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Roswitha Burgard
Frauenfalle Psychiatrie Wie Frauen verrückt gemacht
werden
Kartoniert,
224 Seiten, 13,5 x 21 cm, ISBN 978-3-929823-88-2. Berlin: Orlanda
Frauenverlag 2002. € 15.50 / sFr 22.40 / sofort lieferbar
Inhalt | Vorwort
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Über den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Lebensrealität
von Frauen und der Entwicklung psychischer »Krankheiten«
Original-Verlagsinfo
Gesellschaftlich werden Frauen noch immer als das psychisch kränkere
Geschlecht betrachtet, wobei die Ursachen viel zu selten in den
weiblichen Lebensbedingungen gesehen werden. Die Autorin zeigt einen
ursächlichen Zusammenhang auf zwischen der Lebensrealität
von Frauen und der Entwicklung bestimmter psychischer Krankheiten.
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Inhalt
Vorwort von Michaela Huber Zu diesem Buch Einleitung Kapitel
1: Passive Mädchen, aktive Jungen? Ordentlich, brav, sauber:
Sozialisation in der Familie Ich wäre lieber ein Junge! Geschlechtsspezifische
Spiele und Spielverhalten Lieber Pfiffigunde als Schneewittchen:
Geschlechtsspezifische Märchen- und Lesebücher Gefährlich
und schmutzig: Die Einschränkung von Bewegung und aktivem Spielverhalten Kapitel
2: Abwertung in Schule, Universität, Familie und Beruf Sozialisation
in der Schule Sexismus in der Ausbildung und an den Universitäten
Eine Zwangsjacke für Frauen: die Ehe Die Zuständigkeit
der Frauen für die alltägliche Sorgearbeit Weibliche
Erwerbstätigkeit: Alternative oder zusätzlich krank machend? Die
Beziehungsfalle: Eine double-bind-ähnliche Situation für Frauen Kapitel
3: Persönlichkeitsverlust Er nimmt sich »sein Recht«:
Die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen Nur Busen, Beine, Po?
Schönheitswahn und Körperkult Kapitel 4: Geschlechtsspezifische
Psychiatrie Frauen sind anders, Frauen sind kränker! Angelika
M., 23 Jahre, Arzthelferin Hildegard B., 47 Jahre, Hausfrau Sabine
E., 22 Jahre, Industrie-Kauffrau Gisela K., 45 Jahre, Hausfrau,
früher ungelernte Arbeitskraft Kerstin F., 20 Jahre, Studentin Sabina
D., 39 Jahre, Studentin Paula, tierärztliche Assistentin Zu
wenig und doch sehr viel: Zusammenfassung der Protokolle Kapitel
5: Was bedeuten Zwangseinweisungen in die Psychiatrie? Kapitel
6: Die Situation von Frauen in der stationären Psychiatrie und Psychotherapie:
Kritik und Forderungen betroffener Frauen (Therese Walter) Kapitel
7: Wirkungen und Gefahren bei der Einnahme von Psychopharmaka (Therese Walter) Kapitel
8: Das, was ich bin, ist veränderbar! Möglichkeiten und Grenzen von
Psychotherapie Anhang Ein
paar Worte vorweg Das Buch »Wie Frauen verrückt gemacht werden«
war vor 25 Jahren das erste deutschsprachige Buch, das den Zusammenhang zwischen
dem Alltag von Frauen und ihrem Verrückt-werden unter normalen,
frauenfeindlichen Lebensbedingungen untersuchte. Ich konnte damals die zahlreichen
hilfesuchenden Leserinnenbriefe kaum beantworten, weil es zu diesem Zeitpunkt
so gut wie keine Alternativen zur herkömmlichen Psychotherapie und Psychiatrie
gab. Durch die gezielte Arbeit der Neuen Frauenbewegung hat sich inzwischen
sehr viel verändert. Doch die Situation von Frauen, die in ihrem Leben in
psychische bzw. spirituelle Krisen geraten wie das jeder von uns passieren
könnte , hat sich nicht grundsätzlich verbessert. Noch zu häufig
erfahren Frauen Geringschätzung und Abwertung im Vorfeld oder als Patientinnen
in der Psychiatrie. »Frauenfalle Psychiatrie« übernimmt das alte
Thema da, wo es leider noch immer aktuell ist. Darüber hinaus gibt es neue
Daten, Fakten, Erfahrungen und zusätzliche Fallgeschichten bezüglich
der Psychiatrisierung von Frauen, vor allem aber was mich sehr freut und
beruhigt einen Anhang, der empfehlenswerte Adressen enthält. Auch
ich habe mich verändert. In dem Kapital Das, was ich bin, ist veränderbar
gebe ich einen Einblick in meine heutige psychotherapeutische Arbeit. Auf
die Frage, was haben wir erreicht in 25 Jahren, schließe ich mich meiner
amerikanischen Kollegin Phyllis Chesler an, die die heutige Entwicklung dahingehend
kommentiert: Zu wenig und doch sehr viel. Mein Wunsch
an alle Leserinnen des Buches: Fühlen Sie sich ermutigt, unterstützt
und inspiriert, die inzwischen größeren Handlungsspielräume für
Frauen kreativ zu nutzen. Nur durch konkrete Informationen können Sie sich
sowohl im Vorfeld als auch in der Psychiatrie selbst besser schützen. Roswitha
Burgard im Januar 2002 
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