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Peter Lehmann (Hg.)
Psychopharmaka absetzen Erfolgreiches Absetzen von Neuroleptika,
Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Ritalin und Tranquilizern
Kartoniert,
390 Seiten, 14,8 x 21 cm, ISBN 978-3-925931-27-7. Berlin & Shrewsbury:
Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag. 5., aktualisierte und erweiterte
Auflage 2019. € 22.90 / Preis
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Über das Buch
Millionen Menschen nehmen Psychopharmaka (zum Beispiel Amitriptylin,
Citalopram, Diazepam, Haldol, Lithium, Medikinet, Quetiapin, Risperidon,
Tavor, Venlafaxin). Für sie sind detaillierte Erfahrungsberichte,
wie diese Substanzen evtl. kleinschrittig abgesetzt wurden,
ohne gleich wieder im Behandlungszimmer des Arztes oder in der Klinik
zu landen, von existenziellem Interesse.
Das weltweit erste Buch zum Thema Erfolgreiches Absetzen von Psychopharmaka
richtet sich an die Behandelten, die aus eigenem Entschluss die verordneten
Psychopharmaka absetzen wollen. Gleichfalls angesprochen sind ihre Angehörigen
und Therapeuten.
In dem Praxisbuch schreiben Betroffene und erstmals ein
Angehöriger aus Australien, Deutschland, England, Irland,
Neuseeland, Österreich, Schweden, Ungarn, der Schweiz, den Niederlanden
und USA über ihre Erfahrungen beim Absetzen. Alle leben jetzt frei oder
zumindest relativ frei von Psychopharmaka. Ergänzend erläutern Psychiater,
Psychotherapeuten, Heilpraktiker, Mediziner, Sozialarbeiter und andere
Professionelle, wie sie ihren Klientinnen und Klienten beim Absetzen helfen.
Die Kapitel: Der schwere Entschluss / Absetzen ohne Entzugsprobleme /
Stufenweises Absetzen / Absetzen mit Problemen / Gegengewichte / Absetzen
mit professioneller Hilfe / Lieber manchmal Psychopharmaka als immer /
Professionell unterstützen / Die Zeit danach
»Das
Buch hat eine provokante Botschaft: Lebenserfahrungen weichen manchmal von wissenschaftlichen
Übereinkünften ab. Es basiert auf persönlichen Erfahrungen von Betroffenen sowie
von Professionellen, die beim Absetzen von Psychopharmaka helfen. Somit ist es
ein guter Ansatzpunkt, in die Diskussion einzusteigen. Das Buch sollte in jeder
Arztpraxis, jeder Therapiestation und in jeder Patientenbibliothek verfügbar sein.«
Pirkko Lahti, Präsidentin der World Federation for Mental Health (2001-2003)
Aus dem Vorwort
»Das Buch ist ein Muss für alle, die mit dem Gedanken spielen,
diese legalen persönlichkeitsverändernden Medikamente zu nehmen oder nicht
mehr zu nehmen, und vielleicht noch eher für die, die sie verschreiben
können.«
Dr. med. Loren R. Mosher, Soteria Associates Aus dem Vorwort
Neu in der 5. Auflage sind die
Artikel von Susanne Cortez und Iris Heffmann. Die Möglichkeit wie auch
Notwendigkeit kleinschrittigen Ausschleichens gerade am Ende des Absetzprozesses
nach längerer Einnahmezeit schildert Susanne Cortez am Beispiel von Seroquel
(Quetiapin) in ihrem Artikel »Und zuletzt atypisch vorsichtig«.
Neu ist auch der Artikel »Absetzen von Psychopharmaka
Erfahrungsaustausch im Internet« von Iris Heffmann. Er zeigt, wo
Betroffene im deutschsprachigen Raum Erfahrungen konstruktiv austauschen
können, wenn sie von ihren Ärztinnen und Ärzten mit ihren Entzugsproblemen nicht verstanden
oder im Stich gelassen werden. Die neuesten Informationen über Ausschleichstreifen,
Rezepturen für die Anfertigung individuell zugeschnittener Dosierungen
sowie Vorschläge zum Absetzen von Kombinationen sind in das Schlusskapitel
»Und nun, wie weiter vorgehen?« eingeflossen.
Mit einer Liste
aller in den deutschsprachigen Ländern in der Humanmedizin zugelassenen
Psychopharmaka
Der Herausgeber
Peter
Lehmann, Dr. phil. h.c., Dipl.-Pädagoge, lebt in Berlin. Bis
2010 langjähriges Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerks
von Psychiatriebetroffenen (ENUSP). 1987 Gründungs- und seither Vorstandsmitglied
von Psychex (Schweiz). Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss
(G-BA). Partner des International Institute for Withdrawal of Psychiatric
Drugs (Internationales Institut zum Absetzen von Psychopharmaka).
2010 Verleihung der Ehrendoktorwürde in Anerkennung des »außerordentlichen
wissenschaftlichen und humanitären Beitrags für die Durchsetzung
der Rechte Psychiatriebetroffener« durch die Aristoteles-Universität
Thessaloniki. 2011 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
Weitere Buchpublikationen: Humanistische
Antipsychiatrie. Texte aus 45 Jahren (2025); Psychopharmaka
reduzieren und absetzen. Praxiskonzepte für Fachkräfte, Betroffene,
Angehörige (2024, hg. gemeinsam mit Craig Newnes; E-Boock 2024);
Neue
Antidepressiva, atypische Neuroleptika Risiken, Placebo-Effekte,
Niedrigdosierung und Alternativen. Mit einem Exkurs zur Wiederkehr des
Elektroschocks (2017, gemeinsam mit Volkmar Aderhold, Marc Rufer und
Josef Zehentbauer, E-Book
2025); Statt
Psychiatrie 2 (2007, hg. gemeinsam mit Peter Stastny, E-Book
2026); Schöne neue Psychiatrie Band
1: Wie Chemie und Strom auf Geist und Psyche wirken,
Band 2: Wie Psychopharmaka den Körper verändern (1996; E-Books
2026); Der
chemische Knebel Warum Psychiater Neuroleptika verabreichen
(1986; 6. Aufl. 2010; PDF E-Book 2026) u.v.m.
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