Peter Lehmann
Schöne neue Psychiatrie

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2 Bände, ISBN 978-3-925931-11-6. Berlin: Antipsychiatrieverlag 1996.

Nur noch Band 1 Wie Chemie und Strom auf Geist und Psyche wirken lieferbar. Band 2 ist restlos vergriffen..
Verlagsinfo zu Band 1 | Autor | Rezension von Asmus Finzen, Gaby Sohl, Iris Hölling | Kommentar von Barbara Simonsohn | Psychopharmakaliste | English information | Liefer- & Zahlungsbedingungen incl. Widerrufsrecht | home 


Verlagsinfo

Ein Buch, das die Gefahren aller Psychopharmaka auf dem deutschsprachigen Markt sowie des wieder verstärkt praktizierten Elektroschocks schonungslos und leicht verstehbar offenlegt. Mit Ratschlägen zum verantwortungsbewussten Absetzen.

Zusatzinformation zu »Schöne neue Psychiatrie«

Tranquilizer (Lexotanil, Valium usw.), Lithium, Antidepressiva (Insidon, Saroten usw.), Neuroleptika (Haldol, Imap usw.), Carbamazepin (Tegretal, Timonil usw.) und Psychostimulantien (Ritalin usw.) werden in wachsendem Ausmaß nicht nur in der Psychiatrie eingesetzt, sondern auch in der Medizin, insbesondere in der Allgemein- und Kindermedizin. Der Trend geht seit 1985 kontinuierlich weg von Tranquilizern und hin zu Antidepressiva und Neuroleptika.

In Deutschland werden im Durchschnitt 70% aller Psychopharmaka an Frauen verschrieben, mit steigendem Alter in zunehmender Tendenz. Jede siebte Psychopille wird von Kindern unter zwölf Jahren geschluckt. 15% aller Kinder und Jugendlichen und 25% aller Erwachsenen gelten als psychisch gestört und kommen als potentielle Konsumenten in Frage. Es ist davon auszugehen, dass die Situation in der Schweiz und in Österreich nicht wesentlich anders ist.

Die Betroffenen werden in aller Regel nicht über die wahrscheinlichen, die möglichen und die nicht auszuschließenden Risiken aufgeklärt. Sie wissen nicht, dass manche Substanzen in bestimmten Ländern vom Markt genommen wurden, in anderen jedoch ohne Einschränkung verkauft werden: z.B. Penfluridol (Semap) wegen Krebsverdacht, Remoxiprid (Roxiam) wegen Blutbildschäden, Triazolam (Halcion) wegen Amnesien und Black-out-Handlungen. Wer Klarheit über die Risiken haben will, die mit der Verabreichung von psychiatrischen Psychopharmaka und von Elektroschocks verbunden sind, muss sich mit deren Wirkungsweise und Auswirkungen auseinandersetzen, erst recht, wenn ärztlicherseits das Interesse an einer umfassenden Aufklärung zu wünschen übrig lässt.

»Schöne neue Psychiatrie« besteht aus zwei jeweils in sich abgeschlossenen Bänden: