte Psychologie, Persönlichkeitsbildung, berufliche Weiterbildung und -entwicklung, begann im Alter von 70 nach langjährigen Erfahrungen im Bereich der Sozialarbeit und Gerontologie und nach eigenen Erfahrungen als Tochter einer toxischen Mutter dieses Buch zu schreiben, das original 1999 in den USA und 2009 in deutscher Übersetzung erschien. Es ist ein Praxishandbuch vorwiegend für Altenpflegekräfte, um schwierige alte Menschen zu erkennen, zu verstehen und professionell korrekt mit ihnen umzugehen (anstatt sie mit Antidepressiva zu neutralisieren). Aber auch für alle anderen, die verhindern wollen, dass sie selbst zu "giftigen" Alten werden, die andere verbal und emotional missbrauchen. Ihr geht es weder um eine negative Stereotypisierung des Alterns noch um eine Altersverklärung, sondern um wirksame Maßnahmen gegen frustrierende emotionale Stressoren, die die wertvolle Zeit und die wertvollen Energien von Pflegenden wie auch von Angehörigen auffressen: die Toxizität. Im ersten Teil geht es um das grundsätzliche Verständnis der Toxizität alter Menschen, dann folgt die Beschreibung ihrer Auswirkungen und ihrer Entstehung. Der Darstellung von Interventionsoptionen und Schutzschildern folgt im fünften Teil das Kapitel Vorbeugung und Heilung vor dem Hintergrund der Vision der Autorin, "dass Altwerden eine Aufgabe und eine spirituelle Reise ist, in deren Verlauf wir zu ihrem wahren Selbst und zur Ganzheit finden." Abgeschlossen wird das klar strukturierte und schlüssige Buch mit einem Interview mit der Autorin anlässlich des Erscheinens der deutschen Übersetzung, in dem sie mit einem Abstand von zehn Jahren ausgesprochen sympathisch und frei von der üblichen akademischen "Experten"-Arroganz u.a. über die durch den fortschreitenden Alterungsprozess in westlichen Gesellschaften wachsende Bedeutung ihres Themas reflektiert.» (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten) |