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Therese Walther
Die »Insulin-Koma-Behandlung«
Erfindung und Einführung des ersten modernen
psychiatrischen Schockverfahrens
Kartoniert,
240 Seiten, 10 Abbildungen, 14,8 x 21 cm
ISBN 978-3-925931-34-5
Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag,
Vollständig überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe
2004
€ 9.95 / sFr 11.95
Sofort lieferbar
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Der Insulinschock wurde Ende
der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt. Mit hohen Dosen Insulin
wurden psychiatrische PatientInnen ins Koma versetzt und anschließend
mit Zucker wieder »geweckt«. Das Verfahren war aufwendig und für
die Betroffenen extrem qualvoll und gefährlich. 1937 setzte man es
in allen deutschen Universitätskliniken ein.
Therese Walther untersucht Theorien
»psychischer Krankheit«, das Menschenbild der Wissenschaftler sowie
die Vorstellungen über die Wirkungsweise des Insulinschocks. Die Auswertung
von Patientenakten und Berichten Betroffener läßt die Grenze zwischen
Menschenexperiment und psychiatrischer Therapie verschwimmen. Die Arbeit schließt
mit einem Überblick der Anwendung des Verfahrens nach 1945.
»Die »Insulin-Koma-Behandlung« Erfindung und Einführung
des ersten modernen psychiatrischen Schockverfahrens« erschien 2000
in erster Auflage im Antipsychiatrieverlag. Bei der Neuausgabe handelt
es sich um eine korrigierte und aktualisierte Fassung.
Die Autorin
Therese Walther studierte Soziologie und Psychologie und lebt in Berlin.
Sie war über sieben Jahre Mitarbeiterin des Notrufs für vergewaltigte
Frauen, arbeitete im Berliner Weglaufhaus und in der antipsychiatrischen
Einzelfallhilfe. Sie promoviert derzeit zum Thema »Alltagsrassismen.
Auswirkungen von gesellschaftlichen Gewaltverhältnissen auf Biographien
und Handlungsstrategien von Frauen« (Stand: 2005).
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