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Ausgehend von den umstrittenen Behandlungsmethoden in der Psychiatrie und einer Kritik des Krankheitsbegriffs fragt Claudia Brügge nach angemessenen und respektvollen Möglichkeiten des Umgangs mit Menschen, die unter psychischen Problemen leiden. Im Gegensatz zur Psychiatrie sollen in alternativen Einrichtungen die Subjektivität und Biographie der Betroffenen im Zentrum stehen. Wo liegt der qualitative Unterschied der Strukturen? Wie sieht das andere Psychoseverständnis aus, worin zeigt sich der andere Umgang mit Psychopharmaka? In der vorliegenden Studie interviewte die Autorin MitarbeiterInnen der Soteria Bern, des Frauentherapiezentrums München und des Weglaufhausprojekts Berlin. Sie erläutert, unter welchen Bedingungen psychosoziale Begleitung und Behandlung hilfreich sein können. »Wohin mit dem Wahnsinn?« erschien im Antipsychiatrieverlag in erster Auflage 2000. Bei der vorliegenden Fassung, einem nach wie vor aktuellen Zeitdokument, handelt es sich um eine korrigierte Neuausgabe. Das Manuskript basiert auf der 1994 an der Universität Bielefeld eingereichten Diplomarbeit Claudia Brügges (Erstgutachter Prof. Dr. Rainer Dollase, Zweitgutachter Dr. Hans Zygowski). Claudia Brügge, geb. 1967, Diplom-Psychologin. Ehemalige Mitarbeiterin bei Wildwasser Bielefeld e.V., Anlauf- und Beratungsstelle für Frauen, die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erlebt haben. Mitarbeit im Bielefelder Arbeitskreis Frauen und Psychiatrie. Lehrbeauftragte an der Universität Bielefeld. Weitere Bücher von Brügge im Antipsychiatrieversand: Frauen in ver-rückten Lebenswelten Ein Lesebuch zu Frauen und Psychiatrie |