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Peter Lehmann / Peter Stastny (Hg.)
Statt Psychiatrie
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Über die Autorinnen und Autoren  | | Volkmar Aderhold, Jg. 1954, Dr. med., Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin, arbeitet seit 1982 in der Psychiatrie. 19962006 Oberarzt im Bereich Psychosen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Seit 2006 am Institut für Sozialpsychiatrie der Universität Greifswald tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. "Psychotherapie der Psychosen Integrative Behandlungsansätze aus Skandinavien" (Herausgabe gemeinsam mit Yrjö Alanen u.a. 2003). |  | | Laurie Ahern. Psychiatriebetroffene, lebt in den USA. Stellvertretende Direktorin von Mental Disability Rights International (MDRI). Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des National Empowerment Center, einem staatlich finanzierten Zentrum für Recovery und technische Unterstützung. Ehemalige Vizepräsidentin der National Association of Rights, Protection and Advocacy (NARPA). Clifford Beers Preis und Fürsprache-Preis des Bazelon-Zentrum für Psychiatrierecht. Co-Autorin und Forschungsleiterin des MDRI-Berichts "Hidden Suffering: Romania's Segregation and Abuse of Infants and Children with Disabilities" (2006; "Verborgenes Leiden: Marginalisierung und Missbrauch von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Rumänien") und "Behind Closed Doors: Human Rights Abuses in Psychiatric Facilities, Orphanages and Rehabilitation Centers of Turkey (2005; "Hinter geschlossenen Türen: Menschenrechtsverletzungen in psychiatrischen Einrichtungen, Waisenhäusern und Reha-Zentren in der Türkei"). |  | |
Birgitta Alakare.
Psychiaterin, Ausbilderin für FamilientherapeutInnen,
lebt in Finnland. Arbeitet seit 1982 in Westlappland sowohl
ambulant als auch im Keropudas Hospital. Beteiligt an der
Entwicklung von Therapiekonzepten für Menschen, die an
Psychosen leiden oder die erste Symptome zeigen. |
 | | Karyn Baker arbeitet seit 1983 im psychosozialen Bereich und besitzt eigene Erfahrungen als betroffene Familienangehörige. Karyn entwickelte ein psychiatriekritisches Fortbildungs- und Unterstützungsprogramm für Familien. Seit 1996 ist sie Leiterin des Programms "Familien ansprechen und einbeziehen" in Toronto, Kanada. Gegenwärtig leitet sie in Toronto Programme für Familien mit Angehörigen, die sich von ihrer ersten Psychosen-Diagnose erholen. Mehr |  | | Ulrich Bartmann, geboren 1948 in Westfalen. Diplompsychologe und Psychologischer Psychotherapeut. Während des Studiums Arbeit in der Drogenberatung und als Lehrer an Fachschulen und Fachoberschulen für Sozialpädagogik. 1976 bis 1996 Arbeit als Verhaltenstherapeut in der Psychiatrie. 1989 Promotion über die therapeutische Wirkung des langsamen Dauerlaufs auf die Psyche. Seit 1996 Professor für das Lehrgebiet "Methoden der Sozialen Arbeit" an der Fachhochschule Würzburg Schweinfurt; Leiter des Studienschwerpunkts "Soziale Arbeit mit psychisch kranken und suchtkranken Menschen". Supervisor für Verhaltenstherapie. Buchveröffentlichungen: "Joggen und Laufen für die Psyche. Ein Weg zur seelischen Ausgeglichenheit" (Tübingen, 4. Aufl. 2005) sowie Publikationen über Abhängigkeitserkrankungen, Klinische Sozialarbeit und Qualitätssicherung in der Sozialen Arbeit. |  | | Agnes Beier, geboren 1961. Eigene Kunstausstellungen mit Texten und Bildern, Lyriklesungen aus eigenen Texten, Beiträge in Anthologien. Mehr |  | | Regina Bellion, Jahrgang 1941. Putzfrau, Fabrikarbeiterin, Haute-Couture-Verkäuferin, Lehrerin, Bardame usw. Heute Frührentnerin. Lebt in einer Land-WG bei Bremen. |  | |
Wilma Boevink,
geboren 1963, Sozialwissenschaftlerin, Professorin für
Recovery an der Hanze Universität Groningen. Aktiv
in der niederländischen Psychiatriebetroffenenbewegung
und Vorstandsmitglied im Europäischen
Netzwerk von Psychiatriebetroffenen (ENUSP). Arbeitet
am Trimbos-Institut
für Psychiatrie und Abhängigkeit. Leiterin
einer betroffenenkontrollierten Ausbildungs- und Beratungsgruppe
zu den Themen Recovery, Empowerment und Expertentum durch
Erfahrungswissen. Seit 2006 Vorsitzende von Stichting
Weerklank, der niederländischen Organisation von
Menschen, die Stimmen hören und psychotische Erfahrungen
haben. Buchveröffentlichungen u.a.: "Samen werken
aan herstel. Van ervaringen delen naar kennis overdragen"
("Zusammenarbeit für Recovery: Vom Erfahrungsaustausch
zur Wissensanwendung"; Utrecht 2002, Co-Autorin);
"Stories
of Recovery. Working together towards experiential knowledge
in mental health care" ("Recovery-Geschichten.
Zusammenarbeit in Richtung Erfahrungswissen im psychosozialen
Bereich"; Hg., Utrecht 2006).
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Pat
Bracken arbeitet halbzeitig an der University of Central
Lancashire (in Großbritannien), wo er am neuen Institut
für Philosophie, Vielfalt und Psychiatrie einen Lehrstuhl
bekleidet. Ebenfalls halbzeitig ist er als Chefarzt und Klinischer
Leiter beim Psychiatrischen Dienst von West Cork (in Irland)
tätig. Buchpublikationen: "Rethinking the Trauma of War"
(1998, hg. gemeinsam mit Celia Petty); "Trauma: Culture, Meaning
and Philosophy" (2002); "Postpsychiatry: A New Direction for
Mental Health" (2005, gemeinsam mit Philip Thomas). |
 | | Stefan Bräunling, 1967 geboren, Mitarbeiter des Berliner Weglaufhauses seit 1997. Diplom-Psychologe, Master of Public Health. Nebenjob beim Berliner Krisendienst. Vater zweier Kinder. |  | |
Ludger Bruckmann.
Geboren 1947, Fahrradmechaniker. Seit 1980 aktiv in der antipsychiatrischen
Selbsthilfe. Gründungsmitglied des Vereins zum Schutz
vor psychiatrischer Gewalt e.V. Beteiligt an der Konzeptionierung
und Gründung des Berliner
Weglaufhauses, dort Mitarbeiter seit der Gründung
1996. Vorstandsmitglied im Für
alle Fälle e.V. Mehr |
 | | Giuseppe Bucalo, geboren 1962 in Sydney in Australien, lebt in Sizilien. 1986 Mitbegründer des Comitato d'Iniziativa Antipsichiatrica (Forum Antipsychiatrischer Initiativen) und 1994 des Telefono Viola (Violettes Telefon) und von La Sindrome Associativa (Das Assoziierungssyndrom) in Sizilien. Seit 1996 Mitglied des Vereins Penelope in Taormina. Buchveröffentlichungen u.a.: "Dietro ogni scemo c'è un villaggio" (1993 "Hinter jedem Irren ist ein Dorf"); "Malati di Niente" (1996 "An nichts krank"); "La malattia mentale non esiste" (1996 "Es gibt keine psychische Krankheit"); "Dizionario Antipsichiatrico" (1997 "Antipsychiatrisches Wörterbuch"); "Sentire le voci" (1998 "Stimmen hören"). Mehr |  | |
Dorothea S. Buck-Zerchin.
Jg. 1917, Bildhauerin. Opfer von Zwangssterilisation während
der Nazizeit. Nach freier künstlerischer Tätigkeit
von 1969 bis 1982 Lehrerin für Kunst und Werken an der
Fachschule für Sozialpädagogik I in Hamburg. Seit
1970 in der Selbsthilfebewegung aktiv. 1992 Mitbegründerin
des Bundesverbands
Psychiatrie-Erfahrener (BPE), jetzt Ehrenvorsitzende.
1989 Mitbegründerin der Psychose-Seminare. Seit 1997
Trägerin des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse, seit
Februar Trägerin
des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland. Unzählige Vorträge
und Lesereisen im In- und Ausland und Beiträge in Fachzeitschriften
und Anthologien. Publikationen u.a.: Auf
der Spur des Morgensterns Psychose als Selbstfindung
(Hg. von Hans Krieger, 1990) / Lasst
euch nicht entmutigen. Texte 1968-2001 (2002) / 70
Jahre Zwang in deutschen Psychiatrien erlebt und miterlebt
u.a. (2006); Filme: Dorothea
Buck Vom Wahn zum Sinn (Film von Edgar Hagen, 1998);
Himmel
und mehr Dorothea Buck auf der Spur (Film von Alexandra
Pohlmeier, 2008). Mehr |
 | | Sarah Carr. Geboren 1971 in England. Sarah hat schon immer Erfahrungen mit psychischem Leid, verbunden mit mehreren Diagnosen und Behandlungen. Sie studierte Theologie mit Masterabschluss. Sie arbeitet inzwischen für eine soziale Organisation in London als Forschungsexpertin, spezialisiert auf die Beteiligung von Betroffenen in der Forschung und in der Entwicklung von sozialen Angeboten. Aber ihre wirkliche Liebe gilt dem Schreiben und Filmemachen, und sie hofft, dadurch eines Tages das Unaussprechbare ausdrücken zu können. |  | | Tina Coldham, psychiatriebetroffen seit 1990. Seither bringt sie ihre Erfahrungen mit der Psychiatrie in ihre selbstständige Arbeit als Trainerin, Vortragende, Forscherin und Beraterin ein und fördert damit die Perspektiven von Betroffenen. Sie wurde aktiv durch den Aufbau von Selbsthilfegruppen und durch die Beteiligung an lokalen Kampagnen einer Betroffenengruppe. Dann Beteiligung an nationalen und internationalen Aktivitäten. 2003 Wahl in den Nationalen Beirat von Mind Link der Gruppe der Betroffenen im nationalen Verband Mind, der größten gemeinnützigen psychiatrischen Organisation in England und Wales. Mitglied im Beratenden Gremium des Social Care Institute for Excellence (SCIE). Dennoch findet Tina noch Zeit für die Beteiligung an Basisinitiativen, die die Respektierung von Menschenrechten in psychiatrischen Diensten durchsetzen wollen. |  | | Bhargavi Davar, Dr. phil, promovierte 1993 über die philosophischen Grundlagen der Psychiatrie und verwandter Wissenschaften. In ihrem Studium befasste sie sich mit existentialistischer Philosophie und Psychotherapie, Psychoanalyse, Kritischer Theorie, Antipsychiatrie, Geschichte der Psychiatrie, Philosophie des Selbst, Geist und Freiheit. Außerdem trug sie zur Kritik der Psychiatrie aus feministischer Sicht bei. 1999 gründete sie die nationale Bapu-Stiftung, die für einen Wandel des psychiatrischen Systems in Indien eintritt. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, Preise und Ehrenmitgliedschaften, u.a. die angesehene Ashoka-Mitgliedschaft. 2006 beendete sie eine umfassende Untersuchung traditioneller indischer Heilkunst und deren Zusammenhang mit dem inneren Leben. Sie schreibt und forscht leidenschaftlich gern, ist Hobbygärtnerin und lebt mit ihrer 1999 geborenen Tochter in Poona, Indien. |  | | Anne Marie DiGiacomo arbeitet seit 1977 in gemeinnützigen und gemeindepsychiatrischen Einrichtungen. 1986 Master-Abschluss des Studiums der Sozialarbeit. In den ersten 18 Berufsjahren arbeitete sie mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Wohneinrichtungen, im ambulanten Bereich und in privater Praxis. Seit 1996 bei Windhorse und den Windhorse Community Services als Klinische Leiterin, stellvertretende Geschäftsführerin, Verantwortliche für Neuaufnahmen und Klinische Supervisorin. Anne Marie ist praktizierende Buddhistin und bringt eine kontemplative Perspektive in ihre therapeutische Arbeit als Psycho- und Sandspieltherapeutin ein. |  | | Constance Dollwet, geboren 1964, aufgewachsen im Saarland, 1986 in die Psychiatrie eingewiesen, danach Neubeginn in einer Lebensgemeinschaft von Psychoseerfahrenen in Wederath/Hunsrück. Engagement in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener mit Lesungen, Schreibseminaren und Kabarett-Auftritten als "Schizzobaby" zusammen mit Bianca Schmid. Buchpublikation: "Schreiben mein Weg aus der Sprachlosigkeit" (Morbach: Ulla Schmidt Verlag 2000). |  | | Jeanne Dumont, Dr. phil., Forscherin und Psychiatriebetroffene, lebt im US-Bundesstaat New York. Sie leitete das nationale Forschungs- und Demonstrationsprojekt "Crisis Hostel" (Krisenherberge) und hat beträchtliche Erfahrung in der Erstellung rechnergestützter Wissenslandkarten für Theoriebildung, Programmplanung und Evaluation. Früher Mitglied verschiedener Vorstände im psychosozialen Bereich, in Komitees und Beratungsgruppen, ist sie jetzt Co-Direktorin des Forschungsprojekts "Recovery Was hilft, was hindert?", mit dem im Gesundheitssystem Recovery fördernde Indikatoren ermittelt werden. |  | | Merinda Epstein, lebt in Australien. Seit 1991 aktiv in der Bewegung von Psychiatriebetroffenen. 2004 Erhalt des australischen Menschenrechtspreises für ihre Arbeit mit psychiatrisch Diagnostizierten. Arbeitet für das Victorian Mental Health Legal Centre (Zentrum für Psychiatrierecht), einen Verein zur Verteidigung der Rechte psychiatrisch Diagnostizierter, die zwangsuntergebracht und -behandelt werden und Gefahr laufen, strafrechtlich belangt zu werden oder wegen des Familienrechts ihre Kinder zu verlieren. Publikationen und Vorträge über Menschenrechtsprobleme bei Frauen mit der Diagnose "Borderline" und über den Zusammenhang dieser Diagnose mit Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit sowie wirklichen oder vermeintlichen Defiziten in der Bewegung von Psychiatriebetroffenen. |  | |
Sandra Escher, Dr.
phil., arbeitet als Forscherin an der Universität Maastricht,
Niederlande. Ehrenamtliche Forscherin an der University
of Central England in Birmingham. Buchpublikationen (gemeinsam
mit Marius Romme) unter anderem: "Accepting Voices"
(London 1993; "Stimmenhören
akzeptieren", Berlin 2003); "Making Sense
of Voices" (London 2000; Stimmenhören
verstehen Der Leitfaden zur Arbeit mit Stimmenhörern,
Bonn 2008).
|  | | James B. (Jim) Gottstein. Geboren 1953 in den USA im Bundesstaat Washington. 1978 Doktor der Jurisprudenz an der Harvard Law School. 1982 und 1985 kurze Psychiatrisierungen. Rechtsbeistand für Menschen, die als schwer psychisch krank kategorisiert wurden. Dabei die Durchsetzung eines Schadenersatzanspruchs im Wert von über eine Milliarde Dollar zur Wiederherstellung des riesigen Alaska Mental Health Land Trust, und im Juni 2006 das wichtige Urteil gegen zwangsweise Psychopharmakaverabreichung beim Obersten Gerichtshof in Alaska im Fall Myers vs. Alaska Psychiatric Institute. Mitglied in zahlreichen Vorständen. Derzeit hautsächlich mit dem Gesetzesprojekt für Rechte in der Psychiatrie (PsychRights) engagiert, um wirksame, strategische und koordinierte juristische Maßnahmen gegen psychiatrische Zwangsbehandlung zu organisieren. Mehr |  | | Chris Hansen, geboren in Neuseeland, arbeitete im psychiatrischen Management, bis sie selbst psychiatrisch untergebracht wurde. Daraufhin wurde sie in der Betroffenenbewegung aktiv und übernahm leitende Positionen innerhalb der neuseeländischen "Like Minds Like Mine"-Antidiskriminierungskampagne und in der Erforschung der Entwicklung und Politik von Diensten aus der Sicht von Betroffenen. Seit 2004 Vorstandsmitglied des World Network of Users and Survivors of Psychiatry, daraus folgend Mitglied der neuseeländischen Delegation bei den Vereinten Nationen und Arbeit an der Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Derzeit Arbeit in den USA und international und Ausweitung ihrer Aktivitäten in Richtung Schreiben, Lehre und Entwicklung alternativer, von Traumakundigen und Betroffenen geleiteter Krisenzentren, speziell Alternativen zur stationären Akutbehandlung. Mehr |  | | Geoff Hardy ist seit Anfang der 70er Jahre aktiv in der Schwulenbewegung. Er gehört dem Trägerverein des Natural Health Centre (Naturheilzentrum) in Shrewsbury an und arbeitet dort als Masseur und Berater (Diplomabschlüsse am College of Holistic Medicine). |  | | Petra Hartmann, geboren 1969 in Baden-Württemberg, seit 1991 in Berlin, Studium zur Dipl.-Pädagogin, 2 Kinder, langjährige Mitarbeit in der Frauenselbsthilfe von Wildwasser Berlin, einer Anlauf- und Beratungsstelle für Frauen, die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erlebt haben. Seit 2002 Mitarbeiterin im Weglaufhaus "Villa Stöckle". |  | | Alfred Hausotter. Geboren 1954. Verheiratet, ein Sohn. Mag. Dr. phil., Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe. Erlebte von 1974 bis 1983 mehrere schizoaffektive Psychosen. Seit 1997 in der Wohnbetreuung tätig. Buchveröffentlichung: "Der GottTeufel Innenansicht einer Psychose", Linz 2006. |  | | Michael Herrick, geboren 1955. Ab 1976 Studium des tibetanischen Buddhismus bei Chogyam Trungpa Rinpoche. 1984 Masterabschluss des Studiums der Kontemplativen Psychotherapie an der Naropa University in Boulder, Colorado. Erfahrungen im psychosozialen Bereich seit 1980: Arbeit im ursprünglichen Windhorse-Projekt (Maitri Psychologische Dienste) als Housemate (für längere Zeit in der Wohnung des Klienten auch die Nacht über bleibender Mitarbeiter) und als Therapeut im Team unter Edward Podvoll. Gleichzeitig achtjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken. Fünf Jahre Arbeit als Familienberater auf Hausbesuch. Zwei Jahre Krisendienst und Tagesklinik. Seit den frühen 80ern begeisterter Student der Integralen Theorie, wie sie der amerikanische Philosoph Ken Wilber vertritt. 2001 Rückkehr zu Windhorse nach Northampton, Massachusetts, als Teamleiter, seit 2003 Geschäftsführer. |  | |
Guy Holmes
ist klinischer Psychologe und lebt und arbeitet in Shropshire,
England. Schwerpunkte: Alternativen zur Psychiatrie und Bekämpfung
von Stigmatisierung durch Gruppenarbeit. Publikationen zum
Thema sexueller Missbrauch von Jungen und Medikalisierung
von Männerproblemen. Buchveröffentlichungen: "This
is Madness: A critical look at psychiatry and the future mental
health services" ("Dies ist Verrücktheit: Psychiatrie
und die zukünftigen psychosozialen Dienste kritisch betrachtet"
1999) und "This is Madness Too: Critical
perspectives on mental health" ("Auch das ist
Verrücktheit: Kritische Blicke auf die Psychiatrie"
2001), jeweils herausgegeben gemeinsam mit Craig
Newnes und Cailzie Dunn. Mehr |
 | | Andrew Hughes, geboren in 1953 in Rochdale, England. War zweimal verheiratet und hat 4 Kinder. Mit 17 zum ersten Mal psychiatriebetroffen, Verrücktheitsphasen, mehrere Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken mit Zwangsbehandlung. Seit Mitte der 80er Jahre in der Betroffenenbewegung aktiv, präsentiert gelegentlich bei Kongressen und in Fortbildungen die Betroffenenperspektive und Kritik an psychiatrischen Diensten. Gemeinsam mit Anne Plumb und Tony Riley 1988 Gründung von Distress Awareness Training Agency (DATA), Großbritanniens ältester Betroffenen-Fortbildungsgruppe, Zusammenarbeit mit lokalen Mind-Gruppen. Seit 2000 selbstständiger Fortbildner, Forscher und Berater im psychosozialen und darüber hinaus im allgemeinen Gesundheits-, Sozial- und Behindertenbereich. |  | |
Theodor Itten.
Geboren 1952 in Langenthal (Schweiz). Studierte 1972 bis
1981 Psychologie an der Middlesex und City University, Psychotherapie
und Ethnologie in London bei Ronald. D. Laing und Francis
Huxley. Mitglied im United
Kingdom Council of Psychotherapy. Seit 1981 Psychotherapeutische
Praxis in St. Gallen, seit 2003 Vorstandsmitglied und
seit 2008 Präsident des Schweizer
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Verbands.
Für 12 Jahre im Stiftungsrat der Pro
Mente Sana aktiv. 2002 Gründung eines eigenen
Verlags. Buchveröffentlichung: "Jähzorn
Psychotherapeutische Antworten auf ein unkontrollierbares
Gefühl" (Wien / New York 2007). Mehr
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Maths Jesperson.
Geboren 1954. 1980 bis 1981 Insasse in einem alten psychiatrischen
Krankenhaus. 1982 bis 1988 Produzent der Schauspielergruppe
Mercuriustheater sowie Kommunalpolitiker der Grünen
in Lund (Schweden). Konvertierte 1984 zum Katholizismus.
Seit 1988 Regionalsekretär des RSMH (Riksførbundet
för Social och Mental Hælsa; nationaler Verband der
schwedischen Psychiatriebetroffenen). Gründungsmitglied
des Europäischen
Netzwerks von Psychiatriebetroffenen (ENUSP). Von 1991
bis 2000 Redakteur des European Newsletter of (ex-) Users
and Survivors of Psychiatry. Schreibt seit 1999 Kulturartikel
für eine Tageszeitung. Parallel Forschungstätigkeit
am Fachbereich Theaterwissenschaft der Universität
Lund. Seit 2000 Schauspieler im Stumpen-Ensemble, einer
Theatergruppe von Psychiatriebetroffenen, Drogenabhängigen
und Wohnungslosen als SchauspielerInnen. Seit 2004 verheiratet.
Lebt mit Frau, Tochter und Sohn in Malmö, Schweden.
|  | | Kristine Jones, Dr.phil., Ökonomin, arbeitet im Bereich Statistik und Dienstleistungserforschung am Nathan-Kline-Institut in Orangeburg, New York State. Sie forschte über den Einfluss von traumatischen Erfahrungen Psychiatriebetroffener auf die Behandlungskosten und von Managed Care auf die sozialen Kosten, führte diverse Kosten-Nutzen-Analysen von spezialisierten psychiatrischen Diensten in den USA durch und erforschte Finanzierungsmodelle von Trägern psychiatrischer Dienste. |  | | Hannelore Klafki (3.9.1952 4.9.2005). Gründungs- und Ehrenmitglied des Netzwerks Stimmenhören e.V. und langjährige Vorstandsvorsitzende. Von 2003 bis 2005 im Vorstand des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener e.V.. Buchpublikation: "Meine Stimmen Quälgeister und Schutzengel. Texte einer engagierten Stimmenhörerin" (Berlin 2006). Mehr |  | | Miriam Krücke, geb. 1979, Dipl.-Reha.-Päd. und Systemische Beraterin SG, psychiatrieerfahren seit 1998, ist seit 2002 antipsychiatrisch aktiv. Sie macht den telefonischen Erstkontakt und Beratung für den deutschen Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Fach "Reha-Pädagogik" beschäftigte sie sich mit den Zusammenhängen von Vorsorge und eigenverantwortlichen Copingstrategien im psychiatrischen Kontext. In der Ausbildung zur Systemischen Therapeutin. |  | | Peter Lehmann. Autor und Verleger in Berlin. 1986 Gründung des Antipsychiatrieverlags. 1989 Gründungsmitglied des Vereins zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. (Trägerverein des Weglaufhauses Berlin), 1990 von PSYCHEX (Schweiz), 1991 des Europäischen Netzwerks von Psychiatriebetroffenen. Von 1994 bis 2000 Vorstandsmitglied des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener e.V. Von 1997 bis 1999 Vorsitzender des Europäischen Netzwerks von Psychiatriebetroffenen (ENUSP), seit 2003 Vorstandmitglied für Nordosteuropa. Seit 2004 Mitglied von INTAR (International Network Toward Alternatives and Recovery; Internationales Netzwerk für Alternativen und Recovery). Mehr |  | | Bruce E. Levine, lebt in Cincinnati, USA. Niedergelassener klinischer Psychologe seit 1985. Viele Vorträge und Workshops in ganz Nordamerika. Mitglied der Beratenden Gremien des International Center for the Study of Psychiatry and Psychology und der Redaktion der Fachzeitschrift Ethical Human Psychology and Psychiatry. Regelmäßig Beiträge für das Z Magazine. Artikel und Interviews in zahlreichen Zeitschriften. Buchveröffentlichungen: "Commonsense Rebellion: taking back your life from drugs, shrinks, corporations, and a world gone crazy" (New York: Continuum 2003), "Surviving America's Depression Epidemic: How to Find Morale, Energy, and Community in a World Gone Crazy " (White River Jct., VT: Chelsea Green, Oktober 2007). Mehr |  | | Harold Maio. Ich lebe in den USA in Fort Myers, Florida, und bin Ehemann, Vater, Sohn, Lehrer, Keramiker, Künstler, ehemaliger Redakteur. Werde ich auch manchmal von Depressionen überwältigt: das behindert vielleicht, lässt mich aber nicht meine Ziele aus den Augen verlieren. Die Öffentlichkeit muss darüber aufgeklärt werden, dass die psychiatrische Industrie Menschen grausam missbraucht und dass dies ein Ende haben muss ich möchte dies noch erleben. |  | | Rufus May. Lebt in England und arbeitet als klinischer Psychologe bei den psychosozialen Diensten in Bradford. Er ist einer der Organisatoren von Evolving Minds, einer Reihe von öffentlichen monatlichen Treffen, die sich mit Ansätzen von Alternativen zur Psychiatrie befassen. Einige seiner Schriften sind im Internet |  | | Shery Mead, geboren 1953 in den USA. Psychiatrisiert 1970 und mehrere Male in den 90ern. Als Antwort auf diese verheerenden Unterbringungen entwickelte sie einige Peer-Support-Programme, einschließlich einer nutzerbetriebenen Kriseneinrichtung. Seither hat sie bei der Entwicklung vieler solcher Programme in ganz USA geholfen. Gemeinsam mit Mary Ellen Copeland Autorin der beiden Bücher "WRAP and Peer Support" (2004) und "Community Links" (2006). |  Foto: Tom Olin | | Kate Millett. Geboren 1934. Lebte 1961 bis 1963 in Japan. 1979 Promotion an der Columbia Universität, Dr. phil. Lebt in New York City und mit einer Gemeinschaft von Künstlerinnen auf ihrem Bauernhof in Poughkeepsie im Bundesstaat New York. Deutschsprachige Veröffentlichungen: "Sexus und Herrschaft. Die Tyrannei des Mannes in unserer Gesellschaft" (1971); "Das verkaufte Geschlecht. Die Frau zwischen Gesellschaft und Prostitution" (1973); "Sita. Geschichte einer Frauenbeziehung" (1978); "Im Basement. Meditationen über ein Menschenopfer" (1980); "Im Iran" (1982); "Fliegen" (1982); "Entmenschlicht. Versuch über die Folter" (1993; "Der Klapsmühlentrip" (1993). Mehr |  Foto: Kate Reeder | | Maryse Mitchell-Brody, geboren 1984, ist Organisatorin, stolze Tante, Revolutionärin, Tagträumerin, gequälte Künstlerin, Spitzenmoderatorin, Tänzerin, laute New Yorkerin, gute Freundin und Verrückte. Neben ihrem Engagement im Rahmen des Ikarus-Projekts tritt sie für die Rechte von SexarbeiterInnen ein und ist Mitglied des Rock-Dove-Kollektivs, das für eine radikale Änderung des Gesundheitsnetzes in der Gemeinde eintritt. In New York geboren und aufgewachsen, leitet sie Arbeitsgruppen an, die den Zusammenhang von sexueller Scham und Traumata mit emotionalem Befinden untersuchen und sexuelle Energie als Faktor von Gesundung erörtern. |  | | David Oaks ist eine der Führungspersönlichkeiten der internationalen, auch als "Verrücktenbewegung" bekannten Bewegung von Psychiatriebetroffenen. Seit 1976 engagiert mit der Durchsetzung von Menschenrechten im psychiatrischen Bereich. Fünf Aufenthalte in der geschlossenen Psychiatrie, verbunden mit den üblichen Diagnosen, zwangsweise verabreichten Spritzen usw. Nach dem Anschluss an die Verrücktenbewegung machte er 1977 seinen Uni-Abschluss mit Auszeichnung und kehrte der Psychiatrie mithilfe von nichtpharmakologischen Alternativen den Rücken. Jetzt Geschäftsführer von MindFreedom International. Vorträge in der ganzen Welt. Lebt mit seiner Frau Debra in den USA in Eugene, Oregon. |

| | Peter Rippmann. Dr. phil., 1925 in der Schweiz in Stein am Rhein geboren, ursprünglich Germanist, war vier Jahrzehnte an leitender Stelle als Redakteur der kritischen Halbmonatsschrift Der Schweizerische Beobachter tätig; auf ihn gehen unter anderem die Publikationen zurück, die den Anteil der schweizerischen Behörden an der Diskriminierungspolitik des Nazi-Regimes gegenüber jüdischen EmigrantInnen nachwiesen. Während Jahren auch Vorstandsmitglied des Schweizer psychiatriekritischen und gemeinnützigen Vereins PSYCHEX. Mehr |  | |
Marius Romme
war von 1974 bis 1999 Professor für Soziale Psychiatrie
an der Universität Maastricht, Niederlande, anschließend
Gastprofessor an der University of Central England in Birmingham.
Seit 1987 erforscht er gemeinsam mit Sandra Escher das Phänomen
des Stimmenhörens mit dem Schwerpunkt der Erfahrung
der Betroffenen. Gemeinsam legten sie den Grundstein für
die internationale Stimmenhörerbewegung und publizierten
Artikel und Bücher, u.a. "Accepting Voices" (London
1993; "Stimmenhören
akzeptieren", Berlin 2003); "Making Sense of Voices"
(London 2000; Stimmenhören
verstehen Der Leitfaden zur Arbeit mit Stimmenhörern,
Bonn 2008).
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Marc Rufer,
Dr. med. Kritisiert seit vielen Jahren die psychiatrische
Diagnostik, die Psychopharmakologie und die psychiatrische
Gewalt. Gute Kontakte und Austausch mit unabhängigen
Psychiatriebetroffenen. Buchveröffentlichungen: "Irrsinn
Psychiatrie" (Bern 1988; 3., überarbeitete Auflage
1997); "Wer
ist irr?" (Bern 1991); "Glückspillen. Ecstasy,
Prozac und das Comeback der Psychopharmaka" (München
1995). Mehr |
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Gisela Sartori. Geboren
1952 in Endingen, Süddeutschland. Diplomstudium der Gemeindepsychologie
an der Freien Universität Berlin. 1985 in den Yukon,
den hohen Norden Kanadas, ausgewandert; lebt jetzt auf Gabriola
Island nahe Vancouver. Gründerin und lange Zeit Koordinatorin
von Second
Opinion Society (Verein für alternative Sichtweisen),
einem gemeinnützigen Verein, der Alternativen zur Psychiatrie
anbietet. Entwickelte einen integrativen nichtmedizinischen
Ansatz der Arbeit mit Ureinwohnern und anderen Menschen mit
psychosozialen Problemen. Seit 1980 engagiert in der Antipsychiatrie,
seit 1992 Mitglied bei der National
Association of Rights, Protection and Advocacy (NARPA),
ebenso bei MindFreedom
International und beim International Center for the Study
of Psychiatry and Psychology (ICSPP). Ehemaliges Vorstandsmitglied
vom Weltverband
von Psychiatriebetroffenen (WNUSP). Seit 2004 Mitglied
im International
Network Toward Alternatives and Recovery (INTAR). Macht
derzeit eine Ausbildung in Integrativer Körperpsychotherapie
und Transformationalem Gruppenprozess. Autorin von "Towards
Empathy" (1995), einem Handbuch für Frauenhäuser,
um auch psychiatrisierten Frauen dort Zugang zu ermöglichen. |
 | | Erich Schützendorf, geboren 1949. Verheiratet, drei Kinder. Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Volkshochschul-Fachbereichsleiter für Fragen des Älterwerdens, Lehrbeauftragter für soziale Gerontologie an der Hochschule Niederrhein . Seit über 30 Jahren Interesse an Menschen mit Demenz, inzwischen Beschäftigung mit dem eigenen Älterwerden und Entwicklung von Vorstellungen für ein Leben als alter Mann, der eines Tages mit Anstand von anderen abhängig werden kann. Buchveröffentlichungen (u.a.): "Das Recht der Alten auf Eigensinn" (München & Basel: Ernst Reinhardt Verlag, 3. Auflage 2004), "In Ruhe verrückt werden dürfen" (mit Helmut Wallrafen-Dreisow; Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 12. Auflage 2004), "Wer pflegt, muss sich pflegen" (Wien: Springer 2006); "In Ruhe alt werden können" (Frankfurt am Main: Mabuse-Verlag, 2. Auflage 2006). |  | | Jaakko Seikkula, Dr. phil., Professor für Psychotherapie an der Psychologischen Abteilung der Universität in Jyväskylä, Finnland. Klinischer Psychologe, Psychotherapeut und Ausbilder für FamilientherapeutInnen. Stellvertretender Vorsitzender des Finnischen Verbands der Familientherapeuten. Wesentlich beteiligt an Praxisansätzen in der Psychiatrie für psychotische PatientInnen, die auf familiären und sozialen Netzwerken basieren. |  | | Andy Smith. Lebt an Englands Südküste mit zwei Goldfischen und schönen Sonnenaufgängen. |  | | Zoran Solomun. Filmregisseur, geboren 1953 in Pola Istrien. 1973 1977 Studium an der Belgrader Akademie für Theater, Film, Hörfunk und Fernsehen. 1985 bis 1990 Leiter der unabhängigen Filmgruppe Pokret (Bewegung) in Belgrad. Zusammenarbeit mit verschiedenen antipsychiatrisch engagierten Gruppen und Personen. Lebt seit 1990 in Berlin. 1997 Gründung der Filmproduktion Ohne Gepäck gemeinsam mit Dagmar Fromme. Filme u.a.: "Ah, jedan podanik!" - 1989 ("Ach, ein Untertan!") Dokumentarfilm über die zentrale Psychiatrische Anstalt in Belgrad; "Jedna zardjala ludnica" 1990 ("Ein verrostetes Irrenhaus") Dokumentarfilm über Alternativen zur Psychiatrie); "Müde Weggefährten" 1996 (Spielfilm, ausgezeichnet mit dem Max-Ophüls-Preis 1997); "Der Chinesische Markt" 2000 (Dokumentarfilm, ausgezeichnet mit dem ARTE Dokumentarfilmpreis 2001). |  | | Peter Stastny, geboren 1952 in Wien. Dort 1976 Abschluss des Medizinstudiums. Lebt seit 1978 in New York und ist Associate Professor der Psychiatrie am Albert Einstein College of Medicine. Leitete mehrere staatlich geförderte Forschungsprojekte in den Bereichen Arbeitsplatzsicherung, soziale Unterstützung und Selbsthilfe in Zusammenarbeit mit Psychiatriebetroffenen. Arbeitet am Aufbau von Alternativen zur Psychiatrie, enge Zusammenarbeit mit der Betroffenenbewegung und gemeinsame Forschungsaufträge, Publikationen, Öffentlichkeitsarbeit und Demonstrationsprojekte. Gründungsmitglied des International Network Toward Alternatives and Recovery INTAR. Mehr |  | | Chris Stevenson, Professorin für Psychiatrische Pflege an der Dublin City University. Arbeitete 25 Jahre in Großbritannien als Krankenschwester inner- und außerhalb der Psychiatrie und bot Familientreffen für Menschen mit Psychosen und Essstörungen an. Gründungsmitglied des Institute for Mental Health Recovery, Ireland. Über 100 Artikel und Buchveröffentlichungen. Derzeit Leiterin eines Suizid-Forschungsprogramms. 2000 Altschul-Preis für eine wissenschaftliche Arbeit über psychiatrische Pflege. Buchveröffentlichungen: ''Good Practice Guide" (National Disability Authority, Irland, 2005) über die Arbeit in strategischer Partnerschaft mit Psychiatriebetroffenen; "Care of the Suicidal Person" (Elsevier 2007; zusammen mit John Cutcliffe). |  | | Dan Taylor, geboren 1963 in Accra, Ghana, wo er bis heute wohnt. Diplome in Journalismus und Marketing. 2004 Mitbegründer von MindFreedom Ghana, um für Menschenrechte und bessere Lebens- und Behandlungsbedingungen von Psychiatriebetroffenen zu kämpfen. Er ist Sekretär von MindFreedom Ghana, publiziert Artikel in Zeitschriften im In- und Ausland, organisiert Symposien über Prävention und Rehabilitation im psychiatrischen Bereich, engagiert sich in Radio- und Fernsehsendungen und organisierte im Juli 2006 in Accra einen Protestmarsch gegen psychiatrische Menschenrechtsverletzungen und Stigmata mit 350 TeilnehmerInnen. Dan bittet um Unterstützung für die Arbeit von MindFreedom Ghana in diesem Entwicklungsland. E-Mail-Kontakt: mindfreedomghana yahoo.co.uk |  | | Philip Thomas. Professor für Philosophie, kulturelle Vielfalt und Psychiatrie an der Universität von Central Lancashire, England. Leiter von Sharing Voices Bradford, einem gemeindebasierten Entwicklungsprojekt mit Schwarzen und anderen ethnischen Minderheiten in Bradford. Schreibt für die Kolumne Postpsychiatry (Postmoderne Psychiatrie) in Open Mind. Gründungs- und Vorstandsmitglied des Critical Psychiatry Network in England. Buchveröffentlichungen: "Dialectics of Schizophrenia" (1997), "Voices of Reason, Voices of Insanity" (2000, gemeinsam mit Ivan Leudar), "Postpsychiatry" (2005, gemeinsam mit Pat Bracken). |  | |
Jan Wallcraft, lebt
in England. 2002 Dr.phil. Geschäftsführerin der
Service
User Research Group for England (SURGE - Gruppe psychiatriebetroffener
ForscherInnen in England) und freiberufliche Beraterin und
Forscherin im psychosozialen Bereich. Von 1987 bis 1992
Koordinatorin von MindLink,
dem Netzwerk Psychiatriebetroffener in Mind. 1992 Mitbegründerin
des UK
Advocacy Network. Von 1987 bis 1990 Mitglied des Vorstands
von Survivors
Speak Out. 1997 bis 1999 Leitung des nutzergeleiteten
Forschungsprojekts Strategies for Living bei der Mental
Health Foundation. Autorin von "Healing
Minds" (Mental Health Foundation 1998); Co-Autorin von
"Handbook
of Service User Involvement in Mental Health Research"
(2009); "On
Our Own Terms: Users and survivors of mental health services
working together for support and change" (Sainsbury
Centre 2003); "Being
There In A Crisis" (Mental Health Foundation 1997);
Beiträge in: "Social
Perspectives in Mental Health" (Jessica Kingsley Publishers
2005); "Mental
Health at the Crossroads" (Ashgate Publishing 2005).
|  | | David Webb, Jg. 1955, machte 2005 an der Victoria University Melbourne in Australien seinen Dr. phil. über Suizid als eine Krise des Selbst. Ausgehend von der eigenen Biographie mit Versuchen, sich selbst zu töten, zeigt seine Forschung, dass Erfahrungswissen mit Suizidalität nötig ist, um das Phänomen der Selbsttötung zu verstehen, die Stimme der Betroffenen jedoch aus der gegenwärtigen Suizidforschung systematisch ausgegrenzt ist. Im Lauf seiner Forschung schloss er sich der Bewegung der Psychiatriebetroffenen an. Vor seiner Zeit der Verrücktheit arbeitete David Webb als Softwareentwickler sowie als Universitätsdozent für Programmierung. Er wohnte in New York, Neu Delhi und London, nun lebt er zwischen Gummibäumen und Papageien am Rand von Melbourne. |  | |
Uta Wehde, geboren
1963, Psychologin, seit 1994 Geschäftsführerin der
Ambulanten
Dienste e.V. Berlin. Konzeptionierung und Realisierung
des Berliner
Weglaufhauses, Gründungsmitglied des Vereins zum
Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. und langjährige
Vorstandstätigkeit. Gründungs- und Vorstandsmitglied
von Für
alle Fälle e.V. Psychiatriekritische Veröffentlichungen
und Beiträge auf Kongressen und Tagungen. Autorin von
"Das
Weglaufhaus Zufluchtsort für Psychiatriebetroffene.
Erfahrungen, Konzeptionen, Probleme" (Berlin 1991). Mehr
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 | | Scott Welsch, geboren 1969 im US-Bundesstaat New York. Er studierte am Harvard College Dokumentarfilm und entwickelte 1990 während seines letzten Studienjahres manisch-depressive Symptome. Unter anderem liebt Scott Musik, Bäume, Spiele, Schokolade, Ultimatives Frisbee und indisches Essen. Insbesondere liebt er die Spontaneität von Kindern; er überlegt, ob er Spieltherapeut werden soll. |  | | Salma Yasmeen. Lebt in Großbritannien. Studium der Beratungs- und Kommunikationswissenschaft. Ausgebildete Psychiatriepflegerin. Berufserfahrung in öffentlichen und gemeinnützigen psychosozialen Diensten in klinischen und verwalterischen Stellungen. Früher engagiert im Aufbau und in der Leitung von Sharing Voices Bradford, einer Organisation, die den gemeindeintegrierten Ansatz psychosozialer Dienste vorangebracht hat. Leitet seit 2006 ein Projekt, das Teil eines nationalen Programms gegen die Ungleichbehandlung von Schwarzen und anderen ethnischen Minderheiten in der Psychiatrie ist. | 
Photo: Tom Olin
| | Laura Ziegler. Lebt in den USA. Mit 17 wurde sie diagnostiziert, zwangspsychiatrisiert und -behandelt, bis ein Gericht intervenierte. Seit 1983 aktiv in der Bewegung von Psychiatriebetroffenen. Laienrechtshilfe und -kontrolle in einer psychiatrischen Anstalt. Teilnahme an einem sechsmonatigen Protestlager von Wohnungslosen vor der New York City Hall, wo sie ihren Widerstand gegen die psychiatrische Unterdrückung durch Zeugenaussagen, Auftritte, Lyrik, zivilen Ungehorsam und Straßentheater ausdrückte. Enkelin eines T4-Opfers. Ehemals Vorsitzende von National Association of Rights, Protection and Advocacy (NARPA). Seit 1996 engagiert für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und von Sträflingen im Staatsgefängnis von Vermont. |  | |
Ursula Zingler, geboren
1939, verheiratet, Mutter und Oma. 1975-2004 Redakteurin und
Korrektorin in einem wissenschaftlichen Verlag. 1981 wird
Mobbing zum Auslöser einer Depression. Seit 1982 engagiert
in Sachen Psychiatriereform. Ab 1983 Gremienarbeit, u.a. Vertreterin
des Bundesverbands
Psychiatrie-Erfahrener e.V. im Arbeitskreis Weiterentwicklung
psychiatrischer Versorgung beim Bundesministerium für
Gesundheit. 1991-1993 maßgebend die Zusammenschlüsse
der Psychiatrie-Erfahrenen auf allen Ebenen herbeigeführt.
Vorstandsmitglied des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener
seit Gründung (1992). Als solches hat sie zu den unterschiedlichsten
Themen kritisch Stellung bezogen, auch referiert. 2007 Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Ursula Zingler starb
am 18. Januar 2010. Mehr |
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