Stefan Bienenstein / Mathias Rother Gebunden,
XVIII + 197 Seiten, 1 Abbildung, 22 Tabellen, 15,5 x 23,5 cm, ISBN 978-3-211-75602-7.
Wien: Springer Verlag 2009. € 34.95 / sFr 52.50 / sofort lieferbar
Über den Autor | Inhaltsverzeichnis | Rezension | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht | home | zurück zur letzten Seite Über Ursachen und Auswirkungen von Alltagsfehlern in der psychotherapeutischen Praxis unterschiedlicher Psychotherapieschulen, d.h. Elementen der therapeutischen Arbeit, die in der ersten Reaktion des Therapeuten von diesem als unerwünscht wahrgenommen werden, sowie Strategien im Umgang mit ihnen, dargestellt an inhaltlich geordneten Fallbeispielen, die sich aus Interviews mit Kollegen aus den unterschiedlichsten therapeutischen Richtungen ergaben. Originalausgabe Original-Verlagsinfo Dieses Buch widmet sich der Frage, inwieweit die Beschäftigung mit Fehlern in der Psychotherapie von Nutzen für die psychotherapeutische Arbeit sein kann. Untersucht werden Alltagsfehler - jene Elemente der therapeutischen Arbeit, die in der ersten Reaktion vom Therapeuten als unerwünscht wahrgenommen werden. Im Blickpunkt steht dabei nicht nur der Umgang mit Fehlern, sondern auch deren Einfluss auf den weiteren Therapieverlauf. In einem theoretischen Teil wird die Bedeutung des Begriffes Fehler in anderen Wissenschaftsbereichen analysiert, die Rezeption dieses Phänomens in der einschlägigen Fachliteratur untersucht und auf mögliche Faktoren für das Entstehen von Fehlern eingegangen. Im praktischen Teil präsentieren die Autoren anhand von lebendigen Fallgeschichten ein breites Spektrum an Fehlern, die im Rahmen von Interviews mit Psychotherapeuten unterschiedlichster Therapieschulen erhoben wurden. Sie zeigen auf, wie ein differenzierter Umgang mit Fehlern für die therapeutische Arbeit produktiv genutzt werden kann. Stefan Bienenstein: Jahrgang 1965. Studium der Philosophie in Wien und Berlin, promoviert in Psychotherapiewissenschaften an der Sigmund Freud Universität Wien. Psychotherapeut, Lehrtherapeut und Supervisor; nach fast 10 Jahren stationärer Suchtarbeit seit 1997 parallel auch in eigener Praxis. Diverse Lehraufträge und Vortragstätigkeiten vor allem zu suchtspezifischen Themen. Mathias Rother: Jahrgang 1966. Studium der Betriebswirtschaftslehre, Promotion über Bankfusionen 1992 in Wien. Psychotherapeutische Ausbildung bei der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für systemische Therapie und systemische Studien. Eigene Praxis, Tätigkeit in der psychotherapeutischen Ambulanz des Kaiser-Franz-Josef-Spitals Wien sowie in einer Familienberatungsstelle der Gemeinde Wien. Coachings und Seminartätigkeit in den Bereichen Teamkultur, Psychosomatik und Burnout. Organisationsentwicklung und -beratung im Finanzbereich sowie für internationale Unternehmen. Danksagung.- Vorwort.- Teil I
Teil II
Ziel des von Psychotherapeuten für Psychotherapeuten verfassten Buches ist es, dass Fehlergeschehen reflektierend in die Therapie integriert und dadurch zu nutzbringenden Faktoren werden. Es geht allerdings nicht um sexuellen Missbrauch, der ein Fall für die Justiz ist, sondern um Alltagsfehler: Elemente der therapeutischen Arbeit, die in der ersten Reaktion des Therapeuten von diesem als unerwünscht wahrgenommen werden. Die erste Hälfte des Buches besteht aus einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Begriff des Fehlers in der Naturwissenschaft, der Pädagogik und der Betriebswirtschaft, Strategien im Umgang mit Fehlern und deren Entstehung. Im zweiten Teil folgen Fehler in der praktischen Arbeit, dargestellt an inhaltlich geordneten Fallbeispielen, die sich aus Interviews mit Kollegen aus den unterschiedlichsten therapeutischen Richtungen ergaben, deren Interpretation und die Klärung der Frage, wie die Fehler jeweils den weiteren Therapieverlauf beeinflusste. Resümee der Autoren: Es ist sinnvoll, gegenüber den Klienten Fehler zuzugeben; dies fördere gleichzeitig die Offenheit auf Seiten der Klienten und trage zur Entmystifizierung der Therapeutenschaft bei. Dem kann man nur zustimmen. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten) |