| (Überarbeitetes) Referat bei der Veranstaltung
"Interessenvertretung in der Psychiatrie Peers als
neuer Weg", veranstaltet von "Oase Power to the People,
Verein für alle von Psychiatrie Betroffenen" (Ried) in Kooperation
mit dem Land Oberösterreich und dem Europäischen Netzwerk
von Psychiatriebetroffenen (ENUSP) in Ried, 23. November 2002
im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried im Innkreis
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Peter
Lehmann
Psychopharmaka absetzen gegen die psychiatrische Übermacht
Was können die einzelnen Betroffenen angesichts der unterlassenen
Hilfeleistung tun?
Selbsthilfe von Psychiatriebetroffenen hat viele Facetten. Selbsthilfe
beim Absetzen psychiatrischer Psychopharmaka ist eine dieser Facetten.
Psychopharmaka können abhängig machen. Der Entzug kann die Betroffenen
vor schwere Probleme stellen. Hilft ihnen niemand beim Absetzen,
was bleibt ihnen dann anderes übrig, als sich wie Münchhausen
selbst aus dem Sumpf psychopharmakologischer Abhängigkeit zu befreien?
Warnungen von Psychiatern und Psychologen
Rudolf Degkwitz, ehemals Präsident der Deutschen Gesellschaft
für Psychiatrie und Nervenheilkunde, verglich vor fast vier Jahrzehnten
die Entzugserscheinungen von Psycholeptika (Neuroleptika und Antidepressiva)
mit denen von Alkaloiden; zu dieser Wirkstoffgruppe gehört z.B.
Morphium. Auch Schlafmittel gelten als suchtbildend, und es ist
bekannt, daß ihr Entzug mit lebensgefährlichen Krampfanfällen
verbunden sein kann. Degkwitz warnte:
"Das Reduzieren oder Absetzen der Psycholeptika führt
(...) zu erheblichen Entziehungserscheinungen, die sich in nichts
von den Entziehungserscheinungen nach dem Absetzen von Alkaloiden
und Schlafmitteln unterscheiden." (Degkwitz 1967, S. 161)
Der Organismus stellt sich im Verlauf der Behandlung (z.B. mit
Neuroleptika) auf die veränderte Stoffwechsellage ein. Auf diese
abhängig machende Wirkung bezogen sich Degkwitz und sein Kollege
Otto Luxenburger, als sie schon 1965 ihre Kollegen informierten:
"Man weiß jetzt ferner, daß es bei einem Teil der chronisch
Behandelten wegen der unerträglichen Entziehungserscheinungen
schwierig, wenn nicht unmöglich wird, die Neuroleptica wieder
abzusetzen. Wie groß dieser Teil der chronisch behandelten Fälle
ist, ist ebenfalls nicht bekannt." (Degkwitz / Luxenburger 1965,
S. 174f.)
35 Jahre später schrieb die Psychologin Pirkko Lahti, Präsidentin
der World Federation for Mental Health, in ihrem Vorwort zu dem
Buch "Psychopharmaka absetzen Erfolgreiches Absetzen von
Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium, Carbamazepin und Tranquilizern":
"Diagnosen und Indikationen führen oft zur Behandlung
mit Psychopharmaka, die langwierig sein kann. Wer kann vorhersagen,
ob die Psychopharmaka wenn die Zeit kommt problemlos
abgesetzt werden können? Von Tranquilizern, besonders von Benzodiazepinen,
kennen wir die abhängig machende Wirkung bereits. Absetzen ohne
therapeutische Hilfe und ohne Kenntnisse über die Risiken kann
einen dramatischen Verlauf nehmen. Welche Risiken gibt es beim
Absetzen von Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium? Welche
Bedingungen können zu einem schnellen Rückfall nach dem Absetzen
führen? Hörten wir nicht schon von psychopharmakabedingten Absetzproblemen,
von Rezeptorenveränderungen, Supersensitivitäts- und Absetzpsychosen?
Wer kann Rückfälle von verdeckten Entzugsproblemen unterscheiden?
Welche Bedingungen unterstützen ein erfolgreiches Absetzen
erfolgreich in dem Sinn, dass die PatientInnen danach nicht sofort
wieder im Behandlungszimmer des Arztes sitzen, sondern frei und
gesund leben, so wie wir uns das alle wünschen? Lassen wir unsere
PatientInnen nicht allein mit ihren Sorgen und Problemen, wenn
sie sich aus welchem Grund auch immer selbst entscheiden,
ihre Psychopharmaka absetzen zu wollen? Wo können sie Unterstützung,
Verständnis und positive Vorbilder finden, wenn sie sich enttäuscht
von uns abwenden (und wir uns von ihnen)?" (Lahti 2002, S. 9f.)
Entzugsprobleme
Schlafstörungen, Toleranzbildung, Rezeptorenveränderungen, Absetzpsychosen
usw. sind Risiken, mit denen man speziell beim abrupten Entzug
von psychiatrischen Psychopharmaka rechnen muß. Da im allgemeinen
Psychiater nicht über diese Risiken informieren und Psychiatriebetroffenen,
wenn diese einen eigenen Entschluß zum Absetzen treffen, jegliche
Hilfeleistung verweigern, müssen sich die Betroffenen selbst helfen.
Dabei haben sie das Risiko einzukalkulieren, daß die Probleme,
die zur Verabreichung psychiatrischer Psychopharmaka geführt haben,
zurückkehren können (Lehmann 1996a, S. 99ff.; 1996b, S. 353ff.).
Einige Psychiatriebetroffene besitzen ein beträchtliches Wissen,
wie man die Risiken verkleinern kann. Ein Patentrezept für absolut
sicheres Absetzen gibt es allerdings nicht. Eventuell müssen Psychopharmaka
stufenweise und wenn nötig mit ärztlicher Begleitung
reduziert werden. Möglichkeiten, psychiatrische Psychopharmaka
und speziell Neuroleptika stationär in beschütztem Rahmen abzusetzen,
werden den Betroffenen vorenthalten.
Egal wie die äußeren Bedingungen beim Entzug von psychiatrischen
Psychopharmaka sein mögen, es gilt, sich selbst aus dem psychopharmakologischen
Sumpf zu befreien. Geduld, Entschlossenheit und Wissen über die
Risiken und Möglichkeiten des Absetzens sind die zentralen Voraussetzungen
fürs Gelingen. Mitarbeit in Selbsthilfegruppen, soziale Beziehungen,
Zugang zu relativ unschädlichen Substanzen zur Linderung schwerer
Entzugssymptome, angemessene psychotherapeutische Hilfe sowie
ein desillusionierter Blick auf die Psychiatrie sind hilfreiche
Komponenten beim eigenverantwortlich durchgeführten Absetzen.
Menschen mit psychiatrischen Diagnosen beschließen im selben Umfang
wie Menschen mit medizinischen Diagnosen nämlich in ca.
50 % , verordnete Medikamente und Psychopharmaka nicht (weiter)
einzunehmen. Ihrerseits besteht ein starkes Interesse, mit geeigneten
Mitteln und Vorgehensweisen Absetzprobleme und sogenannte Rückfälle
zu verhindern bzw. die Risiken und Gefahren zu minimieren.
Organisierte Selbsthilfe
Selbstorganisierte Hilfe, Beratung durch sogenannte Peers
Gleiche, d.h. Menschen mit vergleichbarem Erfahrungshintergrund
sind Faktoren, Rückfallrisiken zu vermindern und Entzugsprobleme
zu verkleinern. Warnungen vor überschnellem, abruptem Absetzen
wirken glaubhafter, wenn sie von Betroffenen mit entsprechenden
Erfahrungen ausgesprochen werden. Für eine sinnvoll praktizierte
Selbsthilfe sind allerdings Rahmenbedingungen nötig, wie sie der
in Berlin ansässige Verein "Für alle Fälle e.V." beispielhaft
formuliert hat.
"Viele sogenannte psychisch Kranke erleben die bestehenden
psychiatrischen Hilfen mit ihren allgemeinen, unpersönlichen und
stigmatisierenden Erklärungsmodellen für sich jedoch nicht als
Hilfe und lehnen sie zum Teil ganz ab. Kaum ein professioneller
Mitarbeiter einer sozialpsychiatrischen Beratungsstelle hat Zugang
zu den lebenspraktischen Erfahrungen und Lösungsstrategien, mit
einer Krise umzugehen, welche Psychiatriebetroffene erarbeitet
und zusammengetragen haben. Für die Gruppe der Psychiatriebetroffenen
bedarf es eines Hilfsangebots, das von einer unterstützenden Ermutigung
im Sinne des Empowerment geprägt ist. Denn besonders in und nach
psychiatrisch-psychischen Krisen und den damit verbundenen psychiatrischen
(Zwangs-)Maßnahmen erfahren viele Betroffene Vertrauensverlust,
Zurückweisung und Unverständnis und erleben Zustände von Ohnmacht,
Hilflosigkeit, Resignation und Rückzug. Die Praxiserfahrungen
unserer Vereinsmitglieder im Berliner Weglaufhaus zeigen, dass
es möglich ist, den oben geschilderten Teufelskreis zu durchbrechen,
daß die Mitarbeit von Menschen, die selber Psychiatrisierung erfahren
und verarbeitet haben, besonders hilfreich und ermutigend ist,
dass ein betroffenenorientierter Ansatz von Psychiatriebetroffenen
sehr erfolgreich angenommen wird. Ein psychiatrieunabhängiges,
von Betroffenen kontrolliertes Aufklärungs-, Beratungs- und Selbsthilfeangebot
zu für Psychiatriebetroffene wichtigen Themen ist dringend erforderlich."
(Für alle Fälle e.V. 2002, S. 3)
Inhalte einer organisierten Selbsthilfe sind alle für Psychiatriebetroffene
wichtigen Themen, insbesondere
-
Umgang mit Krisensituationen
-
vorhandene psychosoziale Angebote
-
Selbsthilfegruppen von Psychiatriebetroffenen
-
Behandlungsrisiken und mögliche Alternativen
-
aufgeklärter selbstbestimmter Umgang mit Psychopharmaka
-
Möglichkeiten von Vorausverfügungen
-
Rechtslage bei Betreuungsverhältnissen, Zwangsbehandlung
usw.
-
Möglichkeiten der Akteneinsicht
Einzelberatung, Gruppengespräche und Informationsangebote sowohl
für Betroffene selbst als auch für ihre FreundInnen und Angehörige
markieren den erheblichen Umfang von Selbsthilfetätigkeit.
Politische Förderung von Selbsthilfe
Der Einbeziehung von Psychiatriebetroffenen in psychiatriepolitische
Entscheidungen wird von PolitikerInnen in der Regel nur wenig
Beachtung geschenkt. Auf welcher Stufe innerhalb der europäischen
Gemeinschaft und der Anwärterstaaten für die EG-Erweiterung sich
das Mitspracherecht Psychiatriebetroffener befindet, zeigen Zahlenverhältnisse
und Entscheidungsabläufe. Bei der Konferenz "Balancing Mental
Health Promotion and Mental Health Care" ("Ausgewogene Förderung
von psychischer Gesundheit und psychiatrischer Betreuung"), einer
gemeinsamen Veranstaltung der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
und der Europäischen Kommission in Brüssel im April 1999, war
neben schätzungsweise 70 psychiatrisch Tätigen, Regierungs- und
anderen Verbandsvertretern auch ein Repräsentant des European
Network of (ex-)Users und Survivors of Psychiatry (ENUSP) eingeladen.
Das 1991 von 39 Delegierten aus 16 europäischen Ländern gegründete
Europäische Netzwerk von Psychiatriebetroffenen (www.enusp.org)
hat mittlerweile nationale und unabhängige Organisationen aus
fast allen europäischen Ländern integriert. Ziel ist die Verbesserung
von deren Rechten und Lebensbedingungen. Das Netzwerk, eine nichtstaatliche
und gemeinnützige Organisation, beschäftigt sich mit den sozialen
Belangen, dem Recht auf Wohnraum, Arbeit und Einkommen sowie der
Forderung nach Menschenrechten unabhängig von psychiatrischen
Diagnosen. Es berät die Europäische Kommission sowie die Weltgesundheitsorganisation
(Roth 2000).
Sämtliche Vorschläge von ENUSP auf der erwähnten Konferenz von
1999 hinsichtlich der Ziele und Strategien einer besseren Förderung
von psychischer Gesundheit und Betreuung wurden allerdings rundherum
abgelehnt......... sollten rundherum abgelehnt werden, was angesichts
des Zahlenverhältnisses der Anwesenden einfach schien. Niemand
der beteiligten Personen hatte es für nötig befunden, die ENUSP-Position,
insbesondere die geforderte Stärkung von Selbsthilfeansätzen,
zu unterstützen. Auch seitens EUFAMI, der europäischen Organisation
der Eltern psychiatrisch Betroffener, kam keinerlei Fürsprache
zur Unterstützung von Selbsthilfeanstrengungen. Erst nach deutlicher
Kritik seitens ENUSP und mit freundlicher Unterstützung der Repräsentanten
der Europäischen Union, Alexandre Berlin und Horst Kloppenburg,
wurden einige der ENUSP-Positionen in das Consensuspapier integriert,
zum Beispiel die
-
aktive Einbeziehung von Psychiatriebetroffenen in die Psychiatriepolitik
-
Förderung von Selbsthilfeansätzen und nicht-stigmatisierenden,
nicht-psychiatrischen Ansätzen und
-
Freiheit zur Auswahl aus Behandlungsangeboten zur Stärkung
der Menschenrechte (World Health Organization / European Commission
1999, S. 9f.).
Selbsthilfe gibt es nicht zum Nulltarif. Peerberatung wird gebraucht
auf regionaler und lokaler Basis. Nötig ist eine Infrastruktur
mit Treffpunkten, Büros, bezahlten Arbeitsplätzen, kurz: festen
Haushaltstiteln. Geld ist zudem nötig zur Finanzierung von Schulungen
und Weiterbildung. Psychiatriebetroffene sind in politische Entscheidungsgremien
einzubeziehen. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, sollten dies
vorwiegend Psychiatriebetroffene sein, die finanziell unabhängig
sind von Trägern psychiatrischer Einrichtungen sowie von Pharma-Unternehmen.
Um das Bewußtsein über die Bedürfnisse von Psychiatriebetroffenen
zu fördern, sollten diese auch in Ausbildungsgänge psychiatrisch
Tätiger sowie in Einstellungskommissionen einbezogen werden, ebenso
in Teams innerhalb des psychiatrischen Systems. PolitikerInnen
können die Förderung von Selbsthilfe insbesondere dadurch unterstützen,
daß sie die Finanzierung von Leistungsträgern abhängig machen
davon, ob diese Empowermentkonzepte in ihre Konzepte und in ihre
Praxis integriert haben.
Steigende Kosten des Gesundheitssystems sollten ein zusätzliches
Argument sein, Gelder im Gesundheitsbereich umzuschichten. Weshalb
sollte ständig mehr Geld ausgegeben werden für Einrichtungen,
die auf der Verabreichung von abhängig machenden Psychopharmaka
basieren und erhebliche Folgekosten nach sich ziehen für die Behandlung
von Menschen mit chronischen "Neben"-Wirkungen und anderen behandlungsbedingten
Rezeptorenveränderungen, die häufig zu Frühpensionierungen und
einem Leben in kostenverschlingenden Langzeiteinrichtungen führen?
Ist es nicht viel sinnvoller, Gelder im Selbsthilfebereich zu
investieren, um Selbsthilfe- und Selbstheilungspotentiale zu fördern?
Warnung vor Alibistrukturen
Eine Warnung ist auszusprechen in bezug auf die Schaffung von
Alibistrukturen und in bezug auf die Einstellung von Alibibetroffenen.
Undemokratische Strukturen in Verbänden von Psychiatriebetroffenen
und Profilierungskämpfe innerhalb von Selbsthilfeorganisationen
schaden den eigenen Interessen. Deshalb ist es deren Pflicht,
Ethikregeln für Selbsthilfe und die psychiatriepolitische Vertretung
zu entwickeln. Tina Stöckle in Berlin war 1981 die erste, die
im deutschsprachigen Raum Forderungen an Selbsthilfegruppen formulierte
und demokratische Strukturen im Selbsthilfebereich, d.h. den Abbau
jeglicher Machtverhältnisse in den einzelnen Gruppen anmahnte
(Stöckle 1983/2000, S. 228ff.)
Innerhalb des deutschen Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener
e.V. (BPE) eines eher reformpsychiatrisch orientierten
Verbands, stellte Kalle Pehe einen Katalog von Notwendigkeiten
für Selbsthilfegruppen im allgemeinen auf. Ähnlich wie Tina Stöckle
forderte er die Abgrenzung gegenüber Personen, die vorsätzlich
Abhängigkeit erzeugen, Selbstbestimmung unterhöhlen und Macht
über andere anstreben; wichtig sei der Respekt vor der Selbstbestimmung
eines Menschen und ein ideologiefreies, an den eigenen Bedürfnissen
und der Freiheit orientiertes Miteinander (Pehe 1999).
Die kaum stattfindende Diskussion über solche Vorschläge zeigt
allerdings, daß die Bewegung von Psychiatriebetroffenen noch ein
kleines Stück von der Erkenntnis der Notwendigkeit entfernt ist,
klare Regeln für den Umgang miteinander in den eigenen Reihen
zu formulieren.
Gewarnt sein soll auch vor Verbänden der organisierten und von
Pharmafirmen gesponserten Angehörigen, die mit der diskriminierenden
Botschaft, Psychiatriebetroffene könnten nicht für sich selbst
sprechen, deren familiäre Bevormundung in den politischen Bereich
übertragen und den VertreterInnen unabhängiger Vereine von Psychiatriebetroffenen
ihr demokratisch legitimiertes Recht absprechen wollen, ihre Interessen
zu äußern und durchzusetzen.
Ried im Innkreis als Vorbild nicht nur für Österreich
Politische EntscheidungsträgerInnen sind gebeten, vorhandene
Konfliktpotentiale und die Interessenvielfalt auf seiten von Psychiatriebetroffenen
zu reflektieren und vor allem deren zentrale Interessen, nämlich
- Gesundheit
- angemessene, selbst definierte Hilfen
- Freiheit und demokratische Bürgerrechte
in den Mittelpunkt psychiatriepolitischer Entscheidungen zu stellen.
Bezogen auf die Situation in Ried im Innkreis sowie in ganz Oberösterreich
wäre es wünschenswert, wenn es bald eine öffentlich finanzierte,
von psychiatrischen Trägereinrichtungen unabhängige Selbsthilfeeinrichtung
gibt, außerdem nutzerorientierte Hilfeeinrichtungen wie z.B. Soteria-Stationen
oder gar Weglaufhäuser. Dann hätten Betroffene Wahlmöglichkeiten,
wie sie eines demokratischen Staates würdig wären. Wieso sollte
von Ried nicht ein Signal für ganz Österreich und darüber hinaus
ausgehen ein Signal, das den Psychiatriebetroffenen im
ständig mehr zusammenwachsenden Europa eine große Hilfe wäre?
Quellen