Ariane Brenssell / Klaus Weber (Hg.)
Störungen

CoverKartoniert, 224 Seiten, 10,5 x 16 cm, ISBN 978-3-86754-808-3. Hamburg: Argument Verlag, 3. Auflage 2014. € 9.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar
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Band 4 der Reihe texte kritische psychologie versammelt Denkalternativen zu hegemonialen psychiatrischen Störungsbegriffen und gibt Denkanstöße zur Entpathologisierung. Mit dem Artikel "Erfahrung – Betroffenheit – Emanzipation" von Christian Küpper, Mitarbeiter im Weglaufhaus Berlin. Originalausgabe 2014

Original-Verlagsinfo

»Gestört sind alle und überall.« Die Begriffe der (Sozial-)Psychiatrie ebenso wie die psychiatrische Praxis basieren auf der Konstruktion von Störungen, die im Subjekt zu finden seien. So wird die Frage nach dem Zusammenhang gesellschaftlicher Entwicklungen mit subjektiven Problemen entnannt und auf die Einzelnen als Träger von »Störungen« abgewälzt. Für den Erhalt der Psy-Professionen (Sozialarbeit, Psychologie, Psychiatrie etc.) ist dieser Vorgang berufsständisch und ökonomisch funktional. Aus kritisch-psychologischer Sicht hingegen ist »gestörtes« Verhalten subjektiv sinnvoll und als Form individueller Auseinandersetzungen mit dieser Welt zu verstehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Erich Wulff: Sozialpsychiatrischer Krankheitsbegriff

  • Reinhard Lütjen: Zum Verständnis und zur Verstehbarkeit von Psychosen

  • Klaus Weber: Kein Ort – Machtverhältnisse und zerrissene seelische Landschaften

  • Christian Küpper: Erfahrung – Betroffenheit – Emanzipation

  • Ariane Brenssell: Traumaverstehen

  • Charlotte Jurk: Depression ist keine Volkskrankheit

  • Vanessa Lux: Auf der Suche nach dem gestörten Subjekt. Zur Diskussion in den Naturwissenschaften

  • Morus Markard & Christina Kaindl: Diagnostik zwischen Merkmalszuschreibungen und Begründungsdiskurs. Probleme und Möglichkeiten subjektwissenschaftlicher Diagnostik